Die Punkte verbinden: Der globalistische Plan zur Zerstörung Europas

Die Punkte verbinden: Der globalistische Plan zur Zerstörung Europas

Früher gab es in Rätselheften ein kleines Spiel, das ich sehr gerne gemacht habe (ich glaube, es gibt sie immer noch, auch wenn ich schon lange keine mehr gekauft habe): Punkte verbinden. Mit einem Kugelschreiber (oder einem Bleistift, wenn man die Möglichkeit haben wollte, kleine Fehler wegzuradieren) musste man die in einem mehr oder weniger großen Quadrat oder Rechteck gezeichneten Punkte verbinden, bis durch diese Verbindung eine gezeichnete Figur „enthüllt“ wurde. Wahrscheinlich habe ich deshalb schon immer gerne dasselbe mit der Realität getan, die mich umgibt. „Äh, aber du bist nicht wissenschaftliiiiich! Du musst Beweise haben, um solche Dinge zu behaupten! Ein guter Journalist geht so vor!“ Mir ist, als würde ich die vielen Verfechter des rigorosen Denkens um jeden Preis (darunter auch einige meiner persönlichen Freunde) hören. Aber oft ist das Gesamtbild wichtiger als unser direktes Wissen. Herodot, der große griechische Historiker, verwendete zwei verschiedene Verben, um historische Tatsachen zu beschreiben: εἶδον (éidon): das griechische Verb für „ich sah“, die Vergangenheitsform des Verbs ὁράω (ich sehe), das verwendet wird, um zu erklären, dass man etwas mit eigenen Augen gesehen hat, und λέγεται (légetai): vom Verb λέγω (sagen), „man sagt“, für Ausdrücke, die verwendet werden, um eine Überlieferung oder eine Nachricht wiederzugeben, ohne deren absolute Wahrhaftigkeit zu garantieren. Nun, der Inhalt dieses Artikels basiert nur auf meinen Vermutungen. Dennoch basieren diese Vermutungen auf konkreten Tatsachen, die sich wirklich zugetragen haben und die daher als solche von jedem überprüfbar sind. Das Einzige, was Sie nicht direkt finden werden, ist der mögliche rote Faden, der sie alle in dem verbinden könnte, was viele als „Verschwörungsplan“ bezeichnen würden. Nun ja (aber das ist ja bereits bekannt oder man konnte es im Laufe der Jahre, in denen ich über so ziemlich alles geschrieben habe, erahnen), ich kann sagen, dass ich in die Kategorie der sogenannten „Verschwörungstheoretiker“ oder „Schwurbler“ falle, wie viele Leute mich und meinesgleichen gerne abfällig nennen. Aber das interessiert mich genau so viel, wie es sollte, nämlich gar nicht.

 

