Die Punkte verbinden: Der globalistische Plan zur Zerstörung Europas

Die Punkte verbinden: Der globalistische Plan zur Zerstörung Europas

Früher gab es in Rätselheften ein kleines Spiel, das ich sehr gerne gemacht habe (ich glaube, es gibt sie immer noch, auch wenn ich schon lange keine mehr gekauft habe): Punkte verbinden. Mit einem Kugelschreiber (oder einem Bleistift, wenn man die Möglichkeit haben wollte, kleine Fehler wegzuradieren) musste man die in einem mehr oder weniger großen Quadrat oder Rechteck gezeichneten Punkte verbinden, bis durch diese Verbindung eine gezeichnete Figur „enthüllt“ wurde. Wahrscheinlich habe ich deshalb schon immer gerne dasselbe mit der Realität getan, die mich umgibt. „Äh, aber du bist nicht wissenschaftliiiiich! Du musst Beweise haben, um solche Dinge zu behaupten! Ein guter Journalist geht so vor!“ Mir ist, als würde ich die vielen Verfechter des rigorosen Denkens um jeden Preis (darunter auch einige meiner persönlichen Freunde) hören. Aber oft ist das Gesamtbild wichtiger als unser direktes Wissen. Herodot, der große griechische Historiker, verwendete zwei verschiedene Verben, um historische Tatsachen zu beschreiben: εἶδον (éidon): das griechische Verb für „ich sah“, die Vergangenheitsform des Verbs ὁράω (ich sehe), das verwendet wird, um zu erklären, dass man etwas mit eigenen Augen gesehen hat, und λέγεται (légetai): vom Verb λέγω (sagen), „man sagt“, für Ausdrücke, die verwendet werden, um eine Überlieferung oder eine Nachricht wiederzugeben, ohne deren absolute Wahrhaftigkeit zu garantieren. Nun, der Inhalt dieses Artikels basiert nur auf meinen Vermutungen. Dennoch basieren diese Vermutungen auf konkreten Tatsachen, die sich wirklich zugetragen haben und die daher als solche von jedem überprüfbar sind. Das Einzige, was Sie nicht direkt finden werden, ist der mögliche rote Faden, der sie alle in dem verbinden könnte, was viele als „Verschwörungsplan“ bezeichnen würden. Nun ja (aber das ist ja bereits bekannt oder man konnte es im Laufe der Jahre, in denen ich über so ziemlich alles geschrieben habe, erahnen), ich kann sagen, dass ich in die Kategorie der sogenannten „Verschwörungstheoretiker“ oder „Schwurbler“ falle, wie viele Leute mich und meinesgleichen gerne abfällig nennen. Aber das interessiert mich genau so viel, wie es sollte, nämlich gar nicht.

 

