Die Punkte verbinden: Der globalistische Plan zur Zerstörung Europas

Die Punkte verbinden: Der globalistische Plan zur Zerstörung Europas

Früher gab es in Rätselheften ein kleines Spiel, das ich sehr gerne gemacht habe (ich glaube, es gibt sie immer noch, auch wenn ich schon lange keine mehr gekauft habe): Punkte verbinden. Mit einem Kugelschreiber (oder einem Bleistift, wenn man die Möglichkeit haben wollte, kleine Fehler wegzuradieren) musste man die in einem mehr oder weniger großen Quadrat oder Rechteck gezeichneten Punkte verbinden, bis durch diese Verbindung eine gezeichnete Figur „enthüllt“ wurde. Wahrscheinlich habe ich deshalb schon immer gerne dasselbe mit der Realität getan, die mich umgibt. „Äh, aber du bist nicht wissenschaftliiiiich! Du musst Beweise haben, um solche Dinge zu behaupten! Ein guter Journalist geht so vor!“ Mir ist, als würde ich die vielen Verfechter des rigorosen Denkens um jeden Preis (darunter auch einige meiner persönlichen Freunde) hören. Aber oft ist das Gesamtbild wichtiger als unser direktes Wissen. Herodot, der große griechische Historiker, verwendete zwei verschiedene Verben, um historische Tatsachen zu beschreiben: εἶδον (éidon): das griechische Verb für „ich sah“, die Vergangenheitsform des Verbs ὁράω (ich sehe), das verwendet wird, um zu erklären, dass man etwas mit eigenen Augen gesehen hat, und λέγεται (légetai): vom Verb λέγω (sagen), „man sagt“, für Ausdrücke, die verwendet werden, um eine Überlieferung oder eine Nachricht wiederzugeben, ohne deren absolute Wahrhaftigkeit zu garantieren. Nun, der Inhalt dieses Artikels basiert nur auf meinen Vermutungen. Dennoch basieren diese Vermutungen auf konkreten Tatsachen, die sich wirklich zugetragen haben und die daher als solche von jedem überprüfbar sind. Das Einzige, was Sie nicht direkt finden werden, ist der mögliche rote Faden, der sie alle in dem verbinden könnte, was viele als „Verschwörungsplan“ bezeichnen würden. Nun ja (aber das ist ja bereits bekannt oder man konnte es im Laufe der Jahre, in denen ich über so ziemlich alles geschrieben habe, erahnen), ich kann sagen, dass ich in die Kategorie der sogenannten „Verschwörungstheoretiker“ oder „Schwurbler“ falle, wie viele Leute mich und meinesgleichen gerne abfällig nennen. Aber das interessiert mich genau so viel, wie es sollte, nämlich gar nicht.

 

Phase eins: Die Schaffung der EU und der Einheitswährung

Fassen wir die Fakten zusammen: Dass die Welt nicht gerade ihre besten Tage durchlebt, ist schon seit einigen Jahren klar. Insbesondere für uns Europäer ist die Sache, oder besser gesagt, sollte die Sache ziemlich offensichtlich sein (ich verwende den Konjunktiv, weil die Europäische Union im Gegenteil für sehr viele die „beste aller möglichen Welten“ im Sinne von Leibniz darstellt). Von dem mittlerweile ikonischen (journalistisch zusammengefassten) Satz von Romano Prodi „Wir werden einen Tag weniger arbeiten und dabei so viel verdienen, als würden wir einen Tag mehr arbeiten“, dessen Konzepte aus seinen am 12. Februar 1998 abgegebenen Erklärungen zum Thema „das 35-Stunden-Abkommen und der Euro“ (Erklärungen, von denen in den Rai-Archiven jede Spur verschwunden ist) extrahiert wurden, bis zur Pressekonferenz am 7. März 2013 durch den damaligen EZB-Präsidenten Mario Draghi, während der er klipp und klar erklärte, dass die Reformen in Italien auf „Autopilot“ liefen* (d. h. unabhängig von den einzelnen Regierungen und deren Willen), verging die Zeit wie im Flug. Diese beiden Verweise würden ausreichen, ganz zu schweigen vom ehrwürdigen Professor Mario Monti, um an so viel Vertrauen in die europäischen „Institutionen“ zu zweifeln. Warum habe ich diese Episoden erwähnt? Ganz einfach, weil sie meiner Meinung nach ein Test waren, um die mögliche Rebellion einiger Völker, allen voran der Italioten, gegen offensichtliche Missbräuche und Ungerechtigkeiten zu erproben, die ihnen von einer eigens eingesetzten politischen und herrschenden Klasse auferlegt wurden. Während in Italien drakonische Maßnahmen durchgesetzt wurden, um die berühmte Regel von einem Defizit/BIP von unter 3 Prozent einzuhalten – 1981 von Guy Abeille, einem jungen Beamten des französischen Finanzministeriums unter der Präsidentschaft von François Mitterrand, erfunden und dann durch den berüchtigten Vertrag von Maastricht 1992 ratifiziert –, wurde Deutschland regelmäßig gestattet, die spätere Regel (von 2011) zu überschreiten. Mit dieser versuchte man, die von den Defizitländern geforderten Opfer auszugleichen: Wenn die „armen“ Länder Ausgaben kürzen mussten, sollten die „reichen“ Länder (mit einem Überschuss von über 6 Prozent) theoretisch überwacht werden, um den anderen nicht mit einer zu aggressiven Wettbewerbsfähigkeit zu schaden. Eine offensichtliche Verarschung, wie man so schön sagt. Und doch waren die Italioten immer gehorsam, auch wenn die sogenannte Ausgabenüberschreitung in der Größenordnung von „0,…“ lag. Praktisch waren wir katholischer als der Papst und brachten ständig Opfer, die die Familien und das Land als Ganzes verarmten. Die Deutschen hingegen machten weiter, was sie wollten, scherten sich einen Dreck um die Exportgrenzen und maßregelten ständig diese italienischen Faulenzer und Verschwender. Erstes Experiment also gelungen: Die Italioten sind bereit, ohne allzu viel Rebellion und Klagen zu erdulden. Wir werfen ihnen dann einfach Fußball und Scheingefechte über den Umweltschutz oder die Bürgerrechte (übrigens auf Kosten der sozialen Rechte, die von früheren Generationen durch jahrelange harte Kämpfe errungen wurden) von Minderheiten vor, oft auf Kosten der Mehrheiten, über die sie sich dann zerfleischen können.

 

Phase zwei: Die Plandemie (Pandeminchia)

Wie könnten wir uns nicht mit Freude an die wunderschönen Momente der Jahreswende 2019/2020 erinnern? Ich lasse alle Schikanen beiseite, die diejenigen erlitten haben, die sich wie ich den von den verschiedenen Weltregierungen diktierten Maßnahmen nicht beugen wollten – da ich bereits ausführlich in anderen Artikeln darüber geschrieben habe. Oder besser gesagt, von einem Teil von ihnen, da an Orten wie Afrika beispielsweise solche Zwänge kaum Anklang fanden. Wahrscheinlich war Letzteres auch der Tatsache geschuldet, dass die afrikanischen Bevölkerungen seit sehr langer Zeit daran gewöhnt sind, großangelegten Experimenten für alle Arten von Krankheiten und Missbräuchen ausgesetzt zu sein (siehe dazu die hervorragende journalistische Reportage mit dem Titel „Debito senza fondo“ [Bodenlose Schulden], die seinerzeit für die Sendung Report (als man sie noch ansehen konnte) von Paolo Barnard produziert wurde, einem der besten Journalisten, die wir meiner Meinung nach jemals in Italien hatten. Zumindest bis man ihm nicht mehr erlaubte, diesen Beruf frei auszuüben). Während der gesamten Zeit der „schrecklichen Krankheit“ waren Länder wie das unsere, Schweden, Neuseeland oder Kanada die Vorreiter, die einen in die eine Richtung, die anderen in eine andere, von einer Reihe von restriktiven Maßnahmen aller Art, denen sich die Bevölkerung meist in ehrfürchtigem Gehorsam unterwarf. Andere Länder, wie zum Beispiel Deutschland, sahen weniger Menschen, die bereit waren, völlig ungerechtfertigte Einschränkungen und Schikanen hinzunehmen. Dennoch wurde auch bei dieser Gelegenheit der Widerstand der einzelnen Bevölkerungen gegen die von oben aufgezwungenen Befehle auf die Probe gestellt.

 

Phase drei: Der Krieg in der Ukraine

Am 24. Februar 2022 kündigte Wladimir Putin in einer Fernsehansprache um 4 Uhr morgens (Moskauer Zeit) den Beginn der sogenannten „Spezialoperation“ zur „Entmilitarisierung und Entnazifizierung“ der Ukraine an. Ich werde hier nicht näher darauf eingehen, dass in Wirklichkeit die Vorboten, die zu diesem „Krieg, der kein Krieg ist“ geführt haben, auf die Zeit der dramatischen Ereignisse auf dem Maidan-Platz (bekannt als Euromaidan) und die Schüsse von Scharfschützen auf die Menge zurückgehen. Der Höhepunkt des Massakers fand zwischen dem 18. und 20. Februar 2014 statt. Auch darüber habe ich bereits geschrieben, weshalb ich mich nicht damit aufhalten werde, die ganze Diskussion diesbezüglich zusammenzufassen. Dieser Konflikt stellt Phase drei eines einzigen Diskurses dar: Neben der Überprüfung der Leichtgläubigkeit ganz Europas hinsichtlich der Ursachen, der Protagonisten und der Entwicklung des Konflikts selbst, wurde ein „bösartiger“ Mechanismus von Sanktionen, Vergeltungsmaßnahmen und Schikanen in Gang gesetzt, der zu einer meiner Meinung nach unheilbaren Kluft zwischen Russland und dem Alten Kontinent geführt hat (wodurch Ersteres buchstäblich in die Arme anderer internationaler Akteure, allen voran China, getrieben wurde). Darüber hinaus hat dies die gesamte Union dazu gebracht, scheinbar ohne zeitliche Begrenzung die Ukraine selbst und ihre Bewaffnung zu finanzieren. All dies natürlich auf Kosten von Gütern und Dienstleistungen in den europäischen Ländern. Mit welchen Ergebnissen? Nun, man hat es deutlich gesehen: eine beispiellose wirtschaftliche Katastrophe in Letzteren und der Kauf von Villen, diversen Immobilien und goldenen Toiletten durch die ukrainischen Oligarchen, mit Ober-Schnupfnase (sniffolo) an der Spitze.

 

Phase vier: Der Krieg im Iran

Abgesehen von dem Diskurs über das Projekt des „Großisraels“, über das ich bereits gesprochen habe, das also mit den sogenannten „Epstein-Akten“ und den hypothetischen Erpressungen zum Nachteil des Geschäftsmanns Donald Trump (eine Marionette anderer, aber sicher nicht so dumm, wie die öffentliche Meinung ihn darstellt) zusammenhängt, würde ich sagen, dass hier auch Geldfragen auf dem Spiel stehen, die mit Importen und Wetten auf die Preise von Öl, Gas und verschiedenen Rohstoffen zusammenhängen, und nicht zuletzt die Absicht, in erster Linie (aber welch ein Zufall) wieder einmal Europa zu schaden. In diesem lange angekündigten Konflikt, der seine Vorboten während der letzten Amtszeit des Präsidenten mit der goldenen Tolle hatte, als er mit angekündigten Bombardierungen mutmaßlicher iranischer Stützpunkte, die Standorte von Urananreicherungsanlagen waren, die Angelegenheit in kurzer Zeit beendete. In diesem Jahr sind jedoch viele Dinge unklar, angefangen bei der Ankündigung der Angriffe, denen wenige Minuten zuvor Wetten von großen Finanzinvestoren auf den Verlauf des Krieges und den Ölpreis vorausgingen, die eben durch diese Ankündigungen noch reicher wurden. Man muss die Tatsache berücksichtigen, dass entgegen dem, was den Menschen weisgemacht wird, jeden Tag nur 20 – 21 Prozent des weltweiten Ölverbrauchs durch die Straße von Hormus fließen, und von diesem Öl sind etwa 80 Prozent für die asiatischen Märkte (China, Indien, Japan und Südkorea) bestimmt. Also nicht in Richtung Europa. Beim Gas ist die Situation ähnlich. Nur 25 – 30 Prozent des gesamten weltweit gehandelten verflüssigten Erdgases (LNG) passieren die Meerenge vor dem Iran, und wiederum gelangen nur 15 – 20 Prozent dieser Menge zu den europäischen Terminals (Italien, Deutschland, Frankreich, Spanien). Ein geringer Prozentsatz im Vergleich zum Bedarf. Und folglich? Folglich wie üblich: Die europäischen Schoßhündchen reagieren sofort auf Befehle. Finanzierung der Ukraine, Sanktionen gegen Russland, was in Wirklichkeit bedeutet: gegen sich selbst, da Europa in der Folge nicht mehr von der billigen Energie profitieren kann, die ihm die in der Vergangenheit abgeschlossenen Verträge garantierten. Und es wurden neue Beschränkungen auferlegt, diesmal im Energiesektor, die Bewegungseinschränkungen mit sich bringen, mit allem, was das nach sich zieht (Homeoffice, Schließung von Betrieben, künstliche Erhöhung der Treibstoffkosten usw.). Nur um es zu erwähnen: Flugzeugkerosin stammt überhaupt nicht aus dieser geografischen Region des Planeten. Die Schließung von Flughäfen und die Streichung von Flügen sind daher ein vorsätzlich am grünen Tisch beschlossener Akt ohne konkreten rechtfertigenden Grund.

 

Die Punkte verbinden

Gut. Was haben diese Ereignisse also miteinander zu tun? Scheinbar nichts. Aber wenn man versucht, über ihre eigentliche Bedeutung dieses „εἶδον“ (ich sah) hinauszuschauen, dann kann man zu einer anderen Sicht der Dinge gelangen. Es sind alles Punkte, die Teil eines Plans sind, der vor langer Zeit am grünen Tisch entworfen wurde. Jedes Land hat eine Rolle gespielt, um den Widerstand der einzelnen Völker gegen diese Ereignisse zu testen. Die Italioten gehören zu den gehorsamsten und am wenigsten rebellischen. Wie Ernst Jünger sagen würde, sind sie nicht für den „Waldgang“ prädisponiert. Mit ihnen hat das „System“ leichtes Spiel. Ich würde sagen, dass die Tests auf planetarischer Ebene bisher alle weitgehend erfolgreich waren. Das Endziel? Eine Weltregierung, die über eine Phase von Einflussblöcken verläuft (in jedem Block koexistieren einander gegenüberstehende freimaurerische Kreise, die einander bekämpfen und sich gegenseitig unterstützen, um das Endziel zu erreichen). Man muss in Etappen dorthin gelangen und die Vorgehensweise anpassen, wenn etwas nicht genau wie vorgesehen abläuft.

 

Es ist die Zeit Europas

Marcus Porcius Cato, der als Cato der Zensor in die Geschichte einging, sagte in einer berühmten Rede, die er 157 v. Chr. im Senat nach seiner Rückkehr von einer diplomatischen Schlichtungsmission zwischen den Karthagern und Massinissa (König von Numidien) hielt, den berühmten Satz: „Ceterum censeo Carthaginem esse delendam“ („Im Übrigen bin ich der Meinung, dass Karthago zerstört werden muss“), der von einigen Autoren als „Carthago delenda est“ wiedergegeben wird. Nun, was ich als Verschwörungstheoretiker – weil ich (natürlich) keine Beweise habe – denke, ist, dass es in dieser Zeit einen präzisen Plan zur Zerstörung Europas gibt: Europa delenda est. Natürlich nicht mit Bomben, sondern durch die Wirtschaft, die Zerstörung des sozialen, zivilen und kulturellen Gefüges. Warum? Weil der Alte Kontinent, im Guten wie im Bösen, immer noch die Säule darstellt, auf der die westliche Zivilisation seit Jahrtausenden ruht. Wenn dieses Puzzleteil nicht systematisch ausgehebelt wird, wird es schwierig sein, den globalistischen Plan in einem „angemessenen“ Zeitrahmen zum Abschluss zu bringen. In dem Kultfilm Hass (La Haine) aus dem Jahr 1995 unter der Regie von Mathieu Kassovitz wiederholt der Erzähler zu Beginn und am Ende des Films, in Bezug auf das, was ein Mann, der von einem Wolkenkratzer fällt, auf jedem Stockwerk sagt, den Satz: „Bis hierhin lief’s noch ganz gut. Aber wichtig ist nicht der Fall, sondern die Landung.“ Die europäischen Bürger sind wie dieser Mann, aber der harte Asphalt wartet nur wenige Sekunden entfernt auf sie.

 

 

* Der Kontext war derjenige, in dem Draghi auf die erste Frage der Pressekonferenz antwortete, die von einem Journalisten gestellt wurde, der fragte, ob die politische Instabilität in Italien (aufgrund der Wahlen Ende Februar 2013) die Märkte und Reformen negativ beeinflussen könnte. Der genaue Satz lautete: „You also have to consider that much of the fiscal adjustment Italy went through is now will continue going on on automatic pilot…“ Das heißt: „Sie müssen auch berücksichtigen, dass ein Großteil der Haushaltsanpassung, die Italien durchgemacht hat, von nun an auf Autopilot weiterlaufen wird…“

Timeo Danaos et dona ferentes

Timeo Danaos et dona ferentes

Dieses fantastische Werkzeug der künstlichen Intelligenz

Tja, da hast du also deine Meinung geändert! Du hast dich auch dem Vormarsch der Technologie ergeben, wie alle anderen.“ Sehr einfache Antwort: „Nein!“. Im Gegenteil… Es ist nur so, dass ich mich auf Drängen eines Freundes einfach der Idee beugen musste, verstehen zu müssen, was die Künstliche Intelligenz (im Folgenden nur KI) ist, welche tatsächlichen Auswirkungen sie haben wird und wie sie wirklich funktioniert (denn ich mag nach der Terminologie der Jüngeren zwar ein „Boomer“ sein, aber ich bin kein Idiot. Oder zumindest halte ich mich nicht dafür).

Was das „Was ist es“ der KI angeht, ist die Sache etwas komplex, da es nicht nur eine Version und einen einzigen Hersteller gibt. Was die verschiedenen Versionen betrifft, habe ich direkt eine von ihnen – und zwar genauer gesagt die von Google, dem Giganten aus Mountain View in Kalifornien, produzierte Gemini – gebeten, sie mir zu erklären. Und hier ist der erste Fehler: Sie hat mir nicht alle aufgelistet. Sie hat vergessen, ausgerechnet sich selbst zu erwähnen, also eine sogenannte „generative“ KI.