Phase eins: Die Schaffung der EU und der Einheitswährung

Fassen wir die Fakten zusammen: Dass die Welt nicht gerade ihre besten Tage durchlebt, ist schon seit einigen Jahren klar. Insbesondere für uns Europäer ist die Sache, oder besser gesagt, sollte die Sache ziemlich offensichtlich sein (ich verwende den Konjunktiv, weil die Europäische Union im Gegenteil für sehr viele die „beste aller möglichen Welten“ im Sinne von Leibniz darstellt). Von dem mittlerweile ikonischen (journalistisch zusammengefassten) Satz von Romano Prodi „Wir werden einen Tag weniger arbeiten und dabei so viel verdienen, als würden wir einen Tag mehr arbeiten“, dessen Konzepte aus seinen am 12. Februar 1998 abgegebenen Erklärungen zum Thema „das 35-Stunden-Abkommen und der Euro“ (Erklärungen, von denen in den Rai-Archiven jede Spur verschwunden ist) extrahiert wurden, bis zur Pressekonferenz am 7. März 2013 durch den damaligen EZB-Präsidenten Mario Draghi, während der er klipp und klar erklärte, dass die Reformen in Italien auf „Autopilot“ liefen* (d. h. unabhängig von den einzelnen Regierungen und deren Willen), verging die Zeit wie im Flug. Diese beiden Verweise würden ausreichen, ganz zu schweigen vom ehrwürdigen Professor Mario Monti, um an so viel Vertrauen in die europäischen „Institutionen“ zu zweifeln. Warum habe ich diese Episoden erwähnt? Ganz einfach, weil sie meiner Meinung nach ein Test waren, um die mögliche Rebellion einiger Völker, allen voran der Italioten, gegen offensichtliche Missbräuche und Ungerechtigkeiten zu erproben, die ihnen von einer eigens eingesetzten politischen und herrschenden Klasse auferlegt wurden. Während in Italien drakonische Maßnahmen durchgesetzt wurden, um die berühmte Regel von einem Defizit/BIP von unter 3 Prozent einzuhalten – 1981 von Guy Abeille, einem jungen Beamten des französischen Finanzministeriums unter der Präsidentschaft von François Mitterrand, erfunden und dann durch den berüchtigten Vertrag von Maastricht 1992 ratifiziert –, wurde Deutschland regelmäßig gestattet, die spätere Regel (von 2011) zu überschreiten. Mit dieser versuchte man, die von den Defizitländern geforderten Opfer auszugleichen: Wenn die „armen“ Länder Ausgaben kürzen mussten, sollten die „reichen“ Länder (mit einem Überschuss von über 6 Prozent) theoretisch überwacht werden, um den anderen nicht mit einer zu aggressiven Wettbewerbsfähigkeit zu schaden. Eine offensichtliche Verarschung, wie man so schön sagt. Und doch waren die Italioten immer gehorsam, auch wenn die sogenannte Ausgabenüberschreitung in der Größenordnung von „0,…“ lag. Praktisch waren wir katholischer als der Papst und brachten ständig Opfer, die die Familien und das Land als Ganzes verarmten. Die Deutschen hingegen machten weiter, was sie wollten, scherten sich einen Dreck um die Exportgrenzen und maßregelten ständig diese italienischen Faulenzer und Verschwender. Erstes Experiment also gelungen: Die Italioten sind bereit, ohne allzu viel Rebellion und Klagen zu erdulden. Wir werfen ihnen dann einfach Fußball und Scheingefechte über den Umweltschutz oder die Bürgerrechte (übrigens auf Kosten der sozialen Rechte, die von früheren Generationen durch jahrelange harte Kämpfe errungen wurden) von Minderheiten vor, oft auf Kosten der Mehrheiten, über die sie sich dann zerfleischen können.

 

Phase zwei: Die Plandemie (Pandeminchia)

Wie könnten wir uns nicht mit Freude an die wunderschönen Momente der Jahreswende 2019/2020 erinnern? Ich lasse alle Schikanen beiseite, die diejenigen erlitten haben, die sich wie ich den von den verschiedenen Weltregierungen diktierten Maßnahmen nicht beugen wollten – da ich bereits ausführlich in anderen Artikeln darüber geschrieben habe. Oder besser gesagt, von einem Teil von ihnen, da an Orten wie Afrika beispielsweise solche Zwänge kaum Anklang fanden. Wahrscheinlich war Letzteres auch der Tatsache geschuldet, dass die afrikanischen Bevölkerungen seit sehr langer Zeit daran gewöhnt sind, großangelegten Experimenten für alle Arten von Krankheiten und Missbräuchen ausgesetzt zu sein (siehe dazu die hervorragende journalistische Reportage mit dem Titel „Debito senza fondo“ [Bodenlose Schulden], die seinerzeit für die Sendung Report (als man sie noch ansehen konnte) von Paolo Barnard produziert wurde, einem der besten Journalisten, die wir meiner Meinung nach jemals in Italien hatten. Zumindest bis man ihm nicht mehr erlaubte, diesen Beruf frei auszuüben). Während der gesamten Zeit der „schrecklichen Krankheit“ waren Länder wie das unsere, Schweden, Neuseeland oder Kanada die Vorreiter, die einen in die eine Richtung, die anderen in eine andere, von einer Reihe von restriktiven Maßnahmen aller Art, denen sich die Bevölkerung meist in ehrfürchtigem Gehorsam unterwarf. Andere Länder, wie zum Beispiel Deutschland, sahen weniger Menschen, die bereit waren, völlig ungerechtfertigte Einschränkungen und Schikanen hinzunehmen. Dennoch wurde auch bei dieser Gelegenheit der Widerstand der einzelnen Bevölkerungen gegen die von oben aufgezwungenen Befehle auf die Probe gestellt.