Phase eins: Die Schaffung der EU und der Einheitswährung

Fassen wir die Fakten zusammen: Dass die Welt nicht gerade ihre besten Tage durchlebt, ist schon seit einigen Jahren klar. Insbesondere für uns Europäer ist die Sache, oder besser gesagt, sollte die Sache ziemlich offensichtlich sein (ich verwende den Konjunktiv, weil die Europäische Union im Gegenteil für sehr viele die „beste aller möglichen Welten“ im Sinne von Leibniz darstellt). Von dem mittlerweile ikonischen (journalistisch zusammengefassten) Satz von Romano Prodi „Wir werden einen Tag weniger arbeiten und dabei so viel verdienen, als würden wir einen Tag mehr arbeiten“, dessen Konzepte aus seinen am 12. Februar 1998 abgegebenen Erklärungen zum Thema „das 35-Stunden-Abkommen und der Euro“ (Erklärungen, von denen in den Rai-Archiven jede Spur verschwunden ist) extrahiert wurden, bis zur Pressekonferenz am 7. März 2013 durch den damaligen EZB-Präsidenten Mario Draghi, während der er klipp und klar erklärte, dass die Reformen in Italien auf „Autopilot“ liefen* (d. h. unabhängig von den einzelnen Regierungen und deren Willen), verging die Zeit wie im Flug. Diese beiden Verweise würden ausreichen, ganz zu schweigen vom ehrwürdigen Professor Mario Monti, um an so viel Vertrauen in die europäischen „Institutionen“ zu zweifeln. Warum habe ich diese Episoden erwähnt? Ganz einfach, weil sie meiner Meinung nach ein Test waren, um die mögliche Rebellion einiger Völker, allen voran der Italioten, gegen offensichtliche Missbräuche und Ungerechtigkeiten zu erproben, die ihnen von einer eigens eingesetzten politischen und herrschenden Klasse auferlegt wurden. Während in Italien drakonische Maßnahmen durchgesetzt wurden, um die berühmte Regel von einem Defizit/BIP von unter 3 Prozent einzuhalten – 1981 von Guy Abeille, einem jungen Beamten des französischen Finanzministeriums unter der Präsidentschaft von François Mitterrand, erfunden und dann durch den berüchtigten Vertrag von Maastricht 1992 ratifiziert –, wurde Deutschland regelmäßig gestattet, die spätere Regel (von 2011) zu überschreiten. Mit dieser versuchte man, die von den Defizitländern geforderten Opfer auszugleichen: Wenn die „armen“ Länder Ausgaben kürzen mussten, sollten die „reichen“ Länder (mit einem Überschuss von über 6 Prozent) theoretisch überwacht werden, um den anderen nicht mit einer zu aggressiven Wettbewerbsfähigkeit zu schaden. Eine offensichtliche Verarschung, wie man so schön sagt. Und doch waren die Italioten immer gehorsam, auch wenn die sogenannte Ausgabenüberschreitung in der Größenordnung von „0,…“ lag. Praktisch waren wir katholischer als der Papst und brachten ständig Opfer, die die Familien und das Land als Ganzes verarmten. Die Deutschen hingegen machten weiter, was sie wollten, scherten sich einen Dreck um die Exportgrenzen und maßregelten ständig diese italienischen Faulenzer und Verschwender. Erstes Experiment also gelungen: Die Italioten sind bereit, ohne allzu viel Rebellion und Klagen zu erdulden. Wir werfen ihnen dann einfach Fußball und Scheingefechte über den Umweltschutz oder die Bürgerrechte (übrigens auf Kosten der sozialen Rechte, die von früheren Generationen durch jahrelange harte Kämpfe errungen wurden) von Minderheiten vor, oft auf Kosten der Mehrheiten, über die sie sich dann zerfleischen können.

 

Phase zwei: Die Plandemie (Pandeminchia)

Wie könnten wir uns nicht mit Freude an die wunderschönen Momente der Jahreswende 2019/2020 erinnern? Ich lasse alle Schikanen beiseite, die diejenigen erlitten haben, die sich wie ich den von den verschiedenen Weltregierungen diktierten Maßnahmen nicht beugen wollten – da ich bereits ausführlich in anderen Artikeln darüber geschrieben habe. Oder besser gesagt, von einem Teil von ihnen, da an Orten wie Afrika beispielsweise solche Zwänge kaum Anklang fanden. Wahrscheinlich war Letzteres auch der Tatsache geschuldet, dass die afrikanischen Bevölkerungen seit sehr langer Zeit daran gewöhnt sind, großangelegten Experimenten für alle Arten von Krankheiten und Missbräuchen ausgesetzt zu sein (siehe dazu die hervorragende journalistische Reportage mit dem Titel „Debito senza fondo“ [Bodenlose Schulden], die seinerzeit für die Sendung Report (als man sie noch ansehen konnte) von Paolo Barnard produziert wurde, einem der besten Journalisten, die wir meiner Meinung nach jemals in Italien hatten. Zumindest bis man ihm nicht mehr erlaubte, diesen Beruf frei auszuüben). Während der gesamten Zeit der „schrecklichen Krankheit“ waren Länder wie das unsere, Schweden, Neuseeland oder Kanada die Vorreiter, die einen in die eine Richtung, die anderen in eine andere, von einer Reihe von restriktiven Maßnahmen aller Art, denen sich die Bevölkerung meist in ehrfürchtigem Gehorsam unterwarf. Andere Länder, wie zum Beispiel Deutschland, sahen weniger Menschen, die bereit waren, völlig ungerechtfertigte Einschränkungen und Schikanen hinzunehmen. Dennoch wurde auch bei dieser Gelegenheit der Widerstand der einzelnen Bevölkerungen gegen die von oben aufgezwungenen Befehle auf die Probe gestellt.