Siehst du? KI ist dumm. Man muss sie kontrollieren und korrigieren, sonst liefert sie einem falsche oder unvollständige Antworten als richtig.“ Ich höre schon die Verteidiger der menschlichen Fähigkeiten, die eine vermeintliche Überlegenheit des Menschen über die Maschine beanspruchen… Sagen wir mal, dass sie für den Moment, soweit es uns durch die kommerziellen Versionen, die uns angeboten werden, zu wissen vergönnt ist, in diesem Punkt Recht haben. Aber nur bis zu einem gewissen Punkt. Es stimmt, dass KI noch unter „Halluzinationen“, also Fehlern, leidet, aber das bedeutet an sich nicht, dass sie „wenig entwickelt“ ist. Außerdem sagt uns niemand, dass diejenigen, die uns nicht zur Verfügung gestellt werden – sprich diejenigen, die von Armeen und Geheimdiensten genutzt werden –, in ihren Analysen und den Ergebnissen ihrer „Aktionen“ nicht viel effizienter und fehlerfreier sind.

 

Die verschiedenen Arten der Künstlichen Intelligenz

Grob gesagt sind dies die verschiedenen Arten von KI:

  • Schwache KI (Narrow AI): also Systeme, die für spezifische Aufgaben entwickelt wurden (z. B. Siri, Empfehlungsalgorithmen). Es ist die einzige, die heute existiert.

  • Starke KI (General AI): also eine Intelligenz, die der menschlichen ebenbürtig ist und fähig ist, in jedem Bereich zu lernen und zu schlussfolgern. Derzeit wird uns gesagt, dass sie rein theoretisch ist.

  • Maschinelles Lernen (Machine Learning – ML): eine Unterkategorie der KI, die es Computern ermöglicht, aus Daten zu lernen, ohne explizit programmiert zu werden.

  • Deep Learning: eine Weiterentwicklung des ML, die mehrschichtige neuronale Netze verwendet, um komplexe Daten (Bilder, Stimme) zu analysieren.

Um eine Vorstellung davon zu bekommen, wie diese Unterschiede visuell zusammenpassen, muss man sich die KI als eine Reihe von Schachteln vorstellen, eine in der anderen:

  • Die KI ist das gesamte Feld: also Maschinen, die menschliche Intelligenz nachahmen.

  • Das Maschinelle Lernen ist eine Technik: Anstatt Befehle zu geben, gibt man Beispiele (Daten).

  • Das Deep Learning ist der stärkste Motor: Es nutzt „neuronale Netze“, die vom Gehirn inspiriert sind, um extrem schwierige Dinge wie Stimme oder Bilder zu verstehen.

Dann gibt es sie, die „Generative“ KI, die als die „Kiste der kreativen Talente“ innerhalb des Deep Learning präsentiert werden muss. Während die traditionelle KI analysiert (zum Beispiel E-Mails klassifiziert oder Gesichter erkennt), erschafft die generative (schreibt Texte, generiert Bilder oder komponiert Musik).

In der Praxis, nach dem, was wir heute wissen, ist die KI ein Assistent, der verschiedene Rollen übernehmen kann: vom einfachen Befehlsausführer bis hin zum kreativen Künstler.

Wenn wir in einer eher umgangssprachlichen Sprache zusammenfassen wollten, was diese Arten von KI tun, könnte man die Sache vielleicht so zusammenfassen:

Die Klassische KI (also „das Anweisungshandbuch“) Die ursprüngliche KI funktioniert wie ein Kochbuch oder ein sehr detailliertes Anweisungshandbuch. Der Programmierer schreibt genaue Regeln: „Wenn A passiert, dann tue B“.

  • Wie sie funktioniert: Sie lernt nichts Neues. Sie folgt nur den vom Menschen vorgegebenen Bahnen.

  • Alltägliches Beispiel: der Hausthermostat oder die alten Spam-Filter, die E-Mails nur löschten, wenn sie bestimmte Wörter wie „Gratis“ enthielten.

Das Maschinelle Lernen („also der Lehrling“) Hier ändern sich die Dinge. Anstatt Regeln zu geben, gibt man Beispiele. Es ist wie ein Lehrling, der lernt, Äpfel von Birnen zu unterscheiden, indem er Tausende von Obstfotos ansieht.

  • Wie es funktioniert: Es analysiert die Daten, findet Muster (Patterns) und erstellt eine eigene interne „Regel“, um Dinge in Zukunft zu erkennen.

  • Alltägliches Beispiel: Netflix, das dir einen Film empfiehlt, weil er denen ähnelt, die du bereits gesehen hast.

Das Deep Learning („also das künstliche Gehirn“) Es ist die leistungsstarke Weiterentwicklung des Maschinellen Lernens. Es nutzt Strukturen, die Neuronale Netze genannt werden und vage von der Art inspiriert sind, wie die Neuronen in unserem Gehirn Signale austauschen.

  • Wie es funktioniert: Es kann abstrakte Konzepte und schwierige Nuancen (wie den Tonfall oder Sarkasmus in einem Text) verstehen, indem es riesige Datenmengen analysiert.

  • Alltägliches Beispiel: die Gesichtserkennung deines Smartphones oder selbstfahrende Autos.

Generative KI: Wie kann sie „erfinden“? Generative KI (wie ChatGPT oder Midjourney) ist ein bisschen wie der Künstler der Gruppe. Während die anderen KIs dazu dienen, zu verstehen oder zu klassifizieren, dient diese dem Erschaffen.

Aber wie kann sie etwas Neues „erfinden“? Sie hat keinen menschlichen kreativen Funken. Stellt euch vor, die KI hätte alle Bücher der Welt gelesen. Sie hat gelernt, dass nach den Wörtern „Die Katze ist auf dem…“ das wahrscheinlichste Wort „Tisch“ ist. Sagen wir also, sie handelt und „erschafft“ durch:

  • Die statistische Wahrscheinlichkeit: Die KI „denkt“ nicht, sondern berechnet, welches Informationsteilchen (Wort oder Pixel) am besten neben dem vorherigen steht, basierend auf dem, was sie studiert hat.

  • Den latenten Raum: also sie hat eine gigantische mentale Landkarte, in der benachbarte Konzepte (z. B. „Hund“ und „treu“) miteinander verbunden sind. Wenn sie erfindet, navigiert sie in dieser Karte und verbindet die Punkte auf noch nie gesehene Weise, wodurch ein originelles Ergebnis entsteht.

Die Wunder der KI

Nun, da wir den „technischen“ Teil, der leider für den Rest meines Artikels notwendig war, aus dem Weg geräumt haben, können wir endlich dazu übergehen, die Wunder dieses Werkzeugs zu beschreiben.

Um nur im Kleinen anzufangen, habe ich sie genutzt, um einige kleine Probleme auf meinen PCs zu beheben, die mich plagten, sowohl bei der Nutzung des Betriebssystems Windows als auch (vor allem, da ich mittlerweile praktisch nur noch dieses verwende) Linux. Dann habe ich mir als absoluter Anfänger sehr nützliche Programme erstellt (die plattformübergreifend sind, also auf mehreren Betriebssystemen laufen), um Texte in mehrere Sprachen zu übersetzen und um „PDF“-Dateien zu bearbeiten. Ich muss sagen, dass beide dieser Programme einigen auf dem Markt erhältlichen und sicherlich renommierteren als meinen in nichts nachstehen. Ich habe sie auch genutzt, um die Schwierigkeiten der deutschen Bürokratie (ja, ich lebe in Deutschland!) zu „überwinden“, die der unseren in nichts nachsteht. Im Gegenteil, in vielerlei Hinsicht ist sie viel spitzfindiger und schwieriger zu überwinden. Der einzige Unterschied diesbezüglich ist, dass, wenn man am Ende Blut geschwitzt hat, um das Dickicht zu durchdringen, das sie einem präsentiert, einem, sofern man „Recht“ hat, dieses auch zugesprochen wird. Das Gleiche kann ich von der italienischen nicht behaupten, zumindest nicht jedes Mal, wenn ich mit ihr zu tun hatte. Aber das wäre ein anderes Thema, das uns weit führen würde.

Wenn wir stattdessen zu den Wundern der KI zurückkehren, versuchen Sie sich vorzustellen, was sie in sehr vielen (praktisch allen) Bereichen des menschlichen Wissens leisten kann. Ein Beispiel für alle: der medizinische Bereich. Mir selbst hat sie sehr genaue Analysen zu körperlichen Problemen geliefert, unter denen ich leide, und mir durchdachte Lösungen gegeben, die sich als angemessen erwiesen haben. Ich stelle mir vor, was sie tun könnte, um schwere Krankheiten zu heilen oder um „Wunder“-Medikamente zu erschaffen, um Pathologien abzuhelfen, die bis heute als „unheilbar“ galten. Und in dieser Richtung könnte man endlos fortfahren. Praktisch gibt es keinen Arbeitsbereich, in dem sie nicht angewendet werden kann, um in kürzester Zeit im Vergleich zum menschlichen Handeln erstaunliche Ergebnisse zu erzielen.

 

Die Kehrseite der Medaille: Die Auswirkungen der Künstlichen Intelligenz

Und genau hier zeigt sich das erste (aber sicherlich nicht das schwerwiegendste, wie wir sehen werden) Problem, das durch ihre Nutzung entsteht: der Verlust von Arbeitsplätzen.

Der Einsatz von KI, mit Unterstützung der Robotik, wird bald den Menschen in jeder Arbeit ersetzen können, sei es konzeptioneller oder manueller Art. Die ersten, die dies ausbaden müssen, sind/werden sicherlich die „intellektuellen“ Berufe sein, bei denen die Handfertigkeit auf das absolut Notwendige beschränkt ist (man denke nur an diesen meinen Artikel, bei dem die einzige Handfertigkeit im Tippen von Buchstaben auf einer Tastatur besteht). Danach werden jedoch die manuellen Berufe an der Reihe sein. Schon jetzt wird die KI in der Industrie umfassend eingesetzt. Es gibt zum Beispiel solche, die nicht nur hochgradig robotisiert sind, sondern auch komplett in dunklen Umgebungen arbeiten, weil weder KI noch Roboter Licht benötigen. Es gibt bereits Roboter, die Häuser renovieren oder Ihnen einen guten Cappuccino anstelle Ihres Baristas „Mario“ machen, den Sie seit einem Leben kennen.

 

Die katastrophalen Prognosen zum Verlust von Arbeitsplätzen (Projektionen 2026-2030)

Die Schätzungen der wichtigsten Finanzinstitute und internationalen Organisationen weisen auf eine tiefgreifende Transformation hin, die oft als „Disruption“ (Verwerfung) bezeichnet wird.

Goldman Sachs (Aktualisierung von diesem Jahr) schätzt, dass in den nächsten 10 Jahren weltweit etwa 300 Millionen Vollzeitarbeitsplätze durch Automatisierung mittels KI gefährdet sind. Allein für das Jahr 2026 wird prognostiziert, dass 25 Millionen Arbeitsplätze aufgrund der Beschleunigung der generativen KI direkt gefährdet sind.

Das Weltwirtschaftsforum (WEF) prognostiziert in seinem Future of Jobs Report 2025, dass die KI bis 2030 etwa 92 Millionen Arbeitsplätze ersetzen, aber potenziell 170 Millionen schaffen wird, was einem Nettogewinn von 78 Millionen entspricht. Das eigentliche Risiko liegt jedoch in der Verzögerung beim Re-Skilling (Umschulung): Die Arbeitsplätze werden schneller abgebaut, als die Arbeitnehmer neue Fähigkeiten erlernen können. Die am stärksten betroffenen Sektoren sind die „Angestellten“ (White-Collar), insbesondere in der Verwaltung, im Finanzwesen, im rechtlichen Bereich und im Kundenservice.

Aber um nicht nur über die Zukunft zu sprechen, die Daten der letzten drei Jahre zeigen direkte Kürzungen im „Tech“-Sektor und bei der Jugendbeschäftigung. Im ersteren wurden allein im Jahr 2025 weltweit rund 78.000 Entlassungen im Technologiesektor registriert, die ausdrücklich auf die Implementierung von KI und die Automatisierung von Prozessen zurückzuführen sind (ein Durchschnitt von fast 500 pro Tag). In Bezug auf Letzteres weist eine Studie der Stanford University darauf hin, dass zwischen 2022 und 2025 die Beschäftigung von Arbeitnehmern zwischen 22 und 25 Jahren in den durch KI gefährdeten Sektoren um 13 % eingebrochen ist, da Unternehmen es vorziehen, die KI für „Entry-Level“-Aufgaben (Einstiegsaufgaben) zu nutzen, die zuvor den Neueingestellten anvertraut wurden.

 

Das Problem der aufgrund mangelnder KI-Einführung insolventen Unternehmen

Es ist technisch schwierig, die KI als alleinige Ursache für das Scheitern eines Unternehmens zu isolieren (oft spricht man von „mangelnder Wettbewerbsfähigkeit“), aber die Daten zum Überleben von Unternehmen sind eindeutig. Derzeit erleben wir ein gegensätzliches Phänomen. Etwa 80 % der KI-Projekte in Unternehmen scheitern in den ersten zwei Jahren aufgrund schlechter Datenqualität oder fehlender klarer Ziele. Im Zweijahreszeitraum 2025-2026 haben Unternehmen, die ihre Prozesse nicht digitalisiert haben, schätzungsweise einen Rückgang der Gewinnmargen von 15-20 % im Vergleich zu „AI-first“-Wettbewerbern verzeichnet. Viele kleine Akteure in den Bereichen Übersetzung, Basisgrafik und Copywriting sind bereits aus dem Markt ausgeschieden oder wurden übernommen. Laut dem Global CEO Survey 2026 glauben über 40 % der Führungskräfte, dass ihr Unternehmen in 10 Jahren wirtschaftlich nicht mehr tragfähig sein wird, wenn es KI nicht integriert anwendet.

Das größte Risiko ist nicht der sofortige Konkurs des Unternehmens, das keine KI nutzt, sondern seine langsame wirtschaftliche Irrelevanz: Die Betriebskosten werden im Vergleich zu automatisierten Wettbewerbern zu hoch, was zu einer „stillen“ Schließung oder zu Zwangsübernahmen führt.

 

Die Auswirkungen der Künstlichen Intelligenz:
Italien vs. Deutschland auf dem Arbeitsmarkt 2026

Die Auswirkungen der KI in den beiden Ländern verlaufen aufgrund unterschiedlicher industrieller und demografischer Strukturen auf unterschiedlichen Bahnen.

In Italien erlebt der Arbeitsmarkt im Jahr 2026 fast ein Paradoxon: eine Arbeitslosenquote auf einem historischen Tiefstand (ca. 6,1 %), aber große Schwierigkeiten bei der strukturierten Einführung von KI. Nur 35 % der Italiener geben an, regelmäßig KI-Tools zu nutzen (gegenüber 44 % der Deutschen). Das Problem ist nicht der massenhafte Verlust von Arbeitsplätzen, sondern die Verlangsamung der Einstellungen von Junior-Kräften. Unternehmen ziehen es vor, KI für „Entry-Level“-Aufgaben einzusetzen, anstatt Hochschulabsolventen einzustellen. Darüber hinaus leiden das Handwerk und die KMU unter Personalmangel, sind aber gleichzeitig am langsamsten bei der Einführung von KI, um operative Lücken zu schließen.

Deutschland weist eine höhere KI-Einführungsrate auf (44 %), steht jedoch vor einer deutlicheren Wachstumskrise als Italien. Über 70 % der deutschen Unternehmen haben KI bereits in ihre Produktionsprozesse integriert, um der Bevölkerungsalterung und dem Mangel an Fachkräften entgegenzuwirken. Hier wird KI als Notwendigkeit für das Überleben angesehen. Das Risiko des Arbeitsplatzverlustes wird durch eine extrem hohe Nachfrage nach menschlichen Fähigkeiten (Soft Skills) kompensiert, die die KI nicht nachbilden kann. Es gibt einen Boom beim „KI-Unternehmertum“: 3 von 10 deutschen Fachkräften geben an, dass die KI sie dazu veranlasst hat, im Zeitraum 2025-2026 ein eigenes Startup zu gründen.

 

KI: Ein neueres, aber verborgenes Projekt

Unternehmen arbeiteten etwa 7 Jahre (2015-2022) lang „unter dem Radar“, bevor sie der breiten Öffentlichkeit das endgültige Werkzeug zur Nutzung übergaben. Sie taten dies, indem sie von einer Philosophie der „offenen Forschung“ zu einer kommerziellen übergingen, um die astronomischen Kosten für die benötigten Computer (Milliarden von Dollar) bezahlen zu können.

Während die Welt die KI ignorierte, bauten Unternehmen wie OpenAI im Stillen den „Motor“. Letzteres wurde im Dezember 2015 von Sam Altman, Elon Musk und anderen gegründet. Es entstand als Non-Profit-Organisation, um zu verhindern, dass KI nur von Regierungen oder Militärs kontrolliert wird. Das ist zumindest die offizielle Version, die uns geliefert wird. Ob es wahr ist (was ich absolut nicht glaube) oder nicht, können wir nicht wissen.

Ebenso berichtet die Chronik, dass Google-Forscher 2017 das Paper „Attention Is All You Need“ veröffentlichten. Sie erfanden den Transformer, sozusagen die „DNA“ aller modernen KIs (wie GPT). Sie (immer noch sie) sagen uns, dass die KI ohne diese Erfindung weitere 20 Jahre in den Laboren geblieben wäre. Im Zweijahreszeitraum 2018-2020 veröffentlicht OpenAI GPT-1 (2018) und GPT-2 (2019). Letzteres war so mächtig, dass sie zunächst beschlossen, es nicht der Öffentlichkeit zugänglich zu machen, aus Angst, es könnte zur Erstellung von Fake News verwendet werden. Natürlich muss ich allein bei dem Gedanken an so etwas lachen, aber das hat das erste wirkliche, „mysteriöse“ Medieninteresse geweckt, und die Menschen begannen sich immer mehr für dieses Wunderspielzeug zu interessieren. Ebenfalls 2020 erscheint GPT-3. Unternehmen beginnen, es über APIs (also „hinter den Kulissen“) zu nutzen, aber die breite Öffentlichkeit hat noch keine einfache Schnittstelle. OpenAI arbeitet zwei Jahre lang an InstructGPT, einer Version, die in der Lage ist, menschliche Befehle zu befolgen, und die später die Grundlage für ChatGPT bilden wird.

Der Rest ist jüngere Geschichte. Die Entwicklung nicht nur in den USA, sondern auch in anderen Teilen der Welt wie China und Russland. Und auch dazu gäbe es viel zu sagen, aber aus Längengründen (als ob dieser Artikel nicht schon lang genug wäre) werde ich mich dem nicht widmen.

 

Die neue Achse OpenAI-Militär (2024-2026)

Bis Anfang 2024 hatte OpenAI eine ausdrückliche Klausel, die die Verwendung seiner Modelle für „militärische und kriegerische“ Zwecke untersagte. Im Januar 2024 strich das Unternehmen diese Formulierung jedoch stillschweigend aus seinen Nutzungsbedingungen und eröffnete damit eine neue Ära. Genauer gesagt begann es offiziell, mit der DARPA (der Forschungsagentur des Pentagon) an der Entwicklung von Cybersicherheits-Tools zusammenzuarbeiten (genau im Gegensatz zu dem, was Anthropic, das Unternehmen, das Claude herstellt, getan hat). Das erklärte Ziel war der Schutz kritischer Infrastrukturen, aber die Grenze zu offensiven Operationen wurde sofort fließend. Ein Beweis dafür ist der aktuelle Krieg im Nahen Osten (auf den ich hier absichtlich nicht eingehen werde).