 

Phase drei: Der Krieg in der Ukraine

Am 24. Februar 2022 kündigte Wladimir Putin in einer Fernsehansprache um 4 Uhr morgens (Moskauer Zeit) den Beginn der sogenannten „Spezialoperation“ zur „Entmilitarisierung und Entnazifizierung“ der Ukraine an. Ich werde hier nicht näher darauf eingehen, dass in Wirklichkeit die Vorboten, die zu diesem „Krieg, der kein Krieg ist“ geführt haben, auf die Zeit der dramatischen Ereignisse auf dem Maidan-Platz (bekannt als Euromaidan) und die Schüsse von Scharfschützen auf die Menge zurückgehen. Der Höhepunkt des Massakers fand zwischen dem 18. und 20. Februar 2014 statt. Auch darüber habe ich bereits geschrieben, weshalb ich mich nicht damit aufhalten werde, die ganze Diskussion diesbezüglich zusammenzufassen. Dieser Konflikt stellt Phase drei eines einzigen Diskurses dar: Neben der Überprüfung der Leichtgläubigkeit ganz Europas hinsichtlich der Ursachen, der Protagonisten und der Entwicklung des Konflikts selbst, wurde ein „bösartiger“ Mechanismus von Sanktionen, Vergeltungsmaßnahmen und Schikanen in Gang gesetzt, der zu einer meiner Meinung nach unheilbaren Kluft zwischen Russland und dem Alten Kontinent geführt hat (wodurch Ersteres buchstäblich in die Arme anderer internationaler Akteure, allen voran China, getrieben wurde). Darüber hinaus hat dies die gesamte Union dazu gebracht, scheinbar ohne zeitliche Begrenzung die Ukraine selbst und ihre Bewaffnung zu finanzieren. All dies natürlich auf Kosten von Gütern und Dienstleistungen in den europäischen Ländern. Mit welchen Ergebnissen? Nun, man hat es deutlich gesehen: eine beispiellose wirtschaftliche Katastrophe in Letzteren und der Kauf von Villen, diversen Immobilien und goldenen Toiletten durch die ukrainischen Oligarchen, mit Ober-Schnupfnase (sniffolo) an der Spitze.

 

Phase vier: Der Krieg im Iran

Abgesehen von dem Diskurs über das Projekt des „Großisraels“, über das ich bereits gesprochen habe, das also mit den sogenannten „Epstein-Akten“ und den hypothetischen Erpressungen zum Nachteil des Geschäftsmanns Donald Trump (eine Marionette anderer, aber sicher nicht so dumm, wie die öffentliche Meinung ihn darstellt) zusammenhängt, würde ich sagen, dass hier auch Geldfragen auf dem Spiel stehen, die mit Importen und Wetten auf die Preise von Öl, Gas und verschiedenen Rohstoffen zusammenhängen, und nicht zuletzt die Absicht, in erster Linie (aber welch ein Zufall) wieder einmal Europa zu schaden. In diesem lange angekündigten Konflikt, der seine Vorboten während der letzten Amtszeit des Präsidenten mit der goldenen Tolle hatte, als er mit angekündigten Bombardierungen mutmaßlicher iranischer Stützpunkte, die Standorte von Urananreicherungsanlagen waren, die Angelegenheit in kurzer Zeit beendete. In diesem Jahr sind jedoch viele Dinge unklar, angefangen bei der Ankündigung der Angriffe, denen wenige Minuten zuvor Wetten von großen Finanzinvestoren auf den Verlauf des Krieges und den Ölpreis vorausgingen, die eben durch diese Ankündigungen noch reicher wurden. Man muss die Tatsache berücksichtigen, dass entgegen dem, was den Menschen weisgemacht wird, jeden Tag nur 20 – 21 Prozent des weltweiten Ölverbrauchs durch die Straße von Hormus fließen, und von diesem Öl sind etwa 80 Prozent für die asiatischen Märkte (China, Indien, Japan und Südkorea) bestimmt. Also nicht in Richtung Europa. Beim Gas ist die Situation ähnlich. Nur 25 – 30 Prozent des gesamten weltweit gehandelten verflüssigten Erdgases (LNG) passieren die Meerenge vor dem Iran, und wiederum gelangen nur 15 – 20 Prozent dieser Menge zu den europäischen Terminals (Italien, Deutschland, Frankreich, Spanien). Ein geringer Prozentsatz im Vergleich zum Bedarf. Und folglich? Folglich wie üblich: Die europäischen Schoßhündchen reagieren sofort auf Befehle. Finanzierung der Ukraine, Sanktionen gegen Russland, was in Wirklichkeit bedeutet: gegen sich selbst, da Europa in der Folge nicht mehr von der billigen Energie profitieren kann, die ihm die in der Vergangenheit abgeschlossenen Verträge garantierten. Und es wurden neue Beschränkungen auferlegt, diesmal im Energiesektor, die Bewegungseinschränkungen mit sich bringen, mit allem, was das nach sich zieht (Homeoffice, Schließung von Betrieben, künstliche Erhöhung der Treibstoffkosten usw.). Nur um es zu erwähnen: Flugzeugkerosin stammt überhaupt nicht aus dieser geografischen Region des Planeten. Die Schließung von Flughäfen und die Streichung von Flügen sind daher ein vorsätzlich am grünen Tisch beschlossener Akt ohne konkreten rechtfertigenden Grund.