 

Phase drei: Der Krieg in der Ukraine

Am 24. Februar 2022 kündigte Wladimir Putin in einer Fernsehansprache um 4 Uhr morgens (Moskauer Zeit) den Beginn der sogenannten „Spezialoperation“ zur „Entmilitarisierung und Entnazifizierung“ der Ukraine an. Ich werde hier nicht näher darauf eingehen, dass in Wirklichkeit die Vorboten, die zu diesem „Krieg, der kein Krieg ist“ geführt haben, auf die Zeit der dramatischen Ereignisse auf dem Maidan-Platz (bekannt als Euromaidan) und die Schüsse von Scharfschützen auf die Menge zurückgehen. Der Höhepunkt des Massakers fand zwischen dem 18. und 20. Februar 2014 statt. Auch darüber habe ich bereits geschrieben, weshalb ich mich nicht damit aufhalten werde, die ganze Diskussion diesbezüglich zusammenzufassen. Dieser Konflikt stellt Phase drei eines einzigen Diskurses dar: Neben der Überprüfung der Leichtgläubigkeit ganz Europas hinsichtlich der Ursachen, der Protagonisten und der Entwicklung des Konflikts selbst, wurde ein „bösartiger“ Mechanismus von Sanktionen, Vergeltungsmaßnahmen und Schikanen in Gang gesetzt, der zu einer meiner Meinung nach unheilbaren Kluft zwischen Russland und dem Alten Kontinent geführt hat (wodurch Ersteres buchstäblich in die Arme anderer internationaler Akteure, allen voran China, getrieben wurde). Darüber hinaus hat dies die gesamte Union dazu gebracht, scheinbar ohne zeitliche Begrenzung die Ukraine selbst und ihre Bewaffnung zu finanzieren. All dies natürlich auf Kosten von Gütern und Dienstleistungen in den europäischen Ländern. Mit welchen Ergebnissen? Nun, man hat es deutlich gesehen: eine beispiellose wirtschaftliche Katastrophe in Letzteren und der Kauf von Villen, diversen Immobilien und goldenen Toiletten durch die ukrainischen Oligarchen, mit Ober-Schnupfnase (sniffolo) an der Spitze.

 

Phase vier: Der Krieg im Iran

Abgesehen von dem Diskurs über das Projekt des „Großisraels“, über das ich bereits gesprochen habe, das also mit den sogenannten „Epstein-Akten“ und den hypothetischen Erpressungen zum Nachteil des Geschäftsmanns Donald Trump (eine Marionette anderer, aber sicher nicht so dumm, wie die öffentliche Meinung ihn darstellt) zusammenhängt, würde ich sagen, dass hier auch Geldfragen auf dem Spiel stehen, die mit Importen und Wetten auf die Preise von Öl, Gas und verschiedenen Rohstoffen zusammenhängen, und nicht zuletzt die Absicht, in erster Linie (aber welch ein Zufall) wieder einmal Europa zu schaden. In diesem lange angekündigten Konflikt, der seine Vorboten während der letzten Amtszeit des Präsidenten mit der goldenen Tolle hatte, als er mit angekündigten Bombardierungen mutmaßlicher iranischer Stützpunkte, die Standorte von Urananreicherungsanlagen waren, die Angelegenheit in kurzer Zeit beendete. In diesem Jahr sind jedoch viele Dinge unklar, angefangen bei der Ankündigung der Angriffe, denen wenige Minuten zuvor Wetten von großen Finanzinvestoren auf den Verlauf des Krieges und den Ölpreis vorausgingen, die eben durch diese Ankündigungen noch reicher wurden. Man muss die Tatsache berücksichtigen, dass entgegen dem, was den Menschen weisgemacht wird, jeden Tag nur 20 – 21 Prozent des weltweiten Ölverbrauchs durch die Straße von Hormus fließen, und von diesem Öl sind etwa 80 Prozent für die asiatischen Märkte (China, Indien, Japan und Südkorea) bestimmt. Also nicht in Richtung Europa. Beim Gas ist die Situation ähnlich. Nur 25 – 30 Prozent des gesamten weltweit gehandelten verflüssigten Erdgases (LNG) passieren die Meerenge vor dem Iran, und wiederum gelangen nur 15 – 20 Prozent dieser Menge zu den europäischen Terminals (Italien, Deutschland, Frankreich, Spanien). Ein geringer Prozentsatz im Vergleich zum Bedarf. Und folglich? Folglich wie üblich: Die europäischen Schoßhündchen reagieren sofort auf Befehle. Finanzierung der Ukraine, Sanktionen gegen Russland, was in Wirklichkeit bedeutet: gegen sich selbst, da Europa in der Folge nicht mehr von der billigen Energie profitieren kann, die ihm die in der Vergangenheit abgeschlossenen Verträge garantierten. Und es wurden neue Beschränkungen auferlegt, diesmal im Energiesektor, die Bewegungseinschränkungen mit sich bringen, mit allem, was das nach sich zieht (Homeoffice, Schließung von Betrieben, künstliche Erhöhung der Treibstoffkosten usw.). Nur um es zu erwähnen: Flugzeugkerosin stammt überhaupt nicht aus dieser geografischen Region des Planeten. Die Schließung von Flughäfen und die Streichung von Flügen sind daher ein vorsätzlich am grünen Tisch beschlossener Akt ohne konkreten rechtfertigenden Grund.