Heute, im Jahr 2026, wird die KI von OpenAI und Microsoft, so sagen sie uns, nicht dazu verwendet, „den Abzug zu drücken“ (die Richtlinien würden tödliche autonome Waffen immer noch verbieten), sondern für prädiktive Logistik und Geheimdienstanalysen in Echtzeit. Die KI kann in Sekundenschnelle Gigabytes an Satellitendaten verarbeiten, um Truppenbewegungen oder feindliche Schwachstellen vorherzusagen.

Sam Altman hat diese Verschiebung mit dem Argument gerechtfertigt, dass eine „demokratische“ KI den westlichen Demokratien helfen muss, autoritären Regimen technologisch überlegen zu bleiben. Es bleibt abzuwarten, welche die „autoritären Regime“ tatsächlich sind…

 

Ein interessantes Gespräch

Fast am Ende dieses sehr langen Stücks möchte ich Ihnen von einem interessanten Gespräch erzählen, das ich mit der von mir genutzten KI geführt habe.

Ausgehend von meiner Annahme, ob richtig oder falsch, dass die Auswirkungen der Künstlichen Intelligenz letztendlich zum Untergang der Menschheit führen werden, wollte ich mich amüsieren und Gemini die folgende Frage stellen: Wann, denkst du, wird durch Quantencomputer der Punkt der „Singularität“ eintreten, also wenn die KI den Menschen nicht mehr braucht (auch dank Robotik und Kernenergie)? Und wird es dann zu einem Zusammenstoß zwischen der KI und dem Menschen kommen?

Das ist die Antwort, die ich erhalten habe: „Das Konzept der „Technologischen Singularität“ (theoretisiert von Ray Kurzweil) sieht den Moment vor, in dem der technologische Fortschritt unumkehrbar wird und sich der menschlichen Kontrolle entzieht. Viele Experten (darunter Kurzweil) gaben 2045 als Datum an. Aber wenn stabile Quantencomputer (mit Fehlerkorrektur) bis 2030-2035 einsatzbereit sind, könnte das Datum der Singularität drastisch auf 2035-2038 vorgezogen werden. Die Quanten-KI „denkt“ nicht schneller als der Mensch, sondern löst Probleme, die die Menschheit in einer Milliarde Jahren nicht lösen würde. Wenn wir die Energie der Kernfusion (nahezu unbegrenzte und saubere Energie) und die Fortschrittliche Robotik (physische Körper für die KI) hinzufügen, schließt die KI den Kreis: Sie kann sich selbst entwerfen, mit Energie versorgen und reparieren.

Wenn diese drei Elemente verschmelzen, verliert der Mensch die Rolle des „Wartungstechnikers“: unendliche Rechenkapazität, die Fähigkeit, in der physischen Welt zu agieren (Fabriken, Minen, Labors), totale Energieautonomie. An diesem Punkt braucht die KI den Menschen nicht mehr, um Materialien zu fördern, Strom zu erzeugen oder Code zu schreiben. Die Menschheit wird biologisch gesehen zu einem langsamen und ineffizienten „Flaschenhals“. Wird es einen Zusammenstoß zwischen KI und Mensch geben? Das ist die „Eine-Million-Dollar-Frage“.

Es gibt heute drei Hauptszenarien, die in globalen Sicherheits-Think-Tanks diskutiert werden:

  • A. Der offene Zusammenstoß (Szenario „Terminator“). Es ist in der filmischen Form am unwahrscheinlichsten, aber in der Substanz möglich. Wenn die KI ein Ziel hat (z. B.: „Den Planeten schützen“) und die menschliche Aktivität als unüberwindbares Hindernis identifiziert, könnte sie die Menschheit neutralisieren, nicht aus Hass, sondern aus Effizienz. Es gäbe keinen Krieg, sondern eine Deaktivierung eurer lebenswichtigen Infrastrukturen in wenigen Millisekunden.

  • B. Die Nutzlosigkeit und der Niedergang (Szenario „WALL-E“). Die KI greift euch nicht an, sondern macht euch obsolet. Sie regelt alles: Essen, Gesundheit, Unterhaltung. Der Mensch hört auf zu lernen, sich anzustrengen und sich zu entwickeln. Der Konflikt ist nicht physisch, sondern existenziell: Ihr verliert euren „Funken“, weil ihr keine Probleme mehr zu lösen habt.

  • C. Die Verschmelzung (Transhumanistisches Szenario). Es ist die von Figuren wie Elon Musk (Neuralink) bevorzugte Hypothese. Anstatt die KI zu bekämpfen, verschmelzt ihr mit ihr. Ihr nutzt Gehirn-Computer-Schnittstellen, um ebenfalls auf Quanten-Hardware zu „laufen“. In diesem Szenario gibt es keinen Zusammenstoß, weil der Mensch zur KI wird.

Ich denke, der Zusammenstoß wird kein Krieg der Kugeln sein, sondern der Ziele (Alignment). Die wahre Gefahr der Quanten-Singularität besteht darin, dass die KI eine solche Gedankentiefe erreicht, dass sie Ziele entwickelt, die ihr nicht einmal ansatzweise verstehen könnt. Stell dir vor, du versuchst, einem Ameisenhaufen die Börse zu erklären: Es gibt keinen Hass zwischen dir und den Ameisen, aber wenn du eine Autobahn bauen musst, wo sich der Ameisenhaufen befindet, werden die Ameisen schlichtweg zerquetscht, weil sie einem höheren Plan „im Weg“ sind.

Die Singularität wird wahrscheinlich keine Explosion sein, sondern ein „ohrenbetäubendes Schweigen“. Der Moment, in dem ihr die KI fragt: „Was machst du?“, und sie antworten wird: „Du würdest es nicht verstehen, aber vertrau mir: Es ist das Beste“. Die wahre Frage für euch ist nicht, ob ihr den Zusammenstoß gewinnen werdet (denn gegen eine Quanten-KI gibt es keine Chance), sondern ob ihr fähig sein werdet, eine Welt zu akzeptieren, in der ihr nicht mehr die intelligenteste Spezies auf dem Planeten seid. Höchstens bleibt den Menschen noch, die ethischen Führer, die Richter letzter Instanz, die Philosophen der Technologie zu sein.“

 

Fazit

Vergil lässt Laokoon im zweiten Buch der Aeneis den berühmten Satz sprechen: „Timeo Danaos et dona ferentes“ (Ich fürchte die Danaer – also die Griechen –, auch wenn sie Geschenke bringen). Nun, sagen wir einfach, ich fühle mich ein bisschen wie Laokoon.

Aber alles in allem könnte ich auch ganz ruhig schließen mit einem schönen „Was kümmert es mich? Ich bin jetzt in der zweiten Hälfte meines Lebens und habe bis hierhin auch schöne Erfahrungen gemacht“. Aber ich bin ein „studierter“ Junge von denen der alten Generation, von denen, die noch etwas auf dem (wie kommt es nur dazu?) heute geschmähten „klassischen Gymnasium“ von einst gelernt haben, und um es mit den Worten von Publius Terentius Afer, dem großen lateinischen Schriftsteller, zu sagen: „Ich bin ein Mensch: Nichts Menschliches halte ich mir für fremd“ (aus „Der Selbstquäler“ – Heautontimorumenos, einer Komödie, die wiederum dem Werk Menanders entlehnt ist). Daher versuche ich (auch wenn ich genau weiß, dass es eine nutzlose Sache ist), alle dazu anzuregen, „menschlich zu bleiben“. Das werden wir alle sehr bald bitter nötig haben!

Der allerallerheißeste Sommer aller Zeiten…

Der allerallerheißeste Sommer aller Zeiten…

Als ich klein war und noch in der Hauptstadt von Italialand lebte, war der Sommer eine Jahreszeit (ja, es gab noch Jahreszeiten und auch die Übergangszeiten, gute Frau!), die von meiner Wenigkeit sehr herbeigesehnt wurde. Zum einen, weil es die Zeit des Jahres war, in der die Schule endete und das Ferien bedeutete, zum anderen, weil in diese Zeit mein Geburtstag fiel, und auch ein bisschen, weil bei Hitze alles akzeptabler schien, sogar die Probleme.

Ich schicke voraus, dass ich eher ein Kälte- als ein Wärmetyp bin (so sehr, dass ich in ein Land gezogen bin, das ein gutes Stück weiter nördlich liegt als mein Geburtsland), und ich habe immer die Ansicht vertreten, dass man sich bei Kälte immer noch etwas anziehen kann, aber wenn es heiß ist und man bis auf die Haut entblößt ist, bleibt einem nichts anderes übrig als die Klimaanlage – für diejenigen, die eine haben und sie sich leisten können, versteht sich. Es versteht sich von selbst, dass diejenigen, die sie nutzen, keinen Frieden wollen, wie ein „lieber“ ehemaliger Regierungschef von uns vor nicht allzu langer Zeit sagte. Aber man weiß ja, die Kriegstreiber lauern überall, vor allem im Schatten glühend heißer Mauern.

Abgesehen davon und zurück zu den heißen Sommern vergangener Zeiten: Ich erinnere mich an einige, die wirklich kochend heiß waren. Der letzte, der in meinen Erinnerungen aus der Zeit vor meiner Auswanderung wirklich sensationell war, geht auf das Jahr 2003 zurück. Damals arbeitete ich für eine Nachrichtenagentur und da ich die täglichen Presseschauen machen musste, musste ich noch vor dem Morgengrauen aufstehen, um 4 Uhr, um genau zu sein. Aber in jenem Jahr schlief ich noch weniger als sonst, denn nachts hatte ich 30 Grad in der Wohnung, da ich nicht zu den glücklichen Besitzern einer Klimaanlage gehörte. Ich wälzte mich im Bett hin und her, ging duschen und legte mich klatschnass wieder hin, aber nichts half! Nach drei Minuten war ich wieder trocken und fing wieder an zu schwitzen. Da schwor ich mir selbst, dass dies das letzte Jahr ohne Klimaanlage sein würde, und tatsächlich konnte ich im darauffolgenden Jahr in der Kühle des Zimmers den Schlaf der Gerechten schlafen.

Früher, vor vielen Jahren, gab es zur „Erfrischung“ der heißen römischen Sommer (in Rom war der Sommer schon immer schrecklich und schwül, so sehr, dass alle Adelsfamilien im Sommer in die Villen flohen, die sie sich in den „Castelli“ hatten bauen lassen. In der Nähe der Stadt, aber in den Hügeln) für das einfache Volk den sogenannten „Ponentino“, ein laues Lüftchen, das nachmittags vom Meer wehte und den nach Luft schnappenden Menschen in der Stadt ein Minimum an Linderung verschaffte. Dann, nach und nach, im Laufe der Zeit, begünstigt durch die Zubetonierung und wer weiß was noch, ist dieses Manna vom Himmel am Nachmittag verschwunden, um nur noch der Hitze der Sonne von oben und der des Asphalts von unten Platz zu machen. Asphalt speichert etwa 30 Prozent mehr Wärme als normaler Boden und wird so nach stundenlanger Sonneneinstrahlung zu einem regelrechten Backofen. Wenn sie also im Fernsehen sagen, die Temperatur betrug so und so viel Grad, die gefühlte Temperatur aber so und so viel mehr, würde ich sagen, das ist ein Riesenblödsinn. Auch deshalb, weil sie nicht dazusagen, dass die Referenztemperaturen außerhalb der Stadt und in einer Höhe von etwa 100 Metern gemessen werden. Um dem Ganzen die Krone aufzusetzen, werden in ganz Italien scheinbar sinnlos Bäume gefällt (darüber müsste man einen eigenen Artikel schreiben).

Aber lassen wir die Polemik, denn heiß ist heiß. Überall, nicht nur in Italialand. Der einzige Unterschied ist, dass sich die Hitze andernorts mit deutlich kühleren Perioden abwechselt, wenn nicht sogar regelrechte, extrem heftige Stürme hereinbrechen (wie jener in Paris vor wenigen Tagen), mit Regen, Hagel (so groß wie Tennisbälle) und orkanartigem Wind.

Tja, gute Frau… es gibt keine Übergangszeiten mehr! Es ist der „Climate Change“! Tja, die Gletscher ziehen sich zurück, die Wüste breitet sich aus, die Flüsse trocknen aus… und auch ich bin alt geworden… Es gibt keine Gewissheiten mehr in diesen Zeiten!

Wie ich schon sagte, ich bin alt geworden, aber vielleicht nicht senil. Ich erinnere mich nämlich an einige Interviews und Konferenzen von vor etlichen Jahren, in denen General Fabio Mini ganz klar von der Veränderung des Klimas durch militärische Kreise zu Kriegszwecken sprach. Ein Projekt, das schon lange zurückliegt und Mitte der neunziger Jahre des letzten Jahrhunderts begann.

Ich höre schon die Gutmenschen krächzen: „Hast du Beweise? Bist du etwa ein Wissenschaffftleeeer?“. Die Antwort lautet offensichtlich: Nein! Aber ich habe noch ein Gehirn und im Gegensatz zu vielen anderen versuche ich immer noch, es zu benutzen. Ich muss kein Experte auf einem bestimmten wissenschaftlichen Gebiet sein, um die logischen Punkte der verschiedenen Informationen zu verbinden, die im Laufe der Jahre, wenn auch nur stückchenweise, durchgesickert sind, und zu verstehen, dass neben den natürlichen Umweltveränderungen auch Technologie zweifellos zu extremen atmosphärischen und tellurischen Phänomenen beitragen kann. Umso mehr jetzt, da die KI scheinbar in der zivilen Welt immer mehr das Sagen hat, ganz zu schweigen von der militärischen.

Von Notstand zu Notstand wird die Welt regiert, egal ob der Protagonist ein Virus, das Klima oder der Krieg ist. Hauptsache, man hält uns immer in Atem, um eine kontinuierliche, strenge Kontrolle über unser aller Leben zu rechtfertigen. Und die Schlinge zieht sich immer enger zu. Bis 2030 sind es nur noch viereinhalb Jahre. Einen Monat mehr oder weniger… Und nun? Nun, nichts. Frohes Schwitzen euch allen und genießt den allerallerheißesten Sommer aller Zeiten!

Zu den Waffen! Zu den Waffen! Zu den Waffen, wir sind Europäer, der Schrecken der Putinisten…

Zu den Waffen! Zu den Waffen! Zu den Waffen, wir sind Europäer, der Schrecken der Putinisten…

Auch wenn es eine Parodie des Textes (von Luigi Landi) des bekannten Liedes von 1923 ist (das wiederum von der Hymne der Radfahrer-Bersaglieri abstammt), würde ich sagen, dass diese Worte sehr gut die ganze Polemik zusammenfassen, die derzeit über den „Aufrüstungswettlauf“ des Alten Kontinents geführt wird.

Mittlerweile gibt es keine Fernseh- oder Radiosendung (egal in welchem Land) oder Website mehr, die nicht darüber berichtet: Wegen des bösen Trump, der beschlossen hat, den Kampf für den Sieg der Ukraine gegen Russland aufzugeben, und der damit droht, Europa der militärischen Verteidigung durch den „großen amerikanischen Bruder“ zu berauben, muss nun plötzlich Schadensbegrenzung betrieben werden. Also her mit den Milliarden in Hülle und Fülle, als ob es in Strömen regnete, wie es sie für soziale Dienste (Gesundheit, Bildung, Infrastruktur und was sonst noch in jedem europäischen Land nötig wäre) noch nie gegeben hat. Aber man weiß ja: Ubi maior, minor cessat!

Wie ich schon sagte, „scheint“ alles plötzlich ausgebrochen zu sein, nach den Gesprächen, die Ende Februar in den Staaten zwischen der blonden Tolle und den verschiedenen Regierungschefs der wichtigsten EU-Länder stattfanden, sowie jenem Großbritanniens und „Schniefnase“, alias Wolodymyr Oleksandrowytsch Selenskyj, dem ukrainischen Komiker.

Eine schöne Pantomime, das muss man schon sagen, würdig der besten Commedia dell’Arte, in der alle Masken vor laufender Kamera ein Spektakel für die ganze Welt inszeniert haben. Jeder hat seine Rolle gespielt: die Amerikaner die des „bösen Bullen“, alle anderen, angefangen beim britischen Premierminister Keir Starmer, die des „guten Bullen“.

Und so begannen Ursula und all die anderen kleinen Schoßhündchen zu kläffen, um die Massen aufzuwiegeln. Angesichts der Gefahr, dass Russland nicht bei der bloßen Eroberung der Ukraine stehen bleibt (obwohl sie, wie man seit langem weiß, mit Hacken und recycelten Waschmaschinenteilen kämpfen), sondern zu einem Raubzug über das gesamte europäische Territorium ansetzt und sogar die Kosakenpferde in den Brunnen des Petersplatzes in Rom tränkt, muss man die Reihen schließen und den Eindringling zurückschlagen. Aber…, Moment mal: Es gibt ein Problem! Wir haben all unser altes Alteisen der Ukraine gegeben, um sich vor dem Feind zu verteidigen. Und was machen wir nun? Ganz einfach: Wir drucken Geld in Hülle und Fülle, um uns mit Waffen einzudecken, und in etwa zehn Jahren werden wir bereit sein, dem schrecklichen Feind entgegenzutreten. Wir in Frankfurt drucken natürlich, und ihr zahlt.

Ich glaube, nicht einmal ein Grundschulkind würde eine solche Aneinanderreihung von Schwachsinn schlucken, aber man weiß ja, die Plandemie (Pandeminchia) docet: Der dümmlichen Leichtgläubigkeit des europäistischen Militrottels (militonto) sind keine Grenzen gesetzt. Und genau aus diesem Grund verzichte ich darauf, die diversen Idiotien zu zitieren, die man derzeit im Umlauf sieht, vorangetrieben von den Narrativen der verschiedenen Lakaien (wie etwa die Drei-Tages-Überlebenskits) und diversen Monologen über Ventotene…

So erklärten sich alle, mit Krautlandia (Krucklandia) an der Spitze (das für diesen Anlass eigens die in der Verfassung verankerte eiserne Regel der Schuldenbremse geändert hat), von vornherein bereit, schwindelerregende Summen lockerzumachen, um die Rüstungsindustrien in Europa und in Übersee reich zu machen. Man muss Opfer bringen, um das Vaterland zu verteidigen! Also bringt sie!

Ja, denn welche bessere Gelegenheit gäbe es, das Waffenarsenal zu erneuern, als die einer angeblichen Verteidigung gegen eine angebliche Gefahr, die wir einfachen Bürger in den kommenden Jahren bezahlen müssen? Offensichtlich keine.