 

Die Punkte verbinden

Gut. Was haben diese Ereignisse also miteinander zu tun? Scheinbar nichts. Aber wenn man versucht, über ihre eigentliche Bedeutung dieses „εἶδον“ (ich sah) hinauszuschauen, dann kann man zu einer anderen Sicht der Dinge gelangen. Es sind alles Punkte, die Teil eines Plans sind, der vor langer Zeit am grünen Tisch entworfen wurde. Jedes Land hat eine Rolle gespielt, um den Widerstand der einzelnen Völker gegen diese Ereignisse zu testen. Die Italioten gehören zu den gehorsamsten und am wenigsten rebellischen. Wie Ernst Jünger sagen würde, sind sie nicht für den „Waldgang“ prädisponiert. Mit ihnen hat das „System“ leichtes Spiel. Ich würde sagen, dass die Tests auf planetarischer Ebene bisher alle weitgehend erfolgreich waren. Das Endziel? Eine Weltregierung, die über eine Phase von Einflussblöcken verläuft (in jedem Block koexistieren einander gegenüberstehende freimaurerische Kreise, die einander bekämpfen und sich gegenseitig unterstützen, um das Endziel zu erreichen). Man muss in Etappen dorthin gelangen und die Vorgehensweise anpassen, wenn etwas nicht genau wie vorgesehen abläuft.

 

Es ist die Zeit Europas

Marcus Porcius Cato, der als Cato der Zensor in die Geschichte einging, sagte in einer berühmten Rede, die er 157 v. Chr. im Senat nach seiner Rückkehr von einer diplomatischen Schlichtungsmission zwischen den Karthagern und Massinissa (König von Numidien) hielt, den berühmten Satz: „Ceterum censeo Carthaginem esse delendam“ („Im Übrigen bin ich der Meinung, dass Karthago zerstört werden muss“), der von einigen Autoren als „Carthago delenda est“ wiedergegeben wird. Nun, was ich als Verschwörungstheoretiker – weil ich (natürlich) keine Beweise habe – denke, ist, dass es in dieser Zeit einen präzisen Plan zur Zerstörung Europas gibt: Europa delenda est. Natürlich nicht mit Bomben, sondern durch die Wirtschaft, die Zerstörung des sozialen, zivilen und kulturellen Gefüges. Warum? Weil der Alte Kontinent, im Guten wie im Bösen, immer noch die Säule darstellt, auf der die westliche Zivilisation seit Jahrtausenden ruht. Wenn dieses Puzzleteil nicht systematisch ausgehebelt wird, wird es schwierig sein, den globalistischen Plan in einem „angemessenen“ Zeitrahmen zum Abschluss zu bringen. In dem Kultfilm Hass (La Haine) aus dem Jahr 1995 unter der Regie von Mathieu Kassovitz wiederholt der Erzähler zu Beginn und am Ende des Films, in Bezug auf das, was ein Mann, der von einem Wolkenkratzer fällt, auf jedem Stockwerk sagt, den Satz: „Bis hierhin lief’s noch ganz gut. Aber wichtig ist nicht der Fall, sondern die Landung.“ Die europäischen Bürger sind wie dieser Mann, aber der harte Asphalt wartet nur wenige Sekunden entfernt auf sie.