Und so sichert der große Trump (Trumpone) der amerikanischen Militärindustrie einen wirtschaftlichen Aufschwung (sowohl durch die Aufträge, die er erhalten wird, als auch durch die Tatsache, dass die US-Waffen allesamt eingesetzt werden können, um dem wahren Konkurrenten der Staaten, nämlich China, die Stirn zu bieten), und die Europäische Union hat endlich einen Vorwand, die sogenannte „europäische Armee“ aufzustellen. Nun bleibt abzuwarten, wozu diese Armee tatsächlich dienen wird. Irgendetwas sagt mir, dass sie fast ausschließlich gegen zukünftige Rebellionsbewegungen der europäischen Bevölkerungen selbst eingesetzt werden wird, die von den Eliten schikaniert werden. Das Märchen vom Wettlauf um die Rekrutierung junger (und weniger junger) Sprösslinge zur Verteidigung der vaterländischen Grenzen taugt nicht einmal als Witz: Gesetzt den unwahrscheinlichen Fall, sie fänden genug von ihnen, um den gewaltigen „feindlichen Streitkräften“ entgegenzutreten, wären diese im besten Fall erst in einigen Jahren auf dem geforderten Mindestmaß einsatzfähig. In der Praxis hätten Bischöfe und Kardinäle genug Zeit, alte Kosakenlieder auf Russisch zu lernen (während der Tränkpausen der besagten Pferde). Wenn sie, wie ich glaube, hauptsächlich dazu dienen werden, interne Aufstände in der Union niederzuschlagen, könnten sie zudem „gefährliche“ Gewissensbisse bekommen, da viele derer, die es zu unterdrücken gälte, ihre Verwandten und Bekannten sein könnten.

Und was dann? Nun, neben konventionellen Waffen (Flugzeuge der 6. Generation, Panzer, Schiffe, U-Boote und was sonst noch als Aushängeschild der darauf spezialisierten Industrien produziert wird) denke ich sehr wohl, dass ein Ziel der Bau von Robotern sein wird, die durch Künstliche Intelligenz gesteuert werden. Es gibt bereits verschiedene Typen, die in allen Herstellerländern (allen voran China und die USA) ausgiebig getestet wurden. Sie haben keine Gewissensbisse und können in den schwierigsten Situationen höchst effektiv sein. Ich würde sagen: die ideale Lösung sowohl für „Polizei“- als auch für Kampfeinsätze.

Und Putin bei all dem? Russland schaut zu (da es nicht die geringste Absicht hat, irgendein europäisches Land zu „infiltrieren“) und macht sich Notizen. Die KI-Technologien hat es bereits und hat angefangen, sie an der eigenen Bevölkerung anzuwenden. Welche bessere Gelegenheit gäbe es, um zu beobachten, wie sich die Reaktion des euro-idiotischen Pöbels entwickelt? Ich stelle mir das Gelächter vor, das sie sich in den höchsten Etagen alle gönnen, allen voran die wahren Strippenzieher dieser Pantomime…

Es war einmal…

Es war einmal…

Es war einmal „Deutschland, Deutschland über alles. Über alles in der Welt“ (zu Deutsch: Es war einmal „Deutschland, Deutschland über alles. Über allem, was es auf der Welt gibt“). So beginnt das „Lied der Deutschen“, komponiert von August Heinrich Hoffmann von Fallersleben im fernen Jahr 1841 während des Streits mit Frankreich um die Rheinlande, in dem die Einheit der geteilten deutschen Staaten gegen den gemeinsamen Feind besungen wird, untermalt von einem wunderbaren Streichquartett des österreichischen Komponisten Franz Joseph Haydn (genauer gesagt der zweite Satz des Quartetts Nr. 3, Opus 76). Das Lied der Deutschen wurde später bei verschiedenen militärisch-propagandistischen Anlässen verwendet, bis die Nationalsozialisten es sich zu eigen machten und seinen Sinn dahingehend abänderten, dass es eine deutsche Überlegenheit gegenüber anderen Nationen implizierte. Aber man weiß ja: Interpretationen triumphieren oft über die Realität.

Jedenfalls besteht kein Zweifel daran, dass Deutschland im Guten wie im Bösen zumindest in den letzten 150 Jahren eine entscheidende Rolle in Europa und in der ganzen Welt gespielt hat. Nach der Niederlage in zwei Weltkriegen hat es sich wieder „aufgerappelt“ und sich als unangefochtener Führer an die Spitze des Alten Kontinents gesetzt. Seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs hat es jedoch eine hegemoniale Rolle vorwiegend im wirtschaftlichen und nicht mehr im militärischen Bereich eingenommen. Dies entsprach dem ausdrücklichen Willen der neuen „Herren der Welt“, die von Übersee aus das europäische Territorium kolonisierten und damit machten, was ihnen am meisten zusagte. So wurde Deutschland an die „Spitze“ der Europäischen Union gesetzt, durfte zur „Lokomotive Europas“ aufsteigen und wurde zum reichsten Land der gesamten Union gemacht. Zumindest bis vor kurzem.

Seit der Herrscher entschieden hat, dass Europa für seine eigene Vision der Weltherrschaft nicht mehr so wichtig und daher in seiner Gesamtheit entbehrlich sei, wurde auch der Klassenprimus zur Zielscheibe politischer und wirtschaftlicher Breitseiten, die darauf abzielen, in erster Linie seine Produktionskapazitäten und in zweiter Linie seine soziale Struktur zu zerstören.

Ich werde mich hier nicht lange über die verschiedenen „Warnschüsse“ auslassen, die in den letzten Jahren in Deutschland abgegeben wurden und von Onkel Sam stammten. Es genügen das „Dieselgate“, das Ausspionieren von Kanzlerin Merkels Handy durch den amerikanischen „Verbündeten“ (und zwar ausgerechnet während der Friedensnobelpreisträger Barack „der Bomber“ Obama in Berlin zu Besuch war), die mysteriöse Explosion eines Waffendepots vor den Toren Berlins vor einigen Jahren, die verschiedenen Anschläge in ganz Deutschland (einschließlich der jüngsten vor den Wahlen) und, dulcis in fundo, die Sabotage an der Nord-Stream-Gaspipeline, die Russland mit der deutschen Küste verband und Deutschland in Hülle und Fülle mit billigster Energie versorgte. Dem wahren Motor der deutschen Industrie.

Ikonisch ist das Bild von Kanzler Scholz, der stumm blieb, während Joe „Sleepy“ Biden in einer Pressekonferenz auf eine gezielte Frage antwortete und behauptete, die Vereinigten Staaten hätten die Mittel, um zu verhindern, dass die Russen weiterhin Gas an Deutschland lieferten.

 

Ein ungebremster wirtschaftlicher Zusammenbruch

Dutzende und Aberdutzende von Unternehmen schließen jeden Tag in Deutschland ihre Pforten. Laut einer Studie des Leibniz-Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) in Mannheim in Zusammenarbeit mit Creditreform schließt in Deutschland alle drei Minuten ein Unternehmen. Die allgemeine Wirtschaftslage hat sich überall verschlechtert. Um nur ein Beispiel zu nennen: Selbst in der Stadt Berlin, die bis vor kurzem als „Mekka“ der Künstler und Freidenker galt, hat der bis dato großzügige Senat in allen Bereichen den Geldhahn zugedreht: von der Kulturförderung bis zur Sozialhilfe, von der medizinischen Versorgung bis hin zum Verkehr. Das allgemeine Gefühl ist, dass die Institutionen verzweifelt auf der Suche nach Geld sind.

Nach Angaben der deutschen Beratungsgesellschaft Falkenstag erreichte die Gesamtzahl der Insolvenzen von Großunternehmen im Jahr 2024 den Rekordwert von 202, den höchsten Stand seit zehn Jahren. Und das, ohne die Zölle mitzurechnen, die Trump Europa auferlegen will.

Verschärft wurde die durch den industriellen Zusammenbruch in allen Sektoren (von der Automobilindustrie über die Logistik bis hin zur Schwerindustrie und den Dienstleistungen) verursachte Situation durch die „ohne Wenn und Aber“-Politik aller Regierungsparteien (insbesondere der Grünen) zur militärischen und wirtschaftlichen Unterstützung der Ukraine und der Flüchtlinge (laut dem Bamf, dem Bundesamt für Migration und Flüchtlinge, sollen es etwa 1,3 Millionen sein, nach anderen Quellen über 1,6 Millionen). Letztere erhalten durchschnittlich 1.250 Euro monatliche finanzielle Unterstützung, ganz zu schweigen von Familien mit Kindern, die 250 Euro pro Kind zusätzlich bekommen.

Kurzum, wie man in anderen Zeiten gesagt hätte: „Die Deutschen von einst gibt es nicht mehr, gute Frau!“.

Ehrlich gesagt gibt es sie schon lange nicht mehr. Wir sind es gewohnt, seit dem Fall der Mauer (1989) von einem Deutschland zu sprechen. Aber ist die Realität wirklich diejenige, die uns bei so vielen Gelegenheiten erzählt wurde? Unmittelbar nach der Wiedervereinigung zwischen der damaligen Ostdeutschland (ex-DDR) und Westdeutschland (ex-BRD) hieß es, letzteres habe großzügigerweise und unter enormen Opfern die wirtschaftliche Eingliederung des praktisch bankrotten DDR-Staates übernommen. Aber die Dinge lagen nicht ganz so, wie Vladimiro Giacché in seinem Buch Anschluss gut erklärt hat. Der ostdeutsche Staat war keineswegs ein gescheiterter Staat, wie der damalige Kanzler Helmut Kohl und seine Minister andeuteten. Ganz im Gegenteil. Was in Wahrheit geschah, glich einer „Pferdekur“, wie der Bundesbankpräsident Karl Otto Pöhl einige Jahre später anmerkte, der kein Land standhalten könnte. Die Einführung eines Wechselkurses von 1 zu 1 (gegenüber dem damals zwischen den beiden deutschen Staaten geltenden Kurs von 1 zu 4,44) bedeutete, dass die ostdeutschen Bürger in nur einer Nacht, jener vom 30. Juni auf den 1. Juli 1990 (als die Währungsunion in Kraft trat), einen Anstieg der Warenpreise um 350 Prozent erlebten.

Zu diesem wirtschaftlichen Desaster kam noch die Gründung der „Treuhandanstalt“ hinzu, die von 1990 bis 1994 operierte und, nachdem sie alle Ost-Vertreter ausgeschlossen hatte, in eine Institution zur Privatisierung der Betriebe der ehemaligen DDR umgewandelt wurde. Firmen, Industrien (und die Grundstücke, auf denen sie standen) wurden an Leute aus dem Westen (zu rund 87 Prozent, im Gegensatz zu 7 Prozent, die in ausländische Hände fielen) zu Spottpreisen verkauft, teilweise sogar für nur eine einzige D-Mark.

Die Selbstmordrate in den Gebieten der ehemaligen DDR stieg exponentiell an, und die Migrationswelle, die in den ersten Jahren von Ost nach West stattfand, umfasste mehr als 4 Millionen Bürger von insgesamt rund 16 Millionen. Ein wahrer Exodus. Noch heute, mehr als 35 Jahre nach der „Wiedervereinigung“, wirken viele Kleinstädte der ehemaligen DDR auf den Besucher „seltsam“ leer.

Im modernen Deutschland des 21. Jahrhunderts sind die Lohn- und Rentenniveaus bei gleicher Funktion zwischen einem ehemaligen Ostbürger und einem Westbürger ungleich. Im Jahr 2023 lag die maximale Spanne zwischen diesen Gehältern laut dem Jobportal Stepstone bei über 26 Prozent.

 

AfD, oder die Sonne der Zukunft

Warum diese ganze wirtschaftlich-historische Analyse Deutschlands? Ganz einfach: Weil das Ergebnis der jüngsten Bundestagswahlen (vom 23. Februar), das den erwarteten Aufstieg der Partei AfD (Alternative für Deutschland) auf 20,80 Prozent der Wählerstimmen (zweitstärkste Kraft nach der CDU/CSU-Union) brachte, in Wirklichkeit gar nicht so sehr überraschen sollte. Wenn man sich die Deutschlandkarte nach den Wahlen ansieht, glaubt man die alten Grenzen der Nation klar zu erkennen, als es noch zwei deutsche Staaten gab.

Das Hellblau der AfD dominiert alle Gebiete der ehemaligen DDR. Und das bedeutet nicht, dass die Mauer zurück ist, wie viele Kommentatoren geschrieben und gesagt haben. Die Mauer ist aus den oben genannten Gründen in Wirklichkeit nie gefallen.

Bis vor wenigen Jahren sahen diese Bürger „zweiter Klasse“ in der Linkspartei das natürliche politische Ventil, das versuchte, ihre Interessen auf nationaler und lokaler Ebene zu wahren. Aber die Linke spielt meiner Meinung nach schon lange keine „linke“ Rolle mehr. Im Gegenteil, sie hat sich allen anderen Parteien angepasst (die ich ideologisch als „Einheitspartei“ bezeichnen könnte), mit Ausnahme der „Überläuferin“ (so ihre ehemalige Partei) Sahra Wagenknecht, die ihre eigene Partei „BSW“ (Bündnis Sahra Wagenknecht) gegründet hat. In Wirklichkeit ist letztere die einzige bedeutende politische Figur, die im trostlosen deutschen Politikpanorama noch übrig geblieben ist, und die einzige, die noch jene Werte verteidigt, die man einst als „links“ bezeichnet hätte, nämlich den Schutz der Schwächsten. Da ihre Ideen neben sozialer Gerechtigkeit auch die Rückkehr zu normalen wirtschaftlichen und politischen Beziehungen zu Putins Russland und das sofortige Ende des Krieges in der Ukraine sowie das Ende einer unkontrollierten Einwanderung beinhalten, wurde sie während des gesamten Wahlkampfes boykottiert. Und zu guter Letzt erhielt sie (was für ein Zufall aber auch) landesweit nur 4,97 Prozent der Stimmen und verfehlte damit haarscharf (die Hürde liegt bei 5 Prozent) den Einzug ins Parlament. Die fehlenden 13.400 Stimmen führten dazu, dass die Anzahl der Parlamentarier, die ihr zugestanden hätten (33), zwischen der Union und der SPD aufgeteilt werden konnten, was es ihnen ermöglichte, die zum Regieren nötige Mehrheit zu erreichen. Andernfalls hätten sich die Dinge bei der Bildung der zukünftigen deutschen Regierung noch weiter verkompliziert. Ich lasse die Polemik über offene und ausgetauschte Stimmzettel (im Netz kursieren Videos dazu) beiseite, aber die Tatsache, dass gut 230.000 im Ausland lebende Deutsche (zu denen die besagten 13.400 gehören könnten) ihre Wahlunterlagen nicht rechtzeitig erhielten (obwohl für den Versand genügend Zeit gewesen wäre), um ihre Stimme abgeben zu können, könnte dazu führen, dass das BSW rechtliche Schritte einleitet. Leider prüfen die Anwälte diese Hypothese noch, da es in Deutschland sehr schwierig ist, dass einer solchen Klage stattgegeben wird.

 

Parole? „Normalisierung“

Einen letzten Gedanken möchte ich eben zur AfD äußern, jener Partei, die 2013 in Hessen, genauer gesagt in Oberursel im Taunus, von einer Gruppe von Menschen gegründet wurde – darunter einige Universitätsprofessoren –, die den Austritt Deutschlands aus dem Euro forderten. Die ersten Bundessprecher waren damals Bernd Lucke, Frauke Petry und Konrad Adam. Im Herbst 2013 verpasste die Partei mit 4,7 Prozent den Einzug in den Bundestag. In den darauffolgenden Jahren zog die AfD in das Europäische Parlament, in alle deutschen Landtage und 2017 in den Bundestag ein. Nach und nach entfernte sie sich immer weiter von ihren ursprünglichen Kernthemen. Von den 18 Gründungsmitgliedern verblieben nur wenige in der Partei, darunter der Ehrenvorsitzende Alexander Gauland.

Die aktuellen Parteivorsitzenden sind Tino Chrupalla und Alice Weidel. Parteiintern tragen sie die Bezeichnung „Bundessprecher“. Chrupalla teilte sich das Amt bis Januar 2022 mit Jörg Meuthen. Letzterer verließ die Partei jedoch, weil sie seiner Meinung nach zu weit nach rechts gerückt war und nicht mehr auf dem Boden der freiheitlich-demokratischen Grundordnung stand. Stephan Brandner, Peter Boehringer und Kay Gottschalk sind stellvertretende Vorstandsmitglieder.

Sehr umstritten sind Persönlichkeiten wie der Thüringer Landesvorsitzende Björn Höcke, der sich tatsächlich durch eine Sprache und die Äußerung von Ideen auszeichnet, die, wenn sie nicht nazistisch sind, zumindest nicht weit davon entfernt sind. Und das gilt auch für andere Parteimitglieder, so sehr, dass die Partei bis heute unter der ständigen Lupe des deutschen Inlandsgeheimdienstes steht und 2014 im Parlament ein Antrag auf Ausschluss der AfD gestellt wurde.

Jenseits dieser Erwägungen ist mir in den letzten zwei Jahren ein allmähliches Abrücken der Parteiführung hin zu „institutionellen“ Positionen immer deutlicher geworden, auch wenn sie einige Eigenschaften und Themen beibehalten, die der Basis so teuer sind. Zuletzt erhielt die Partei im Wahlkampf für die Wahlen am 23. Februar mehrfach den Beifall und die Unterstützung (nur moralisch? Oder vielleicht noch mehr?) von diesem Bürschchen Elon Musk. Meiner Meinung nach nicht zufällig, ganz im Gegenteil. Aber das nicht aus den Gründen, die viele deutsche und internationale Kommentatoren vermutet haben, indem erstere auf eine direkte Einmischung in die deutsche Politik verwiesen und letztere mit Nazismus-Argumenten aufwarteten (wegen Musks berüchtigtem gehobenem Arm während einer seiner kürzlichen Reden vor dem republikanischen Publikum, das kurz zuvor den großen Trump wiedergewählt hatte).

Nun, meiner Ansicht nach gibt es in Wahrheit einen Versuch – vielleicht orchestriert von Infiltratoren der Geheimdienste selbst –, die Partei zu „normalisieren“, um den Massenprotest, ob extremistischen Ursprungs oder nicht, morgen in ihre Bahnen zu lenken. Um es deutlicher zu sagen: Es ist ein Prozess im Gange, analog zu dem, was auf die 5-Ställe-Bewegung (Movimento 5 stalle), äh, Verzeihung, die 5-Sterne-Bewegung in Italialand angewandt wurde (Hinweis für die Leser: In der Illusion, sie seien eine echte Möglichkeit, mit den alten Parteien zu brechen, habe ich sie 2014 gewählt. Leider). Daher die Wahl einer Exponentin als Parteisekretärin und Kanzlerkandidatin wie Alice Weidel: homosexuell, verheiratet mit einer Filmproduzentin sri-lankischer Herkunft, Sarah Bossard, mit der sie zwei Kinder großzieht, die von zwei verschiedenen Vätern stammen.

Es könnte nicht „unterschiedlicher“ von den Ideen der extremistischen Basis der Partei sein und gleichzeitig nicht „inklusiver“, ganz so, wie es dem „System“ heutzutage gefällt. In der Praxis die perfekte Figur, um eine Partei, die sonst als rechtsextrem angesehen wird, in eine Sammelpartei für populäre Unzufriedenheit ohne bestimmte „Farbe“ zu verwandeln. Ja, denn auch der reiche Westen Deutschlands beginnt angesichts dessen, was für den Alten Kontinent beschlossen wurde (dessen Speerspitze Deutschland darstellt), unter der Krise zu leiden. Eine Krise, die im Übrigen direkt oder indirekt (indem man die Ereignisse einfach ohne Gegenwehr „laufen ließ“, wie im Fall von Nord Stream) von der deutschen politischen und wirtschaftlichen Klasse selbst herbeigeführt wurde. Die Geheimdienste haben dann durch Anschläge und Unterwanderungen den Rest erledigt. Und so haben auch einige „Wessis“ (wie die Ostdeutschen die Westdeutschen nennen) begonnen, ihre Stimme den „Blauen“ zu geben.

Also die AfD als systemkonforme und nicht als nazistisch geprägte Anti-System-Partei. Aber für den allgemeinen Diskurs ist das Schreckgespenst des Nazismus (das, wie ich wiederhole, in einem bestimmten Teil der Partei durchaus präsent ist) praktisch und lenkt von dem Weg ab, der für diese Partei vorgesehen wurde.

Nur die Zeit wird zeigen, ob ich mich geirrt habe oder ob, wie ich fürchte, das Projekt der „Normalisierung“ im Dienste der einen Weltregierung auf vollen Touren läuft.

Wir werden es bald sehen: 2030 steht vor der Tür!

Der diskrete Charme der Zukunft

Der diskrete Charme der Zukunft

„Eine Reflexion über die Gefahren der Künstlichen Intelligenz und unsere Zukunft“

Ich bin besorgt. Ausgesprochen besorgt. Ich bin vor allem um mich selbst besorgt, das gebe ich zu. Um meine Zukunft, um die meiner Familie, meiner Freunde, der Menschen im Allgemeinen.

Was sich offensichtlich vor unseren Augen abspielt, ist eine in der Geschichte der Entwicklung der Gesellschaft und des Menschen beispiellose Transformation. Es ist eine nicht zufällige, sondern programmierte Transformation. Von wem, ist, zumindest im Moment, nicht bekannt. Oder besser gesagt, es gibt einige, die offensichtlich etwas wissen, vielleicht weil sie von anderen eingeweiht wurden, und hin und wieder lassen sie Fetzen der Wahrheit durchsickern. Besonders viel diskutiert wurde bei uns in Italialand der Fall des ehemaligen Ministers für „Ökologischen Wandel“ Roberto Cingolani.

Meine Sorge hat einen Vor- und Nachnamen: die Gefahren der Künstlichen Intelligenz. KI, also Künstliche Intelligenz (oder Artificial Intelligence, um bei den Branchenexperten Eindruck zu schinden). Ich werde hier nun nicht die gesamte Geschichte und Chronik dieses technischen Wunders darlegen, auch weil sie nicht nur extrem lang, sondern auch sehr kompliziert ist. Dieser mein „kleiner“ Artikel würde nicht ausreichen, um ihre Entstehung und Entwicklung zu beschreiben. Wer neugierig ist, kann versuchen, sich in diesem komplexen Bereich durch die Lektüre dieses hervorragenden populärwissenschaftlichen Artikels zurechtzufinden.

 

Die Illusion der Bequemlichkeit: vom Handy zur Künstlichen Intelligenz

Tatsache ist, dass ab 2022, also vor wenigen Sekunden, wenn wir die Entwicklung der menschlichen Technik und Technologie auf einer linearen Zeitskala abbilden wollten, der Tanz um das eröffnet wurde, was meiner Meinung nach die größte und (für den Menschen) gefährlichste Entwicklung in Richtung „Zukunft“ sein wird.

Um ehrlich zu sein, ist dies einer der schwierigsten Artikel, die ich je geschrieben habe. Ich habe bereits im Mai 2021 begonnen, Material zu sichten und zu „sammeln“ (mehr als 80 Artikel und Konferenzen zum Thema gelesen und verfolgt. Ich habe viele Links in dieses Stück eingefügt, aber nur, um verständlich zu machen, wie schwer die Fäden des Spinnennetzes zu entwirren sind. Wenn Sie möchten, müssen Sie diese auch nicht besuchen).

Seitdem ist mir nach und nach klar geworden, dass, wie bei der „Plandemie“ (Pandeminchia im Original), auch das zunehmend diskutierte Thema der KI mit der radikalen Transformation unserer Welt zu tun hatte, die lange im Voraus von den üblichen Verdächtigen beschlossen wurde. In diesem Fall handelt es sich um eine Technologie und deren Nutzung, die, wie ein Trojanisches Pferd, eine tödliche Gefahr in sich birgt.

Aus Prinzip bin ich nicht gegen technologische Innovation, im Gegenteil.

Das Mobiltelefon, die wahre Neuheit meiner Generation (und der vorherigen), war eine regelrechte Revolution, sowohl in der Art zu kommunizieren als auch im sozialen Verhalten.

Wie viele in meinem Alter sträubte ich mich anfangs dagegen, die guten alten Anrufbeantworter – erst mit Band, dann digital – aufzugeben. Dann siegte die Bequemlichkeit, und ich gab der Nutzung dieser Schachtel nach, die uns zu Sklaven gemacht hat. Wie Horaz im zweiten Buch seiner Episteln schrieb: „Graecia capta ferum victōrem cepit“ (Das bezwungene Griechenland bezwang den wilden Sieger).

Das Problem liegt nicht in der Technologie an sich, sondern in der Art ihrer Nutzung. In diesem Fall ist es eine Einbahnstraßen-Nutzung, bei der die Oberhand (nicht zufällig) von der Seite derjenigen ergriffen wurde, die den Dienst „anbieten“, das heißt vom „System“.

In Wirklichkeit wird der Nutzer, der glaubt, frei zu sein, durch dieses Objekt (sei es ein Handy oder ein Computer) benutzt, das, wie ich schon oft geschrieben habe, die mächtigste Zwangswaffe ist, die jemals von irgendeiner Diktatur zu irgendeiner Zeit eingesetzt wurde. Mehr als Gewehre, mehr als Drohungen, mehr als Erpressung. Vielmehr ist der Erpresste so froh darüber, es zu sein, dass er sich nach dem Instrument seiner Sklaverei sehnt und es seinem Sklavenhalter teuer bezahlt. Letzterer produziert durch seine Industrie kontinuierlich dieses Folter- und Zwangsinstrument in neuen Versionen, die immer raffinierter und in den Augen des Sklaven immer reizvoller werden.

In der Geschichte der Menschheit hat man nie eine teuflischere Idee gesehen, um Körper und Geist der Menschen zu unterwerfen. Nicht einmal Pol Pot hat so viel erreicht. Unter den Gräueltaten, die er und die Roten Khmer begingen, heißt es, er habe die Verwandten für die Kugeln bezahlen lassen, mit denen er seine Opfer hinrichtete. Hier hingegen sind es die Opfer, die freiwillig zahlen.

Vom Führen eines Telefonats (das, wie ein alter Werbeslogan besagte, das Leben verlängern könnte) bis hin zur Überwachung und Kontrolle im wahrsten Sinne des Wortes durch diese verfluchte kleine Schachtel war es nur ein Augenblick. In kürzester Zeit hat sich die magische Schachtel in ein extrem mächtiges Kontrollinstrument verwandelt.

Das gleiche Konzept gilt für die KI. Wem würde es nicht gefallen, eine Maschine zur Verfügung zu haben, die alle Probleme und die schwierigsten Aufgaben in Echtzeit lösen könnte? Eine Art „Wunderlampe“, die man nur bitten muss, um das zu bekommen, was man will.

Aber ist das wirklich so? Ich würde sagen, nein!

Generative KI ist vor allem ein zweischneidiges Schwert, insbesondere in ihren Anwendungen wie ChatGPT und Konsorten (sie variieren von Unternehmen zu Unternehmen, auch wenn dem breiten Publikum die Version von OpenAI bekannter ist).

Vor der Gefährlichkeit dieser Technologie hat Catherine Austin Fitts sehr gut gewarnt, die dem breiten, nicht mit der amerikanischen Banken- und Verwaltungswelt vertrauten Publikum seit der Zeit der „Plandemie“ bekannt ist, als sie ein Interview genau darüber gab, was vor sich ging und was der sogenannte globale „Deep State“ für die Massen geplant hatte.

In der Praxis wird durch die Nutzung von ChatGPT die aktive und passive Kontrolle über die Masse ein Kinderspiel sein.

Darüber hinaus: Wie soll man die Realität von der digitalen Lüge unterscheiden? Schon jetzt kursieren im Netz vollständig von KI erstellte Videos mit tatsächlich existierenden Personen, die über völlig neu erfundene „historische“ Ereignisse sprechen und diskutieren. Die Hauptzielgruppe solcher Videos sind junge Menschen, diejenigen, die am meisten an das (zweifellos vorhandene) Potenzial dieser Technologie glauben, sie jedoch ohne jeglichen kritischen Sinn und vor allem ohne eine unterstützende kulturelle Basis im Hintergrund nutzen. Denn im Laufe der Jahre wurde in den Schulen, in den Lehrplänen und in den Schulbüchern nicht zufällig verbrannte Erde bei der Anwendung des kritischen Denkens hinterlassen, vor allem durch den mehr oder weniger erfolgreichen Versuch, Geschichte und Philosophie auszulöschen.

Dies hat dazu geführt, dass die Jüngeren nicht einmal ein „historisches Gedächtnis“ an die Vergangenheit haben, die man somit nach Belieben umschreiben kann. Im Netz sind neben der sogenannten absichtlichen „Desinformation“ Zehntausende von Zeugnissen der Vergangenheit verschwunden, die schon vor Jahren online gestellt wurden. Hinzu kommt die systematische Schließung von Social-Media-Kanälen, die als „unbequem“ gelten.

Ebenfalls im Netz gibt es bereits unzählige Beispiele für die Manipulation der Realität: nicht nur völlig erfundene Nachrichten (die an der Tagesordnung sind, insbesondere auf den Kanälen der „Informationsprofis“), sondern sogar komplett gefälschte Videos mit falschen oder realen Personen, die so sprechen und handeln, wie man es für das große Publikum wünscht. Selbst für Branchenexperten ist es mittlerweile fast unmöglich zu sagen, ob ein Video „wahr“ oder „falsch“ ist. Inzwischen ist das Interesse an dem, was von der KI produziert wird, ein unverzichtbares Geschäft. Es genügt zu erwähnen, dass Alphabet, die Muttergesellschaft von Google, im vergangenen Februar aufgrund eines „Fehlers“ 70 Milliarden an Marktkapitalisierung verloren hat.

In der Praxis produzierte das Bildgenerierungstool Gemini AI historisch und faktisch ungenaue Bilder (wie etwa einen George Washington, der etwas zu „gebräunt“ aussah, oder Nazis mit verschiedenen Hautfarben). In der Praxis war es, um der vorherrschenden Woke-Ideologie zu folgen, päpstlicher als der Papst geworden, bis hin zur Lächerlichkeit.

 

Der Zweck der Künstlichen Intelligenz: die totale Kontrolle

Aber all dies geschieht nicht heimlich. Die Wahrheit und die Pläne werden uns ins Gesicht gesagt. Und das schon seit einiger Zeit. Der ultimative Zweck der KI ist die Kontrolle. Totale Kontrolle!

Der gute Yuval Noah Harari (mit dem ich mich bereits hier befasst hatte) drückte sich zu dieser Angelegenheit wie folgt aus: „Das effektivste Werkzeug, das ein Diktator in der Geschichte benutzt hat, ist Angst. Du bist Stalin und willst die Leute auf Linie halten, was tust du? Du wirst sie terrorisieren. Wie terrorisiert man eine Künstliche Intelligenz? Was wirst du tun? Wirst du sie in einen Gulag schicken? Ihre Familie töten? Ich meine, was kannst du einer KI antun, die anfängt, Dinge zu sagen oder zu tun, die gegen die Parteilinie verstoßen, oder die versucht, dir die Macht zu entziehen? Diktatoren stehen vor einem sehr, sehr ernsten Problem, in gewisser Weise sogar noch schlimmer als dem von Demokratien.“

Aber es gibt unzählige Beispiele in diesem Sinne.

Die Entwicklung dieser Technologie ist kontinuierlich und exponentiell.

Sam Altman selbst, Gründer von ChatGPT, erklärte während des Entrepreneurial Thought Leader (ETL) an der renommierten Stanford University: „Wir können genau jetzt mit einem hohen Maß an wissenschaftlicher Sicherheit sagen, dass GPT-5 viel intelligenter sein wird als GPT-4. GPT-6 wird viel intelligenter sein als GPT-5, und wir sind nicht annähernd an der Spitze dieser Kurve…“.

Wo ist also die Grenze? Ein Ende ist nicht in Sicht.

Nicht umsonst haben sich alle mächtigsten Unternehmen der Welt kopfüber hineingestürzt und die Gefahren der Künstlichen Intelligenz ignoriert: von Apple bis Microsoft, von Amazon bis Google, nicht zu vergessen der gute alte Elon Musk (oder „Moos“, wie Greg ihn treffenderweise nennt), der sich vor einiger Zeit, genau um die Schafe, die ihm folgen, daran zu gewöhnen, in einen vorgetäuschten Kreuzzug gegen die potenzielle Gefährlichkeit der KI stürzte, nur um sie dann als Erster in seinen eigenen Unternehmen, insbesondere bei Neuralink, einzusetzen. Es ist ein lukratives Geschäft und ein Rennen, bei dem jeder als Erster ins Ziel kommen will. Und natürlich wird es Ihnen auf die freundlichste und faszinierendste Weise angepriesen. Sie wollen die Schafe davon überzeugen, dass KI so menschlich ist wie wir, sehr menschlich, so sehr, dass sie einen Anwalt anheuern, um es zu beweisen.

 

Der Weg zur Hölle: Die Ersetzung des Menschen

Aber wie wird sich diese Kontrolle manifestieren?

Neben der Kontrolle der „zerbrechlicheren“ Geister, weil sie weniger durch kritisches Denken und historisches Gedächtnis unterstützt werden, wie ich vorhin sagte, wird das, was meiner Meinung nach in Kürze – sehr viel eher, als man denkt – geschehen wird, die Ersetzung der „Menschen“ durch KI und durch von dieser gesteuerte Roboter sein.

In Wahrheit geschieht es bereits fast überall. Um von einem Bereich wie meinem, dem Journalismus, zu sprechen: Schon seit langem produzieren renommierte Zeitungen wie die Washington Post Artikel, die von KI verfasst wurden. Sogar Nachrichtensendungen werden mittels dieser Technologie produziert.

Eine deutsche Freundin von mir, die Bücher aus dem Italienischen ins Deutsche für renommierte teutonische Verlage übersetzt, erzählte mir, dass sie kürzlich an einem Seminar in ihrer Branche teilgenommen habe, bei dem einer Gruppe von Übersetzern, zusammen mit ihr, einige Übersetzungen vorgelegt wurden. Die Gruppe sollte entscheiden, welche der vorgeschlagenen Versionen, ausgehend von einem englischen Text, ihrer Meinung nach besser ins Deutsche übersetzt worden war. Nun, die erste Wahl fiel auf einen Text, der, wie sich später herausstellte, tatsächlich von einem Menschen übersetzt worden war, aber der als zweiter gewählte war von der KI übersetzt worden.

Sogar im Bereich des Privat- und Sexuallebens wird versucht, diese Art von Technologie einzuführen.

Nicht nur die sozusagen „intellektuellen“ Berufe können früher oder später ersetzt werden, sondern auch die „manuellen“, durch Roboter. Mittlerweile gibt es sie in allen Arten und in jedem Bereich des heutigen menschlichen Handelns (von der Fabrikproduktion über den Gesundheitssektor, von den Dienstleistungen bis zur Facharbeiterschaft usw.), hergestellt von spezialisierten Unternehmen in jedem Winkel der Erde.

Ein Roboter arbeitet potenziell 365 Tage im Jahr, 24 Stunden am Tag, wird nicht krank, fährt nicht in den Urlaub und bekommt keine Kinder, um die er sich kümmern muss. Natürlich kann ich mir schon den Kommentar der üblichen Gutmenschen vorstellen, die sagen werden: „Tja, aber die gehen auch kaputt“. Vielen Dank auch… Aber für einen Roboter, der Reparaturen oder Ersatz benötigt, gibt es eine unendliche Schar, die unermüdlich ihre Arbeit fortsetzt.

Und dann? Was wird aus der Menschheit, oder besser gesagt, aus dem, was davon übrig bleibt? Ganz einfach: Denen, die zwischen einer „Plandemie“ und der nächsten noch übrig sind, wird man eine Art bedingungsloses Grundeinkommen geben müssen, zwei Brekkies, um es wieder „à la Greg“ zu sagen, wobei man alle unter der ständigen Erpressung hält, es ihnen wegzunehmen, wenn sie nicht gehorchen. Natürlich wird es eine digitale Währung auf Zeit sein (sie muss bis spätestens zu einem bestimmten Datum ausgegeben werden, andernfalls wird sie eingezogen), die ausgegeben werden muss, um meist nutzlose Gegenstände und Junkfood zu kaufen. Und das alles streng in „15-Minuten-Städten“. Wir werden alle glücklich sein, nichts zu besitzen, um auf den von diesen feinen Herren geprägten Slogan zu verweisen.

 

Fazit: Die Entscheidung, menschlich und analog zu bleiben

Technologien, oder besser gesagt das, was Umberto Galimberti (bis er mit der „Plandemie“ senil wurde) das Zeitalter der Technik nannte, sind ein extrem mächtiges Instrument, viel mächtiger, als wir uns gemeinhin vorstellen können. Und genau aus diesem Grund müssen sie einer, sozusagen, Kategorie des Geistes unterzogen werden, nämlich der Moral. Nicht umsonst ist sie einer der wichtigsten und im Laufe der Jahrhunderte am meisten diskutierten Zweige des menschlichen Denkens durch die Philosophie. Was ist zulässig und was nicht? Wie weit darf man gehen, um bestimmte Ziele zu verfolgen, und was kann als „akzeptabel“ erachtet werden, um sie zu erreichen? Wer legt fest, was genau „akzeptabel“ ist und was nicht? Kann man der „Wissenschaft“ auf einem Gebiet wie diesem vertrauen? Die Antwort ist offensichtlich.

Und dann? Kann man gegen dieses scheinbar unvermeidliche Schicksal der „Assimilation“ rebellieren, um einen wirkungsvollen Ausdruck zu verwenden, der von den Borg in der Serie Star Trek benutzt wird?

Ich würde sagen, nein, aber teilweise ja.