 

 

* Der Kontext war derjenige, in dem Draghi auf die erste Frage der Pressekonferenz antwortete, die von einem Journalisten gestellt wurde, der fragte, ob die politische Instabilität in Italien (aufgrund der Wahlen Ende Februar 2013) die Märkte und Reformen negativ beeinflussen könnte. Der genaue Satz lautete: „You also have to consider that much of the fiscal adjustment Italy went through is now will continue going on on automatic pilot…“ Das heißt: „Sie müssen auch berücksichtigen, dass ein Großteil der Haushaltsanpassung, die Italien durchgemacht hat, von nun an auf Autopilot weiterlaufen wird…“

Ich habe ein Meer von Veränderungen durchlitten, und nichts wird jemals wieder dasselbe sein

Ich habe ein Meer von Veränderungen durchlitten, und nichts wird jemals wieder dasselbe sein

Ich habe lange nicht mehr geschrieben, denn wie Ludwig Wittgenstein in seinem „Tractatus logico-philosophicus“ sagte: „Wovon man nicht sprechen kann, darüber muss man schweigen“. Und worüber hätte ich denn auch schreiben sollen, über das hinaus, was ich in meinen früheren Artikeln über die Epoche, in der wir leben, bereits dargelegt habe? In der Tat recht wenig. Das liegt auch daran, dass alles genau nach Plan verläuft, zumindest für diejenigen, die beschlossen haben, diesen epochemachenden Wandel in unser aller Leben ins Werk zu setzen: Zuerst war da die vorgetäuschte Pandemie, dann kam der Krieg (dessen Interesse bei vielen nachlässt), und nun ist das allmähliche Verschwinden der Geschäftsbanken an der Reihe (siehe den Schweizer Fall und den der Silicon Valley Bank) zugunsten eines zentralisierten Wechsels hin zu einer digitalen Währung. Haben Sie keine Angst, das wird in Kürze geschehen, nicht erst in ferner Zukunft, wie einige glauben und weiterhin behaupten. Rund 200 US-Banken sind insolvenzgefährdet und könnten ähnlich kollabieren wie die kalifornische Bank. Ein Bericht besagt: „Selbst wenn nur die Hälfte der nicht versicherten Einleger beschließt, Gelder abzuheben, sind fast 190 Banken dem potenziellen Risiko einer Verschlechterung der versicherten Einleger ausgesetzt, mit potenziell versicherten Einlagen in Höhe von 300 Milliarden Dollar.“ Eine am 13. März im Social Science Research Network veröffentlichte Studie von vier Wirtschaftswissenschaftlern bedeutender Universitäten argumentiert, dass die Zinserhöhungen der Federal Reserve zu einer Abwertung von Vermögenswerten wie US-Staatsanleihen geführt haben, die von diesen Banken gehalten werden. Finanzministerin Janet Yellen hat gewarnt, dass nicht alle nicht versicherten Einlagen von der FDIC gerettet werden. Mit anderen Worten: Nur die Großbanken werden gerettet. In Europa wurde der Mechanismus von Fabio Panetta, Mitglied des EZB-Direktoriums, in seiner Einleitungserklärung vor dem Ausschuss für Wirtschaft und Währung des Europäischen Parlaments angekündigt: „Die Untersuchungsphase des Projekts zum digitalen Euro hat vor über einem Jahr begonnen. Seit seinem Start war die enge Einbindung des Europäischen Parlaments für die EZB eine Priorität. Im Laufe des Jahres 2022 haben wir in diesem Ausschuss regelmäßig die wichtigsten geprüften technischen Optionen diskutiert. Ihre Beiträge haben wertvolle Hinweise für unsere Arbeit geliefert; zusammen mit dem Feedback anderer – sowohl öffentlicher als auch privater – Gesprächspartner haben sie zu den Fortschritten der letzten Monate beigetragen. Diese Interaktionen sind unerlässlich, um sicherzustellen, dass das öffentliche Geld (das von der Zentralbank ausgegebene Geld) den Präferenzen und Bedürfnissen der Bürger