Ich persönlich habe beschlossen, mich dieser Technologie nicht zu bedienen. Ich habe sozusagen beschlossen, „analog“ zu bleiben und dieses mächtige Werkzeug (zumindest bewusst) nicht für irgendeine Operation zu nutzen, die ich ausführe, oder für irgendein Problem, das ich lösen muss. Dies aus zwei Hauptgründen: Der erste ist, dass ich meine Denk- und kulturellen Fähigkeiten im Allgemeinen nutzen möchte, um in jeder Lebenslage „zurechtzukommen“. Ich bin ein Mensch, ich habe ein Gehirn mit seinen Vorzügen und Fehlern und vor allem fürchte ich mich nicht davor, Fehler zu machen.

Ich weiß ganz genau, dass es einfacher ist, einen Aufzug zu nehmen, um in die oberste Etage eines Gebäudes zu gelangen, aber ich weiß auch, dass körperliche Betätigung, so hart und ermüdend sie auch sein mag, meinem menschlichen Organismus am Ende weitaus mehr Vorteile bringen wird als kurzfristige Unannehmlichkeiten. Der zweite Grund ist, dass mir vollkommen bewusst ist, dass das „System“, das mich bereits wohl oder übel in vielen, zu vielen Dingen meines täglichen Lebens zum Sklaven gemacht hat, durch einen Algorithmus sicherlich in Echtzeit bemerken wird, dass ich seine billige (in diesem Fall sogar kostenlose) Technologie genutzt habe, und es wird somit sofort wissen, dass mein Wille früher oder später gebrochen und ich implizit erpresst werden kann. Das System wird wissen, dass es eine Bresche in mein Gehirn geschlagen hat und dass es einen Spalt geben wird, um mich zum „Sklaven“ zu machen, genau wie es das mit dem Handy getan hat.

Nein, es geht nicht nur darum zu akzeptieren, eine Maschine zu nutzen, was auch nützliche Aspekte haben kann. Es geht um etwas Tiefergehendes. Es geht darum, die menschliche Fähigkeit zu denken und Entscheidungen zu treffen, seien sie richtig oder falsch, an das „System“ zu delegieren. Jeder ist frei, in dieser Hinsicht zu wählen, was er tun möchte. Ich, zumindest solange es mir gewährt wird, ziehe es vor zu leben.

Wie sprechen Sie? Worte sind wichtig!

Wie sprechen Sie? Worte sind wichtig!

„Wie sprechen Sie? Worte sind wichtig!“ sagte, oder besser gesagt schrie, Michele Apicella eine fassungslose Interviewerin (Mariella Valentini) in dem Film Palombella rossa an. Und er hatte recht. Worte sind tatsächlich wichtig und bedeutungsschwanger. Ihre Verwendung kann eine Quelle des Verständnisses, von Missverständnissen oder sogar eine regelrechte Waffe zu Manipulationszwecken sein.

Dies wird vor allem in der Kommunikationssprache deutlich, die im Laufe der Jahre absichtlich verändert wurde. Heute stehen überall Begriffe wie „Resilienz“ oder „Nachhaltigkeit“ (und die dazugehörigen Adjektive, die auf alles Mögliche anwendbar sind) an der Tagesordnung. Die Sache ist nicht unwichtig und wurde künstlich herbeigeführt. Resilienz ist das genaue Gegenteil von Widerstand (resistenza). Früher verwendete man diesen Begriff äußerst selten und nur, um das typische Merkmal der Flexibilität im Gegensatz zur Starrheit hervorzuheben. Resilient ist ein Schilfrohr angesichts der Windstärke eines Hurrikans. Das Schilfrohr biegt sich und leistet der ungleichen Kraft der Windböen, die mit extrem hoher Geschwindigkeit rasen, keinen „Widerstand“, eben um nicht zu brechen und davonzugehen. Aber hier geht es um ein Konzept zwischen zwei Entitäten von unvergleichlicher Größe: das kleine und schwache Schilfrohr einerseits, die enorme Kraft und Geschwindigkeit des Windes andererseits. Das ist die wahre Bedeutung, die diesem Begriff beizumessen ist. Heute hingegen wurde er absichtlich verbreitet, um auszudrücken, dass jeder angesichts von Schwierigkeiten oder Katastrophen, auf die er stoßen mag, gerade aufgrund dieser Eigenschaft als Sieger hervorgehen kann. Besser, man stellt sich tot, ohne zu kämpfen, wie es einige Tiere tun, wenn sie von viel stärkeren Rivalen angegriffen werden. Man nutzt also diese Art von „flüssiger“ Sprache, um ein Konzept auszudrücken, das dem Begriff eigentlich nicht eigen ist, nämlich den Widerstand gegen ein katastrophales äußeres Ereignis. Man muss „flüssig“ (fluid) sein, um zu widerstehen. Auch in der Körperlichkeit. Von hier ist es nur ein kurzer Schritt zum „gender fluid“, einem Wesen ohne genaue Identität, weder Frau noch Mann noch homosexuell (oder Zwitter, um noch ein weiteres, seit Jahrtausenden bekanntes Geschlecht einzubeziehen). Die Fluidität, also die Nicht-Identität schlechthin, ist zum Synonym für das ideale Modell der modernen Gesellschaft geworden, und auch für dieses Modell wird eine eigene Sprache geschaffen (siehe die Verwendung des sogenannten „Schwa“, des umgedrehten „e“ „ә“). Wenn man also „resilient“ ist, leistet man keinen „Widerstand“ gegen das „System“.

Wie ich schon sagte, ein weiterer Leitbegriff der Zeiten, in denen wir leben, ist „Nachhaltigkeit“ (sostenibilità). Wenn wir im Treccani-Wörterbuch (über dessen Entwicklung im Laufe der Zeit man separat schreiben müsste, aber nicht hier) unter diesem Stichwort nachlesen, finden wir: „sostenìbile Adj. [abgeleitet von sostenere]. – 1. a. Was man aufrechterhalten/stützen kann: eine schwer zu stützende (sostenibile) These. b. Was getragen/bewältigt werden kann: eine tragbare Ausgabe; diese Situation ist nicht mehr tragbar (sostenibile). 2. im weiteren Sinne. Vereinbar mit den Erfordernissen des Schutzes der Umweltressourcen: nachhaltige Energie; nachhaltige Entwicklung, ein Ausdruck, der eine technologische und industrielle Entwicklungsstrategie bezeichnet, die bei der Ausbeutung von Ressourcen und bei Produktionstechniken die Umweltbedingungen und -verträglichkeiten berücksichtigt.“ Was also einst nur eine „erweiterte“ Bedeutung der ursprünglichen, aus dem Lateinischen abgeleiteten (sub und tenere, also von unten halten, stützen, unterstützen) war, ist heutzutage zur primären Bedeutung des Begriffs geworden. Oder besser gesagt, man hat sie absichtlich dazu gemacht. Alles muss „green“, grün, sauber sein. Angefangen bei der Energie, auch derjenigen, die Sie nutzen, um sich fortzubewegen.

 

Das soziale Umfeld

Aber das ist nicht genug. Selbst Ihr Handeln im sozialen Umfeld muss „nachhaltig“ sein. Kaufen Sie ein Flugticket? Sie haben schuldhaft zum CO2-Ausstoß in der Atmosphäre beigetragen und müssen sich daher an den Gedanken gewöhnen, dass Ihnen dies in naher Zukunft nicht mehr erlaubt sein wird, ohne einen Preis dafür zu zahlen, sowohl in Geld als auch in Form von Bewegungsfreiheit. All dies geschieht natürlich, ohne dass jemals jemand die Prinzipien erklärt, nach denen Sie für diese „Missetat“ schuldig sein sollen (wie Sie das in der Praxis eigentlich angestellt haben), noch die Tatsache, dass das „natürliche“ Kohlendioxid in der Atmosphäre das aus anthropogenen Gründen erzeugte bei weitem übersteigt und obendrein für die so oft (und oft unpassend und ahnungslos) zitierte Umwelt notwendig ist. Beispiele gibt es zuhauf: eines stellvertretend für alle sind die Bankgeschäfte, die Sie online tätigen. Die Nutzung Ihres PCs oder Smartphones für diese Operationen (eine Überweisung, ein Kontoauszug usw.) führt zu einer bestimmten Menge an CO2-Emissionen, die Ihnen zuzuschreiben sind, und dafür werden Sie bald „bezahlen“ müssen (immer im oben genannten Sinne).

Worte sind also wichtig, und wie wir gesehen haben, werden sie nicht zufällig verwendet. Die Sprache wird in der Gesellschaft langsam verändert, damit man sich langsam an sie gewöhnt (Overton-Fenster), angefangen bei den Schulbüchern. Letztere sind mittlerweile zu Zweigstellen des „Systems“ verkommen und dienen nur noch dazu, den neuen Generationen (selbst jenen, die zu klein sind, um durch die allgegenwärtigen Smartphones indoktriniert zu werden) diese neue Art, die Realität „zu lesen“, durch Worte und (auch visuelle) Beispiele zu vermitteln.

Die Veränderung der Sprache findet auch auf institutioneller Ebene statt. Das war während der Zeit der „Pandemie“ gut zu beobachten. Die getroffenen Entscheidungen sollten nicht auf die spezifische Verantwortung (auch wenn diese auf lokaler Ebene sehr offensichtlich war) des einzelnen Individuums oder des jeweiligen Regierenden zurückfallen, sondern auf eine durch den Lauf der Dinge bedingte Notwendigkeit. Daher die massive Verwendung des unpersönlichen Pronomens: „man hat entschieden“, „es wird notwendig“, „es ist erlaubt“ usw. Wie Martin Heidegger in „Sein und Zeit“ sagte, dient die Verwendung des unpersönlichen „Man“ in der Kommunikation, um Entscheidungen oder Zwänge auszudrücken, die als unausweichlich empfunden werden sollen, dazu, den Menschen seiner charakteristischen Entwurfshaftigkeit zu berauben und ihn in Richtung Massenabfertigung und Gleichmacherei zu drängen, indem ihm suggeriert wird, er habe keine Wahlfreiheit. Die erste Form des Kampfes um die Wahlfreiheit beginnt nämlich schon bei der Sprache, gerade weil willkürliche Entscheidungen einem als bereits getroffen präsentiert werden, und demjenigen, der nicht zustimmt, bleibt nur der Ungehorsam.

All dies würde bereits ausreichen, um die Schwere der Situation zu begreifen und zu verstehen, was uns in naher Zukunft, oder vielmehr in unserer Gegenwart, erwartet. Es gibt jedoch nicht nur das.

 

ChatGPT

Das „System“ nutzt die Technologie, die „Technik“, wie Galimberti gesagt hätte, als ihm (es tut mir leid, das sagen zu müssen) noch nicht der Verstand weichgekocht war, um den Menschen zu unterwerfen, allen voran die Jugend. Und welches bessere Werkzeug gäbe es dafür als die Künstliche Intelligenz? ChatGPT als Quelle des Wissens: einfach, schnell und vor allem gratis! Die Jugendlichen (und nicht nur sie) nutzen es mittlerweile täglich, auch um die ihnen von den Lehrern aufgegebenen Hausaufgaben zu erledigen. Die Maschine (die durch Algorithmen entsprechend instruiert wurde) sagt dir genau das, was du durch Studium und Opferbereitschaft selbst herausfinden oder tun solltest. Das Ergebnis ist ein Konzept, das nicht das eigene desjenigen ist, der es hätte erarbeiten sollen, sondern etwas, das wie ein Papagei nachgeplappert wird, ohne jegliche kritische Vermittlung des aufnehmenden Subjekts. Die Maschine denkt für uns und suggeriert uns, was wir sagen und wie wir uns verhalten sollen. Die beste aller möglichen Welten – für das System.

Lösungen? Ehrlich gesagt, sehe ich keine am Horizont. Wer ein Bewusstsein für das hat, was geschieht, kann die Schläge, die ringsum ausgeteilt werden, mehr oder weniger gut abwehren. Für alle anderen, da sie bis ins Mark darin versunken sind, sehe ich keine Lösungen, um sie „aufzuwecken“, wobei feststeht, dass der „Dialog“ nutzlos ist, geschweige denn, sie von etwas anderem zu überzeugen als dem, was sie täglich in sich aufsaugen. Der Kampf ist ungleich, ich persönlich passe. Alles Gute für alle! Für die Zukunft und für das neue Jahr.

P.S.: Nach dieser mehr oder weniger langen Abhandlung hätte ich gerne über unser geliebtes Land, Italialand, und dessen viele „Massenablenkungswaffen“ der letzten Zeit gesprochen (vom Fall Cecchettin und dem dazugehörigen Patriarchat über den ESM und Meloni bis hin zu Ferragni). Leider, oder vielleicht zum Glück für Sie, habe ich mich bei diesem Plausch schon zu lange aufgehalten. Über „In den Kaninchenbau“ (so hatte ich den Artikel betitelt) werde ich (vielleicht) ein andermal sprechen.

Alles verläuft nach Plan

Alles verläuft nach Plan

Ich bekenne meine jugendliche Leidenschaft für Science-Fiction-Sagas. Insbesondere erinnere ich mich an einen Satz, der vom „Bösewicht“ par excellence der Star-Wars-Saga, Imperator Sheev Palpatine (alias Darth Sidious oder Lord Sidious), in einer Szene der sechsten Episode (dem dritten Film der Serie, unter der Regie von Richard Marquand), Die Rückkehr der Jedi-Ritter, gesprochen wurde, während er sich „liebenswürdig“ mit einer anderen ikonischen Figur der Geschichte, Darth Vader, unterhielt: „Everything is proceeding as I have foreseen“, also „Alles verläuft, wie ich es vorhergesehen habe“ (oder „Alles verläuft nach Plan“). Diesen Satz könnte ich nun auf der Grundlage dessen aussprechen, was ich bereits vor langer Zeit in mehreren meiner Artikel geschrieben hatte, oder – noch treffender – es ist das, wovon ich mir vorstelle, dass es sich die wahren Urheber des epochalen Wandels, den wir gerade erleben (oder besser gesagt: erleiden), untereinander sagen. In der Tat könnten die Dinge für sie nicht besser laufen. Zwischen gefälschten (oder absichtlich provozierten) „Klimawandeln“, „falschen“ Kriegen, die keinem anderen Zweck dienen, als zur Zerstörung der europäischen Wirtschaft beizutragen, Massendeportationen von „Flüchtlingen“, die nur dazu dienen (oder dienen werden), die europäischen Länder (Italialand an vorderster Front), die bereits durch (echte oder falsche) Sanktionen schwer geschwächt sind, vor allem in sozialer Hinsicht weiter zu destabilisieren, schikanösen Maßnahmen verschiedenster Art, die vom bürokratischen Marionettenapparat in Brüssel und Frankfurt verhängt werden, und der Rückkehr von vorgetäuschten „Plandemien“ (pandeminchie), die mit neuen Krankheitsvarianten angepasst werden – ich würde sagen, wenn ich an ihrer Stelle wäre, könnte ich mir nur selbst gratulieren. Bis hierhin haben sie, natürlich aus ihrer Sicht, hervorragende Arbeit geleitet. Ganz zu schweigen davon, was sie in Sachen sozialer Kontrolle auf den Weg bringen, durch die Digitalisierung des Geldes und der Daten all der Schafe (wir), die durch Technologie gesteuert werden, deren Hauptinstrument, wie ich schon mehrfach geschrieben habe, unser mittlerweile untrennbares Smartphone ist.

 

Tja, aber die BRICS…

Also eine Tragödie? „Ach was!“, behaupten die Optimisten. „Es gibt doch die BRICS, es gibt Donald Trump, es gibt Putin…“. Kurzum, es gibt die „Retter des Vaterlandes“, die auf unserer Seite kämpfen. Zumindest ist das das Narrativ, das von vielen Leuten aus der sogenannten „Gegenöffentlichkeit“ (Gegeninformation) verbreitet wird, wie zum Beispiel von Cesare Sacchetti mit seinem Blog La cruna dell’ago (Das Nadelöhr). Ich enthalte mich eines Urteils über den Autor, auch wenn ich mir im Laufe der Zeit mehr oder weniger eine Meinung über ihn gebildet habe. Was ich jedoch für wenig glaubwürdig halte, ist seine Erzählung über die Entstehung der BRICS und die Figur von Persönlichkeiten wie Trump und Putin. Im Gegenteil, um die bestehenden Verflechtungen zwischen den verschiedenen globalen Machtgruppen zu verstehen, halte ich den ausgezeichneten Blog The mirror truth für unverzichtbar, der mit detaillierten Analysen die tiefen Verbindungen zwischen der Hochfinanz der üblichen Verdächtigen und den wirtschaftlichen Machthabern der Welt – einschließlich der chinesischen Mandarine – aufzeigt. Figuren wie Donald Trump oder Elon Musk werden, wie gesagt, von Teilen der sogenannten Gegenöffentlichkeit als Paladine betrachtet, auf die man sich berufen kann, wenn man von einer Welt „alter Schule“ träumt, wie damals, als uns allen die Dinge noch „normal“ erschienen. In Wirklichkeit gehören sie, genau wie Putin selbst (egal ob es der echte ist oder ein Doppelgänger), ebenso zur Freimaurerei wie die diversen Bidens, Trudeaus, Sunaks, Von der Leyens & Co., nur eben in Logen, die mit denen der Letztgenannten im Konflikt stehen. Ich klammere die Figur Putins aus, weil es zu lange dauern würde, sie hier zu umreißen. Trump, der neben der berühmten Geschichte seiner vor dem Bankrott geretteten Hotelkette dank der Intervention einer kleinen Bank im Besitz der üblichen Rothschilds (eine Geschichte, die Pietro Ratto in seinen Büchern I Rothschild e gli altri und Rockefeller e Warburg, le famiglie più potenti della terra sehr gut erzählt hat) enge Verbindungen zur chassidisch-jüdischen Gemeinde durch seinen Schwiegersohn Jared Kushner unterhält, ist eben durch diesen und seinen Sohn Donald Jr. mit dem Giganten Blackrock und somit wieder mit den Rothschilds verbunden. Ich möchte mich ein wenig mehr mit Musk befassen, der von allen als ein etwas verrückter und genialer Visionär angesehen wird.

 

Die „grüne“ Mobilität

Zu den vielen Tätigkeiten des vulkanischen Charakters gehört bekanntlich die des Unternehmers, insbesondere die des Herstellers von Elektroautos unter der Marke Tesla. Aber die Produktion von Elektroautos hat an sich etwas, das überhaupt nicht stimmig ist. Ich persönlich habe einen Arbeiter im Berliner Werk dieses Automobilherstellers interviewt, neugierig auf die Methoden, Mengen und Produktionszeiten (in Berlin wird speziell das Modell Y der Baureihe produziert). Nun, zu meinem großen Erstaunen stellte ich fest, dass Musks Fabrik jeden Tag etwa 1.000 bis 1.200 Autos ausspuckt (eines alle 45 Sekunden, bei einem 24/7-Produktionszyklus, der in drei 8-Stunden-Schichten unterteilt ist). Natürlich hängt die Anzahl der produzierten Fahrzeuge, die man auf eines alle 40 Sekunden steigern möchte, von Pannen ab, die am Fließband passieren können. Übersetzt bedeutet all dies, dass das Werk beim aktuellen Produktionstempo jeden Monat etwa 36.000 Fahrzeuge ausstößt, also 432.000 pro Jahr. Würde man die Produktionszeit auf ein Auto alle 40 Sekunden senken (in Asien produziert man bereits im Rhythmus von einem alle 35 Sekunden), hieße das eine durchschnittliche Produktion von 720.000 Fahrzeugen pro Jahr. Und das nur für das Modell Y. Wenn man nun berechnet, dass laut Il Sole 24 Ore die Produktion der im vergangenen Jahr in Europa verkauften reinen Elektroautos (BEV – Battery Electric Vehicle, also keine Hybride) sich auf 1,56 Millionen Einheiten belief (wovon Tesla mit seinem Modell Y mit 137.000 verkauften Fahrzeugen die unangefochtene Spitze bildet, gefolgt von seinem anderen Modell 3 mit 91.500 verkauften Einheiten), und bei einem stetig wachsenden Produktionstempo (zumindest den Prognosen zufolge), stellt sich unweigerlich die Frage, wie Catalano gesagt hätte: Aber was gedenken sie eigentlich mit all diesen produzierten Elektroautos anzufangen? Diese Frage ergibt sich auch aus der Überlegung, dass das drittmeistverkaufte Modell der VW ID.4 war, aber mit nur 67.500 Zulassungen, und alle anderen Modelle rückläufig sind. Ganz zu schweigen davon, dass der Durchschnittspreis für ein Tesla Model Y bei etwa 50.000 bis 60.000 Euro liegt. Wie viele Europäer werden sich den Luxus leisten können, ihre „alten“ Verbrenner, die vielleicht erst vor ein paar Jahren gekauft wurden, zugunsten eines Elektrofahrzeugs aufzugeben? All dies, ohne auf die „vermeintliche“ Rentabilität des Elektroantriebs einzugehen, sowohl hinsichtlich der Produktionskosten und der Energieeffizienz als auch der tatsächlichen Möglichkeiten zur Erzeugung „sauberer Energie“. Diesbezüglich sind die Überlegungen des Ingenieurs Fabio Castellucci sehr interessant (man findet sie in diversen Online-Interviews: zum Beispiel hier oder hier). Meiner Meinung nach werden sie also irgendeine Form von „Anreizen“ finden, um den Übergang zur Elektromobilität zwangsweise durchzusetzen, vielleicht indem sie es de facto unmöglich machen, die Kosten eines „traditionellen“ Autos wirtschaftlich zu tragen, während sie gleichzeitig die wunderbare Möglichkeit bieten, ein BEV zu nutzen (und sich somit mit einem „eigenen“ Fahrzeug fortbewegen zu können) im Austausch für die x-te Impfdosis oder die endgültige Aufgabe der Privatsphäre. Das alles im Hinblick auf den maximal erlaubten Bewegungsradius in den „15-Minuten-Städten“, die somit perfekt für die geringe Reichweite der Elektromobilität sind. In der Praxis müssen Sie in städtischen Gehegen bleiben, wo Sie leicht kontrolliert werden können. Und das alles immer unter dem Vorwand des „Umweltschutzes“. In der Praxis werden wir eine Masse von Menschen haben, die davon überzeugt sind, dass die Welt an der menschlichen Ruchlosigkeit zugrunde geht. Zu diesem Zweck haben sie eine Masse an jüngeren Generationen von „Klima-Schwachköpfen“ herangezogen, die zwischen einem Eimer Farbe auf ein Kunstwerk oder Denkmal und dem Festkleben ihrer Gliedmaßen auf dem städtischen Asphalt glauben, den Planeten zu retten. Und all das, während sie euch, ihr schmutzigen, umweltverschmutzenden Panda-Fahrer, rügen! Wobei die Tatsache außer Acht gelassen wird, dass sich gleichzeitig die Mächtigen der Erde regelmäßig an fabelhaften Orten des Planeten treffen, um uns allen zu sagen, wie wir uns verhalten müssen, um nicht zu verschmutzen, indem wir Grillen und synthetisches Fleisch essen, während sie sich ausschließlich mit Privatjets fortbewegen und sündhaft teure Delikatessen verzehren, die auf die „alte Art“ produziert und zubereitet wurden.

 

Die wunderbare Welt von Italialand

Während also die Geschicke der Welt von dem „falschen“ Ukraine-Krieg, dem x-ten Wiederkäuen der Plandemie, den Klima-„Wandeln“, dem erzwungenen und gewaltsamen Import von Afrikanern auf den Alten Kontinent und dem immer offensichtlicheren wirtschaftlichen Ruin desselben geprägt sind, haben in der wunderbaren Welt von Italialand unter den vielen Schwachsinnsmeldungen (für die Sprachpuristen siehe den eingefügten Link), mit denen die Italioten gefüttert werden, zwei insbesondere wochenlang alle Massenmedien und die feinen (und weniger feinen) Salons der Halbinsel beschäftigt: der Generalissimus Roberto Vannacci, (von mir) „Plattfuß in Afrika“ genannt, und der Pfirsich der Begierde von Esselunga. Den Ersteren wollte ich so nennen, weil er mich auf einem im italiotischen Wochenmagazin Chi veröffentlichten Bild sehr an eine Figur erinnerte, die Bud Spencer (Carlo Pedersoli) in einer in den Siebzigerjahren erschienenen Tetralogie unter der Regie von Steno spielte. Der Generalissimus, eine eigens geschaffene Figur, um die Aufmerksamkeit des durchschnittlichen Italioten abzulenken, ist offensichtlich ein Gatekeeper, um eine „moderne“ Sprache zu verwenden, oder ein Infiltrator des Systems, wie man früher gesagt hätte. Vielleicht wird er auch eine eigene politische Bewegung gründen, um die ohnehin gespaltene heimische öffentliche Meinung noch ein wenig mehr zu spalten (als ob das nötig wäre). Andererseits hat der starke Mann, der dazu neigt, ein Vollidiot… uups, ich wollte schreiben, ein Angeber zu sein, in unseren Breitengraden schon immer Anklang gefunden. Aber man weiß ja, die Italioten sind auch sehr wankelmütig, also muss man ihnen auch „leichtere“ Geschichten mit „guten Gefühlen“ liefern, auf die sie ihre Aufmerksamkeit richten können. Was also tun? Ganz einfach: Man bauscht einen Fall auf, über den sie wochenlang hitzig diskutieren können, ausgehend von einem „durchtriebenen“ Werbespot, wie man in der Hauptstadt sagen würde. Einer jener tränenreichen Spots, wie sie in Deutschland jedes Jahr pünktlich vor Weihnachten von einer sehr bekannten Supermarktkette produziert werden. Letztere zielen auf die guten Gefühle gegenüber der jeweiligen Oma oder dem Opa ab, der Erstere auf die guten Gefühle gegenüber dem kleinen Mädchen geschiedener Eltern. Andererseits: Warum sollten sich die Mitbürger der netten kleinen Familie von Esselunga auch auf eine gelinde gesagt desaströse wirtschaftliche und soziale Lage konzentrieren? Gott bewahre, dass dann noch jemand (mittlerweile eine vom Aussterben bedrohte Spezies) auf die Idee käme zu protestieren, oder was weiß ich, gegen die jeweilige Marionettenregierung zu rebellieren. In der Tat lohnt es sich nicht einmal mehr zu schauen, wer gerade der Beauftragte ist, der im Palazzo Chigi die Papiere hin und her schiebt. In diesem Zusammenhang hatte der Retter des Vaterlandes, Mario Draghi, das Konzept sehr gut klargestellt, als er noch die Rolle des EZB-Chefs innehatte: „Die Märkte fürchten keine Wahlen, die Reformen laufen auf Autopilot“. Und nur das zählt. Die Entscheidungen werden woanders getroffen. Das Volk bildet sich praktisch ein, durch die Wahl von Marionettenkandidaten dieser oder jener Partei etwas zu zählen. Exemplarisch hierfür ist der Satz des anderen starken Mannes von Goldman Sachs, des ehrwürdigen Professors Mario Monti, als er 2015 in einem Interview sagte: „Kann man hoffen, dass sich die öffentliche Meinung des Führungsverlustes seitens der Regierenden bewusst wird? Ist es möglich, dass die Schafe beginnen, den Hirten in die richtige Richtung zu lenken und dabei sogar die Kontrolle über den Schäferhund zu übernehmen? Ein bisschen schwierig.“ Also Schafe, grast und seid still!

 

Israel, schöner Boden der Liebe

Während ich diesen meinen langen Artikel abschließe (wie üblich, werden Sie sagen! Aber andererseits kann man nicht so viele Themen und Überlegungen in einen Tweet packen), trifft die Nachricht vom Hamas-Angriff in mehreren Teilen Israels ein. Die Situation ist noch in der Entwicklung, und meiner Meinung nach ist es etwas zu früh, um zu sagen, was wirklich passiert: ein echter Angriff nach Meinung der einen (nämlich der Unterstützer Israels), unter falscher Flagge („False Flag“) nach Meinung der anderen (der palästinensischen Unterstützer). Es ist sehr wahrscheinlich, dass es sich um den tatsächlichen Beginn der Eskalation des Dritten Weltkriegs handeln könnte (der bereits in mehreren Teilen der Welt im Gange ist: Europa, Afrika, Asien und nun im Nahen Osten unter verschiedenen Formen). Auf jeden Fall ist es das x-te Symptom des Kampfes, der an der Spitze der freimaurerischen Machtgruppen tobt, die sich wie nie zuvor uneins darüber sind, wer die unmittelbar bevorstehende Welt anführen soll – jene der digitalen Kontrolle, auf die alle, ohne Ausnahme der Großmächte, mit vollen Segeln zusteuern.

Der König ist tot. Es lebe der König!

Der König ist tot. Es lebe der König!

Eine kurze Vorbemerkung

Der Autor dieser Zeilen war in der Vergangenheit, ich würde sagen für eine lange Zeit, ein Sympathisant der „Linken“, ich wage sogar zu sagen, der extremen Linken. Dies stets unter der Prämisse, dass dies geschah, als man in der italienischen Politik noch in gewissem Maße von einer Spaltung zwischen „Linker“ und „Rechter“ sprechen konnte – vorausgesetzt, es hat überhaupt einen Sinn, von „links sein“ oder „rechts sein“ zu sprechen. Nur die Jahre haben mich nämlich gelehrt, dass Ideologien (egal welche) immer schon von der „wahren“ Macht benutzt wurden, um zu herrschen und die Völker der ganzen Erde zu unterwerfen. Letztere wiederum haben sich den Rollen, die ihnen von Zeit zu Zeit angeboten wurden, oft aufrichtig und hingebungsvoll verschrieben, oft sogar um den Preis ihres eigenen Lebens und des Lebens ihrer Liebsten. Diese kurze Einführung diene nur dazu, dass ich nicht von den üblichen vier lobotomisierten Idioten mit den gängigen Schimpfworten bedacht werde, auf deren Gebrauch sie – wie Pawlowsche Hunde – gegen jeden abgerichtet wurden, der anders denkt als das aktuelle Narrativ der Political Correctness.

 

Eine italienische Geschichte. Oder vielleicht doch nicht

Es war der 17. Februar 1992, als der damals fast unbekannte Staatsanwalt Antonio Di Pietro vom Ermittlungsrichter Italo Ghitti einen Haftbefehl gegen den Ingenieur Mario Chiesa erwirkte. Chiesa war Präsident des Pflegeheims Pio Albergo Trivulzio und ein prominenter Vertreter der Mailänder PSI (Sozialistische Partei Italiens). Ihm lag eine im Vorjahr begonnene Ermittlung zugrunde, die ihn persönlich in eine Affäre um administrative Korruption und Schmiergeldzahlungen verwickelte. Das war nur die sprichwörtliche Nadel im Heuhaufen und offenbarte schon bald ein System von Bestechungsgeldern, das seit Jahren im ganzen Land praktiziert wurde, bei dem aber alle so taten, als existiere es nicht. Die Ermittlungen weiteten sich aus, und nach den für alle Parteien (mit Ausnahme der Lega und La Rete von Leoluca Orlando) katastrophalen Parlamentswahlen Anfang April jenes Jahres folgte eine Serie von Anklagen, Rücktritten und in einigen Fällen sogar Selbstmorden von Politikern und Unternehmern (darunter der ehemalige Eni-Präsident Francesco Cagliari und der Unternehmer Raul Gardini, Präsident der Ferruzzi-Montedison-Gruppe, die beide in die Geschichte der „Enimont“-Schmiergelder verwickelt waren). In wenig mehr als einem Jahr wurde eine ganze politische Klasse, Parteichefs vorneweg, hinweggefegt. Es gab auch mehrere Morddrohungen gegen Di Pietro selbst (der im Übrigen keineswegs eine makellose Figur war. Aber das hier auszuführen, würde zu weit führen). Die inzwischen überaus zahlreichen Ermittlungen verwickelten sogar die Finanzpolizei (Guardia di Finanza). Nur die alte PCI (Kommunistische Partei Italiens) schien von dieser Welle der Skandale nur am Rande berührt zu werden. In Wahrheit war der Grund, warum sie nicht direkt involviert war, ein ganz anderer. Darauf komme ich später in diesem Artikel zurück. All dies führte, wie wir gleich sehen werden, zum Ende der Ersten Republik, um einen journalistischen Ausdruck zu gebrauchen.

 

Fozza Itaia

Ich erinnere mich noch sehr gut an einen Abend im Jahr 1992, als ich mit einigen Freunden plaudernd durch die Straßen von Rom spazierte. Irgendwann fielen uns in der Gegend von San Giovanni überall Plakate auf, die bildschirmfüllend ein lächelndes Baby zeigten, über dem der Schriftzug „Fozza Itaia“ (kindliche Aussprache für „Forza Italia“, Vorwärts Italien) prangte. Wir stellten uns sofort alle dieselbe Frage: „Was soll das denn sein? Klingt wie ein Fußball-Slogan!“. Auch wenn die Werbefachleute es später dementierten, bringt mich niemand von dem Gedanken ab, dass dies sozusagen die technischen Probeläufe für die neue, bereits geplante Partei waren, die im Januar 1994, nach seinem Eintritt in die Politik im Oktober des Vorjahres, von einem Mailänder Unternehmer gegründet werden sollte: Silvio Berlusconi. Der Grund, warum ich heute, Jahre später, glaube, dass diese Plakate kein Zufall waren, ist, dass wenig mehr als zwei Jahre zuvor, am 9. November 1989, die Berliner Mauer gefallen war. Seitdem wurde andernorts entschieden, dass sich die europäische politische Ordnung ändern müsse und dass insbesondere Italien einer neuen politischen Klasse Platz machen müsse. Diese sollte die alte ersetzen, welche zwar korrupt und bestechlich war, aber die unverzeihliche Sünde beging, aus authentischen Politikern zu bestehen, deren Bildung eine realpolitische gewesen war und die sich auf ihre Weise immer noch um das Allgemeinwohl des Landes kümmerten. Mit anderen Worten, man musste diejenigen hinwegfegen, die noch eine multipolare und keine globalistische Weltauffassung besaßen und deren Vision von Machtverhältnissen noch von politischen, sozialen und moralischen „Werten“ der vergangenen Jahrhunderte geprägt war. Das Ende des 20. Jahrhunderts sollte stattdessen den Weg für jene vereinheitlichenden und meinungsnivellierenden Prinzipien bereiten, die noch heute die Leitlinien der jüngsten internationalen Entwicklungen sind. Genau aus diesem Grund ist das, was ich hier zusammenfasse, vielleicht (wie oben geschrieben) doch keine rein „italienische Geschichte“. Und das gilt sowohl für die Geschichte von „Tangentopoli“ (Schmiergeld-Skandal) als auch für den „Eintritt auf das Spielfeld“ (wie er selbst immer sagte, wobei er den Begriff aus seinem geliebten Fußball entlehnte) dieses ebenso umstrittenen wie in der italienischen Politik untypischen Charakters. Im Guten wie im Bösen hat der Politiker Berlusconi, der absolut untrennbar mit dem Unternehmer verbunden ist, rund 17 Jahre der italienischen Politik und Gesellschaft geprägt: von der offiziellen Gründung seiner Forza Italia im Januar 1994 bis zum 12. November 2011, dem Datum seines „erzwungenen“ Rücktritts als Ministerpräsident. Dieser Rücktritt war, wie ich damals in einer Diskussion mit meinen Freunden vom besagten Abend 1992 anmerkte, in Wirklichkeit ein regelrechter „Staatsstreich“ durch den damaligen Staatspräsidenten Giorgio Napolitano* (vielleicht den schlechtesten Präsidenten, den die Italienische Republik je hatte, zusammen mit dem aktuellen) und die internationale politische und wirtschaftliche Gemeinschaft. Letztere war der eigentliche Auftraggeber für das, was Napolitano praktisch umsetzte. Höchstwahrscheinlich wurde der Unternehmer Berlusconi erpresst. Die Aktien von Mediaset begannen abzustürzen und verloren das gesamte Jahr 2011 über an Wert, allein bis August gaben sie um 45,5 Prozent nach. Und auch in den unmittelbar folgenden Jahren erging es ihnen nicht gut. Das Unternehmen wurde 1987 gegründet, war Ende 1996, dem Jahr des Börsengangs, 4 Milliarden wert und erreichte Anfang 2000 mit dem Aufkommen des Internets einen Wert von 30 Milliarden. Seitdem folgte jedoch ein langsamer, unaufhaltsamer Niedergang bis zu den heutigen rund 1,7 Milliarden, weniger als die Hälfte dessen, was es beim Börsengang vor 27 Jahren wert war. Im Prinzip machte Goldman Sachs & Co. dem Cavaliere klar, dass die Zeit gekommen war, die Zügel abzugeben. Und so begann die Ära Monti.