und Unternehmen in einem sich ständig wandelnden digitalen Umfeld entspricht. Die Zahlungsgewohnheiten der europäischen Bürger ändern sich mit beispielloser Geschwindigkeit: In den letzten drei Jahren sind die Barzahlungen im Euroraum von 72 auf 59 Prozent der gesamten Zahlungen zurückgegangen, während sich digitale Zahlungen weiter verbreitet haben. In den Niederlanden und in Finnland beispielsweise wird Bargeld nur noch bei einem Fünftel der Transaktionen verwendet. Gleichzeitig wollen die Bürger die Möglichkeit haben, mit öffentlichem Geld zu bezahlen. Die Mehrheit von ihnen hält es für wichtig oder sehr wichtig, immer über eine solche Option zu verfügen. Ein digitaler Euro würde dieser wachsenden Nachfrage nach elektronischen Zahlungen gerecht werden, indem er öffentliches Geld in digitaler Form zur Verfügung stellt. Zusammen mit dem Bargeld würde ein digitaler Euro den europäischen Bürgern Zugang zu einem Zahlungsmittel bieten, mit dem sie im gesamten Euroraum kostenlos bezahlen könnten. Der einfache Zugang und die Bequemlichkeit seiner Nutzung würden die Annahme der neuen Währung fördern und die finanzielle Inklusion verbessern. In meiner heutigen Rede werde ich erläutern, wie der digitale Euro uns helfen könnte, unsere Währung überall und für jeden Bedarf im Euroraum verfügbar zu machen. Ich werde meine Ausführungen mit einem Blick auf das Arbeitsprogramm für 2023 abschließen, in dem die EZB die Untersuchungsphase des Projekts zum digitalen Euro abschließen und die Europäische Kommission ihren Legislativvorschlag vorlegen wird.“ Kurzum, die soziale Kontrolle durch eine zeitlich befristete, allein von den Zentralbanken herausgegebene digitale Währung ist fest vorgezeichnet. Zuerst in den westlichen Ländern, dann werden die anderen folgen (im Guten oder im Bösen). Das System wurde in Gang gesetzt und hat, von Anpassungen abgesehen, seinen genauen Fahrplan. Das Prinzip des gekochten Frosches gilt weiterhin, ebenso wie das des Overton-Fensters. Dieser mein kurzer Text ist daher in erster Linie eine Notiz an mich selbst über ein paar Punkte, die von allen beteiligten Parteien gewoben werden. Wer sich die Mühe gemacht hat, meine früheren Artikel zu lesen, dem sollte mittlerweile völlig klar sein, wer „die beteiligten Parteien“ sind. Für die Unaufmerksameren ließe sich einfach zusammenfassen, dass es nicht „den Guten“ im Gegensatz zum „Bösen“ gibt, um es besser zu verstehen: nicht den „Trump“ im Gegensatz zum jeweiligen „Biden“ (oder umgekehrt, je nachdem, an welches aktuelle Narrativ man glauben möchte), oder den „guten Westen“ im Gegensatz zum „bösen Osten“ (vereinfacht gesagt: die „Guten der Nato“ gegen die „bösen Russen und Chinesen“), sondern dass es zwei große freimaurerische Gruppen gibt, die sich an der Spitze der globalen Machtpyramide abwechseln, wobei einmal die eine und dann die andere überwiegt und sie sich auf dem Weg dorthin gegenseitig ein Bein stellen (sprich: vorgetäuschte Skandale über in Wirklichkeit allen bekannte Dinge, oder inszenierte Anschläge verschiedenster Art, die darauf abzielen, die andere Seite zumindest in den Augen der öffentlichen Meinung zu „destabilisieren“). Kurzum, es ist alles ein Rollenspiel auf einem riesigen Schachbrett, bei dem wir „Normalsterblichen“ alle die (mehr oder weniger bewusst) geopferten Bauern sind. Wer noch über den Königen und Königinnen steht, würde ein separates Thema erfordern, das ich hier nicht ansprechen möchte, auch weil mir bewusst ist, dass Sie mich alle für verrückt erklären würden (noch mehr, als es einige ohnehin schon tun).