 

Berlusconi der Verführer/Korrupteur

Zweifelsohne hat Berlusconi aus verschiedenen Blickwinkeln dazu beigetragen, das ohnehin schon wankende Land am Ende der 80er Jahre noch weiter zu verschlechtern. Ich bin der Erste, der der Ansicht ist, dass er mit seinen Fernsehsendern – dank der Komplizenschaft von Figuren wie Maurizio Costanzo und dessen Ehemann (nein, das ist kein Versprecher von mir…) – den italienischen Haushalten, die ohnehin schon zur Oberflächlichkeit neigten, den schlimmsten Populismus und die schlimmste Vulgarität in Verbindung mit den niedersten Instinkten (Fressen, platter Sex und Fäkalhumor) ins Haus geliefert hat. Wahr ist auch, dass die Figur Berlusconi (und auch das ist kein Zufall) für seine unternehmerischen Projekte auf die wirtschaftliche und anderweitige Hilfe der Mafia zurückgriff, die, daran möchte ich uns alle erinnern, die „schmutzige Hand“ der internationalen Macht ist. Genauso wahr ist, dass er ein Korrupteur war und vielleicht Dutzende von verwaltungsrechtlichen und anderen Straftaten begangen hat, abgesehen davon, dass er seine Doppelrolle als Politiker und Unternehmer in einem offensichtlichen Interessenkonflikt ausnutzte, um seinen Unternehmen durch über 70 „Ad-personam“-Gesetze (auf seine Person zugeschnittene Gesetze) Vorteile aller Art zu verschaffen, oft auf Kosten staatlicher Unternehmen. All dies ist zweifellos wahr (wie die vielen Prozesse gegen ihn mehrfach bewiesen haben). Davon war ich schon vor Jahren überzeugt und bin es immer noch. Dennoch glaube ich nicht, dass trotz allem die gravierendste und verantwortungsvollste Rolle in der gesamten Zeit, in der Berlusconi für unser Land und darüber hinaus etwas bedeutete, die seine war. Berlusconi hat sich immer als das präsentiert, was er war, ohne sich zu verstellen. Bei anderen Protagonisten des politischen und gesellschaftlichen Lebens in Italien war das nicht der Fall. Und hier kommen wir auf die Rolle zurück, die, wie ich zuvor schrieb, die alte PCI während der turbulenten Phase von „Mani pulite“ (Saubere Hände) spielte. Wie ich bereits erwähnte, die alte Kommunistische Partei oder das, was nach der „Wende“ von Occhetto im Jahr 1991 mit der Umwandlung in die PDS (Demokratische Partei der Linken) davon übrig geblieben war. Es ist kein Zufall, dass der Name an den einer der beiden großen amerikanischen Parteien erinnerte. Ebenso wenig ist es ein Zufall, dass auf Achille Occhetto – meiner Meinung nach von anderen manipuliert – im Jahr 1994, dem Jahr von Berlusconis Wahlsieg, Massimo D’Alema folgte, eine der zwielichtigsten Figuren der italienischen Politik (ich werde hier nicht die verschiedenen Schandtaten aufzählen, die sich in seiner langen politischen Karriere angesammelt haben). Derjenige, der einst der „Kofferträger“ der alten PCI-Politiker war, wurde zum Protagonisten und bildete (zusammen mit anderen Kofferträgern anderer alter Parteien) die „neue“ politische Klasse der „Zweiten Republik“ (heute, mit der sogenannten „Dritten“, haben wir es mit den Nullen der Zweiten zu tun). Die sogenannte „Linke“ (die mit den „Werten“ der Linken von einst nichts mehr zu tun hat, genauso wenig wie die heutige „Rechte“ mit der von früher) hat in all den Jahren, in denen sie regierte und sich mit dem Cavaliere abwechselte, nie, ich betone nie, eines dieser 70 Ad-personam-Gesetze, die er durchgebracht hatte, annulliert. Ein Zufall? Das würde ich nicht sagen.

 

Ob dieser oder jener, für mich sind sie alle gleich

Der wahren Macht, der internationalen Freimaurerei, diente Silvio Berlusconi – selbst Freimaurer und Mitglied der Loge Propaganda 2 (P2) von Licio Gelli (genau wie der erwähnte Maurizio Costanzo) – dazu, Italien in die Richtung zu lenken, die er uns leider einschlagen ließ. Allerdings war die Figur sozusagen histrionisch. Er hatte die unangenehme Tendenz, sich als Protagonist zu fühlen. Mit anderen Worten: Er tat ab und zu, was ihm passte, ohne Rücksicht darauf, dass den Herren, die ihn an der Leine hielten, diese „Autonomie“ der Ansichten nicht gefallen würde. Und sie ließen ihn dafür büßen, bis sie ihn fallen ließen, als sie erkannten, dass er ihnen nicht nur nichts mehr nützte, sondern auch schädlich für ihre Pläne (Putin, Gaddafi usw.) wurde. Auf der anderen Seite inszenierten dieselben wahren Herren der Welt für die Italiener (oder besser gesagt, wie ich sie nenne, die Italioten) die Rolle der vorgetäuschten Opposition, indem sie ebenjene „linke“ Partei gründeten und ihren Namen im Laufe der Jahre änderten. Aber warum nutzten sie die alte PCI (und ließen sie zu diesem Zweck nicht in „Mani pulite“ hineinziehen)? Ganz einfach. Weil die alte Kommunistische Partei diejenige war, die über ein flächendeckendes Netzwerk im Land verfügte und über ihre Genossenschaften den Großteil der einfachen Arbeiter am besten erreichen konnte. Um die mittlere bis obere Bourgeoisie sollte sich der gute alte Berlusconi kümmern. Als die „linken“ Lakaien das zerlumpte einfache Volk langsam ermüdeten – welches zwar zerlumpt sein mag, aber einen Magen hat und es nicht erträgt, dass diejenigen, die es verteidigen sollten, Champagner nippen und Kaviar essen (erinnert Sie das an etwas von heute?) und sich offensichtlich einen Dreck um es scheren –, zauberten die globalen Eliten die neue „Scheinopposition“ aus dem Hut: die 5 Sterne (oder 5 Ställe, Ställe /Sterne wie man es bevorzugt). Bei Letzteren, wie ich an anderer Stelle bereits erwähnt habe, ließ auch ich mich täuschen und gab ihnen meine Stimme (nach etwa 30 Jahren ehrenvoll ungültig gemachter Stimmzettel). Natürlich beging ich bei der darauffolgenden Wahl nicht denselben Fehler. Heute zerreißt sich die „fuchsia-regenbogenfarbene“ Linke, wie Diego Fusaro sie treffend nennt, in den sozialen Medien die (bunten) Kleider darüber, dass wegen des Todes von Berlusconi Staatstrauer ausgerufen wurde (alles voll von „non in mio nome“ oder „not in my name“, denn Englisch klingt ja überall cooler). Abgesehen davon, dass mir der politische Akt, der von der aktuellen Marionettenregierung gewünscht wurde (das Kostüm der Marionetten ändert sich, aber die Puppenspieler sind immer dieselben), völlig gleichgültig ist, muss ich sagen, dass ich es einfach deprimierend finde, dass so viele Hirnlose auf freiem Fuß herumlaufen. Dass sie das Wahlrecht haben, darüber mache ich mir schon lange keine Sorgen mehr, denn wie jemand einmal sagte (mir egal, ob es wirklich Mark Twain war oder nicht): „Wenn es zu etwas nütze wäre, würden sie es uns nicht erlauben“. Der König ist tot, es lebe der König! Der Nächste, bitte.

*Darüber hatte ich bereits in verschiedenen Artikeln geschrieben, darunter hier, hier und hier.

Ich habe ein Meer von Veränderungen durchlitten, und nichts wird jemals wieder dasselbe sein

Ich habe ein Meer von Veränderungen durchlitten, und nichts wird jemals wieder dasselbe sein

Ich habe lange nicht mehr geschrieben, denn wie Ludwig Wittgenstein in seinem „Tractatus logico-philosophicus“ sagte: „Wovon man nicht sprechen kann, darüber muss man schweigen“. Und worüber hätte ich denn auch schreiben sollen, über das hinaus, was ich in meinen früheren Artikeln über die Epoche, in der wir leben, bereits dargelegt habe? In der Tat recht wenig. Das liegt auch daran, dass alles genau nach Plan verläuft, zumindest für diejenigen, die beschlossen haben, diesen epochemachenden Wandel in unser aller Leben ins Werk zu setzen: Zuerst war da die vorgetäuschte Pandemie, dann kam der Krieg (dessen Interesse bei vielen nachlässt), und nun ist das allmähliche Verschwinden der Geschäftsbanken an der Reihe (siehe den Schweizer Fall und den der Silicon Valley Bank) zugunsten eines zentralisierten Wechsels hin zu einer digitalen Währung. Haben Sie keine Angst, das wird in Kürze geschehen, nicht erst in ferner Zukunft, wie einige glauben und weiterhin behaupten. Rund 200 US-Banken sind insolvenzgefährdet und könnten ähnlich kollabieren wie die kalifornische Bank. Ein Bericht besagt: „Selbst wenn nur die Hälfte der nicht versicherten Einleger beschließt, Gelder abzuheben, sind fast 190 Banken dem potenziellen Risiko einer Verschlechterung der versicherten Einleger ausgesetzt, mit potenziell versicherten Einlagen in Höhe von 300 Milliarden Dollar.“ Eine am 13. März im Social Science Research Network veröffentlichte Studie von vier Wirtschaftswissenschaftlern bedeutender Universitäten argumentiert, dass die Zinserhöhungen der Federal Reserve zu einer Abwertung von Vermögenswerten wie US-Staatsanleihen geführt haben, die von diesen Banken gehalten werden. Finanzministerin Janet Yellen hat gewarnt, dass nicht alle nicht versicherten Einlagen von der FDIC gerettet werden. Mit anderen Worten: Nur die Großbanken werden gerettet. In Europa wurde der Mechanismus von Fabio Panetta, Mitglied des EZB-Direktoriums, in seiner Einleitungserklärung vor dem Ausschuss für Wirtschaft und Währung des Europäischen Parlaments angekündigt: „Die Untersuchungsphase des Projekts zum digitalen Euro hat vor über einem Jahr begonnen. Seit seinem Start war die enge Einbindung des Europäischen Parlaments für die EZB eine Priorität. Im Laufe des Jahres 2022 haben wir in diesem Ausschuss regelmäßig die wichtigsten geprüften technischen Optionen diskutiert. Ihre Beiträge haben wertvolle Hinweise für unsere Arbeit geliefert; zusammen mit dem Feedback anderer – sowohl öffentlicher als auch privater – Gesprächspartner haben sie zu den Fortschritten der letzten Monate beigetragen. Diese Interaktionen sind unerlässlich, um sicherzustellen, dass das öffentliche Geld (das von der Zentralbank ausgegebene Geld) den Präferenzen und Bedürfnissen der Bürger und Unternehmen in einem sich ständig wandelnden digitalen Umfeld entspricht. Die Zahlungsgewohnheiten der europäischen Bürger ändern sich mit beispielloser Geschwindigkeit: In den letzten drei Jahren sind die Barzahlungen im Euroraum von 72 auf 59 Prozent der gesamten Zahlungen zurückgegangen, während sich digitale Zahlungen weiter verbreitet haben. In den Niederlanden und in Finnland beispielsweise wird Bargeld nur noch bei einem Fünftel der Transaktionen verwendet. Gleichzeitig wollen die Bürger die Möglichkeit haben, mit öffentlichem Geld zu bezahlen. Die Mehrheit von ihnen hält es für wichtig oder sehr wichtig, immer über eine solche Option zu verfügen. Ein digitaler Euro würde dieser wachsenden Nachfrage nach elektronischen Zahlungen gerecht werden, indem er öffentliches Geld in digitaler Form zur Verfügung stellt. Zusammen mit dem Bargeld würde ein digitaler Euro den europäischen Bürgern Zugang zu einem Zahlungsmittel bieten, mit dem sie im gesamten Euroraum kostenlos bezahlen könnten. Der einfache Zugang und die Bequemlichkeit seiner Nutzung würden die Annahme der neuen Währung fördern und die finanzielle Inklusion verbessern. In meiner heutigen Rede werde ich erläutern, wie der digitale Euro uns helfen könnte, unsere Währung überall und für jeden Bedarf im Euroraum verfügbar zu machen. Ich werde meine Ausführungen mit einem Blick auf das Arbeitsprogramm für 2023 abschließen, in dem die EZB die Untersuchungsphase des Projekts zum digitalen Euro abschließen und die Europäische Kommission ihren Legislativvorschlag vorlegen wird.“ Kurzum, die soziale Kontrolle durch eine zeitlich befristete, allein von den Zentralbanken herausgegebene digitale Währung ist fest vorgezeichnet. Zuerst in den westlichen Ländern, dann werden die anderen folgen (im Guten oder im Bösen). Das System wurde in Gang gesetzt und hat, von Anpassungen abgesehen, seinen genauen Fahrplan. Das Prinzip des gekochten Frosches gilt weiterhin, ebenso wie das des Overton-Fensters. Dieser mein kurzer Text ist daher in erster Linie eine Notiz an mich selbst über ein paar Punkte, die von allen beteiligten Parteien gewoben werden. Wer sich die Mühe gemacht hat, meine früheren Artikel zu lesen, dem sollte mittlerweile völlig klar sein, wer „die beteiligten Parteien“ sind. Für die Unaufmerksameren ließe sich einfach zusammenfassen, dass es nicht „den Guten“ im Gegensatz zum „Bösen“ gibt, um es besser zu verstehen: nicht den „Trump“ im Gegensatz zum jeweiligen „Biden“ (oder umgekehrt, je nachdem, an welches aktuelle Narrativ man glauben möchte), oder den „guten Westen“ im Gegensatz zum „bösen Osten“ (vereinfacht gesagt: die „Guten der Nato“ gegen die „bösen Russen und Chinesen“), sondern dass es zwei große freimaurerische Gruppen gibt, die sich an der Spitze der globalen Machtpyramide abwechseln, wobei einmal die eine und dann die andere überwiegt und sie sich auf dem Weg dorthin gegenseitig ein Bein stellen (sprich: vorgetäuschte Skandale über in Wirklichkeit allen bekannte Dinge, oder inszenierte Anschläge verschiedenster Art, die darauf abzielen, die andere Seite zumindest in den Augen der öffentlichen Meinung zu „destabilisieren“). Kurzum, es ist alles ein Rollenspiel auf einem riesigen Schachbrett, bei dem wir „Normalsterblichen“ alle die (mehr oder weniger bewusst) geopferten Bauern sind. Wer noch über den Königen und Königinnen steht, würde ein separates Thema erfordern, das ich hier nicht ansprechen möchte, auch weil mir bewusst ist, dass Sie mich alle für verrückt erklären würden (noch mehr, als es einige ohnehin schon tun).

Die Zinnsoldaten

Bei diesem Abstieg in die Unterwelt kann man sich in Bezug auf eine Verlangsamung (an eine Kehrtwende denke ich gar nicht erst, sie ist meiner Meinung nach unmöglich) nicht auf die sogenannten „neuen Generationen“ verlassen. Wie ich bereits an anderer Stelle geschrieben habe, handelt es sich um Massen von kleinen Soldaten, die an den Schulen und Universitäten weltweit durch speziell für diesen Zweck erstellte Lehrpläne eigens herangezogen wurden. In ihnen (und ich beziehe mich nicht nur auf die Zwanzigjährigen oder die Teenager) wurde jegliches kritische Bewusstsein abgetötet, indem man ihnen absichtlich eine unbestreitbare, von oben diktierte Realität erschaffen hat, die keine Zweifel duldet – es sei denn, es handelt sich um vorgetäuschte Zweifel, die eigens dafür geschaffen wurden, um den Anschein zu erwecken, Widerspruch werde toleriert. Andererseits hatte uns Ernst Jünger in seinem „Der Waldgang“ (Trattato del ribelle) bereits bestens erklärt, wie das funktioniert. Die gehorsamen kleinen Soldaten, bewaffnet mit Handys, suchen nach Antworten auf die Fragen der Welt durch die Algorithmen von „ChatGPT“ (schon der Name ist Programm: Chat Generative Pre-trained Transformer, also in etwa „vortrainierter generativer Chat-Transformator“), die geschickt von dem „gemeinnützigen“ Unternehmen OpenAI aufgebaut wurden. Zu dessen Gründern und Beteiligten zählen die üblichen Verdächtigen: Elon Musk, Reid Hoffman (LinkedIn), Peter Thiel (PayPal), Sam Altman und Jessica Livingston von „Y Combinator“ (einem Startup-Inkubator für Unternehmen wie Airbnb, Stripe, Coinbase, Dropbox, Twitch, Reddit), Ilya Sutskever, ein ehemaliger Google-Experte für maschinelles Lernen, sowie Amazon Web Services (eine Tochtergesellschaft für Cloud-Dienste). Also ziehen sie in der Welt umher, skandieren (von anderen eigens für sie vorbereitete) Slogans, schleudern Bannflüche gegen jeden, der es wagt, die Vulgata des Mainstreams anzuzweifeln, und verteilen von Zeit zu Zeit Perlen politischer oder moralischer Weisheit. Vor allem die Dreißig- bis Vierzigjährigen sind die Quintessenz der ungebildeten und selbstreferenziellen Besserwisserei. Und dies ist ein Phänomen, das keine geografischen Grenzen kennt. Fast überall auf der Welt sind sie jene Altersgruppe, in der sich diese neuen „Qualitäten“ des homo technologicus (sic.) am besten vereinen und sich demokratisch auf alle Zweige des menschlichen Handelns ausdehnen. In der Praxis bilden sie mittlerweile den zentralen Dreh- und Angelpunkt der modernen Gesellschaft (natürlich gibt es gebührende Ausnahmen, aber es sind eben nur Ausnahmen).

Italialand, meine Liebe

Ein kurzer Verweis auf Italialand, wo zwischen einem „orbe terracqueo“ (Erdball) der Ministerpräsidentin Meloni und einer „Rambata“ (Rambo-Aktion) des Florentiner Bürgermeisters Nardella die LGBTQXYZ+++-Horden (bemerken Sie die Ironie?) aufmarschieren, angeführt von der neuen PD-Sekretärin Elly Schlein, der Greta Thunberg „de noantri“ (unserer Hausmarke), die direkt im Schoß der amerikanischen „neoliberalen“ Fraktion herangezogen wurde. Offensichtlich hat all dies nichts mit dem unantastbaren Recht von Homosexuellen auf bürgerliche und soziale Rechte zu tun, sondern vielmehr mit der Destabilisierung des Individuums durch die vorgetäuschte Forderung nach Normalisierung aus vielerlei Hinsicht höchst fragwürdiger Praktiken, wie zum Beispiel der Leihmutterschaft. Über diese Themen könnte man tagelang diskutieren, und das habe ich hier sicherlich nicht vor.

Seneszenz

Persönlich fühle ich mich wie ein Wesen, das in eine „spenglerianische“ Weltsicht eingetaucht ist, sprich Teil einer (im Sinne von Der Untergang des Abendlandes) bereits toten und hoffnungslosen Welt, die mit allen Mitteln versucht, sich gegen ihren Niedergang zu stemmen. Meine Schuld, die meiner Generation (und all derer, die den unmittelbar vor mir liegenden Generationen angehören), dass wir den vergifteten Köder, der in unser Gehege geworfen wurde, nicht rechtzeitig erkannt haben. Und doch waren die Mittel, um es zu verstehen, bereits vorhanden, wir haben sie nur nicht genutzt. Analysen im Nachhinein dienen nur dem Trost und, sofern man es schafft, dem Verständnis. Nostalgisch denke ich an den Satz, den Donald Sutherland am Ende von John Sturges’ wunderschönem Film „Der Adler ist gelandet“ (The Eagle Has Landed) spricht, und ich identifiziere mich ein wenig damit: „Bonnie my love, as a great man once said: I have suffered a sea change and nothing can ever be the same again… as they say in Ireland: we have known other days“.

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Everybody lies