Die Zinnsoldaten

Bei diesem Abstieg in die Unterwelt kann man sich in Bezug auf eine Verlangsamung (an eine Kehrtwende denke ich gar nicht erst, sie ist meiner Meinung nach unmöglich) nicht auf die sogenannten „neuen Generationen“ verlassen. Wie ich bereits an anderer Stelle geschrieben habe, handelt es sich um Massen von kleinen Soldaten, die an den Schulen und Universitäten weltweit durch speziell für diesen Zweck erstellte Lehrpläne eigens herangezogen wurden. In ihnen (und ich beziehe mich nicht nur auf die Zwanzigjährigen oder die Teenager) wurde jegliches kritische Bewusstsein abgetötet, indem man ihnen absichtlich eine unbestreitbare, von oben diktierte Realität erschaffen hat, die keine Zweifel duldet – es sei denn, es handelt sich um vorgetäuschte Zweifel, die eigens dafür geschaffen wurden, um den Anschein zu erwecken, Widerspruch werde toleriert. Andererseits hatte uns Ernst Jünger in seinem „Der Waldgang“ (Trattato del ribelle) bereits bestens erklärt, wie das funktioniert. Die gehorsamen kleinen Soldaten, bewaffnet mit Handys, suchen nach Antworten auf die Fragen der Welt durch die Algorithmen von „ChatGPT“ (schon der Name ist Programm: Chat Generative Pre-trained Transformer, also in etwa „vortrainierter generativer Chat-Transformator“), die geschickt von dem „gemeinnützigen“ Unternehmen OpenAI aufgebaut wurden. Zu dessen Gründern und Beteiligten zählen die üblichen Verdächtigen: Elon Musk, Reid Hoffman (LinkedIn), Peter Thiel (PayPal), Sam Altman und Jessica Livingston von „Y Combinator“ (einem Startup-Inkubator für Unternehmen wie Airbnb, Stripe, Coinbase, Dropbox, Twitch, Reddit), Ilya Sutskever, ein ehemaliger Google-Experte für maschinelles Lernen, sowie Amazon Web Services (eine Tochtergesellschaft für Cloud-Dienste). Also ziehen sie in der Welt umher, skandieren (von anderen eigens für sie vorbereitete) Slogans, schleudern Bannflüche gegen jeden, der es wagt, die Vulgata des Mainstreams anzuzweifeln, und verteilen von Zeit zu Zeit Perlen politischer oder moralischer Weisheit. Vor allem die Dreißig- bis Vierzigjährigen sind die Quintessenz der ungebildeten und selbstreferenziellen Besserwisserei. Und dies ist ein Phänomen, das keine geografischen Grenzen kennt. Fast überall auf der Welt sind sie jene Altersgruppe, in der sich diese neuen „Qualitäten“ des homo technologicus (sic.) am besten vereinen und sich demokratisch auf alle Zweige des menschlichen Handelns ausdehnen. In der Praxis bilden sie mittlerweile den zentralen Dreh- und Angelpunkt der modernen Gesellschaft (natürlich gibt es gebührende Ausnahmen, aber es sind eben nur Ausnahmen).

Italialand, meine Liebe

Ein kurzer Verweis auf Italialand, wo zwischen einem „orbe terracqueo“ (Erdball) der Ministerpräsidentin Meloni und einer „Rambata“ (Rambo-Aktion) des Florentiner Bürgermeisters Nardella die LGBTQXYZ+++-Horden (bemerken Sie die Ironie?) aufmarschieren, angeführt von der neuen PD-Sekretärin Elly Schlein, der Greta Thunberg „de noantri“ (unserer Hausmarke), die direkt im Schoß der amerikanischen „neoliberalen“ Fraktion herangezogen wurde. Offensichtlich hat all dies nichts mit dem unantastbaren Recht von Homosexuellen auf bürgerliche und soziale Rechte zu tun, sondern vielmehr mit der Destabilisierung des Individuums durch die vorgetäuschte Forderung nach Normalisierung aus vielerlei Hinsicht höchst fragwürdiger Praktiken, wie zum Beispiel der Leihmutterschaft. Über diese Themen könnte man tagelang diskutieren, und das habe ich hier sicherlich nicht vor.

Seneszenz

Persönlich fühle ich mich wie ein Wesen, das in eine „spenglerianische“ Weltsicht eingetaucht ist, sprich Teil einer (im Sinne von Der Untergang des Abendlandes) bereits toten und hoffnungslosen Welt, die mit allen Mitteln versucht, sich gegen ihren Niedergang zu stemmen. Meine Schuld, die meiner Generation (und all derer, die den unmittelbar vor mir liegenden Generationen angehören), dass wir den vergifteten Köder, der in unser Gehege geworfen wurde, nicht rechtzeitig erkannt haben. Und doch waren die Mittel, um es zu verstehen, bereits vorhanden, wir haben sie nur nicht genutzt. Analysen im Nachhinein dienen nur dem Trost und, sofern man es schafft, dem Verständnis. Nostalgisch denke ich an den Satz, den Donald Sutherland am Ende von John Sturges’ wunderschönem Film „Der Adler ist gelandet“ (The Eagle Has Landed) spricht, und ich identifiziere mich ein wenig damit: „Bonnie my love, as a great man once said: I have suffered a sea change and nothing can ever be the same again… as they say in Ireland: we have known other days“.

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Everybody lies