 

Die Punkte verbinden

Gut. Was haben diese Ereignisse also miteinander zu tun? Scheinbar nichts. Aber wenn man versucht, über ihre eigentliche Bedeutung dieses „εἶδον“ (ich sah) hinauszuschauen, dann kann man zu einer anderen Sicht der Dinge gelangen. Es sind alles Punkte, die Teil eines Plans sind, der vor langer Zeit am grünen Tisch entworfen wurde. Jedes Land hat eine Rolle gespielt, um den Widerstand der einzelnen Völker gegen diese Ereignisse zu testen. Die Italioten gehören zu den gehorsamsten und am wenigsten rebellischen. Wie Ernst Jünger sagen würde, sind sie nicht für den „Waldgang“ prädisponiert. Mit ihnen hat das „System“ leichtes Spiel. Ich würde sagen, dass die Tests auf planetarischer Ebene bisher alle weitgehend erfolgreich waren. Das Endziel? Eine Weltregierung, die über eine Phase von Einflussblöcken verläuft (in jedem Block koexistieren einander gegenüberstehende freimaurerische Kreise, die einander bekämpfen und sich gegenseitig unterstützen, um das Endziel zu erreichen). Man muss in Etappen dorthin gelangen und die Vorgehensweise anpassen, wenn etwas nicht genau wie vorgesehen abläuft.

 

Es ist die Zeit Europas

Marcus Porcius Cato, der als Cato der Zensor in die Geschichte einging, sagte in einer berühmten Rede, die er 157 v. Chr. im Senat nach seiner Rückkehr von einer diplomatischen Schlichtungsmission zwischen den Karthagern und Massinissa (König von Numidien) hielt, den berühmten Satz: „Ceterum censeo Carthaginem esse delendam“ („Im Übrigen bin ich der Meinung, dass Karthago zerstört werden muss“), der von einigen Autoren als „Carthago delenda est“ wiedergegeben wird. Nun, was ich als Verschwörungstheoretiker – weil ich (natürlich) keine Beweise habe – denke, ist, dass es in dieser Zeit einen präzisen Plan zur Zerstörung Europas gibt: Europa delenda est. Natürlich nicht mit Bomben, sondern durch die Wirtschaft, die Zerstörung des sozialen, zivilen und kulturellen Gefüges. Warum? Weil der Alte Kontinent, im Guten wie im Bösen, immer noch die Säule darstellt, auf der die westliche Zivilisation seit Jahrtausenden ruht. Wenn dieses Puzzleteil nicht systematisch ausgehebelt wird, wird es schwierig sein, den globalistischen Plan in einem „angemessenen“ Zeitrahmen zum Abschluss zu bringen. In dem Kultfilm Hass (La Haine) aus dem Jahr 1995 unter der Regie von Mathieu Kassovitz wiederholt der Erzähler zu Beginn und am Ende des Films, in Bezug auf das, was ein Mann, der von einem Wolkenkratzer fällt, auf jedem Stockwerk sagt, den Satz: „Bis hierhin lief’s noch ganz gut. Aber wichtig ist nicht der Fall, sondern die Landung.“ Die europäischen Bürger sind wie dieser Mann, aber der harte Asphalt wartet nur wenige Sekunden entfernt auf sie.

 

 

* Der Kontext war derjenige, in dem Draghi auf die erste Frage der Pressekonferenz antwortete, die von einem Journalisten gestellt wurde, der fragte, ob die politische Instabilität in Italien (aufgrund der Wahlen Ende Februar 2013) die Märkte und Reformen negativ beeinflussen könnte. Der genaue Satz lautete: „You also have to consider that much of the fiscal adjustment Italy went through is now will continue going on on automatic pilot…“ Das heißt: „Sie müssen auch berücksichtigen, dass ein Großteil der Haushaltsanpassung, die Italien durchgemacht hat, von nun an auf Autopilot weiterlaufen wird…“

Zu den Waffen! Zu den Waffen! Zu den Waffen, wir sind Europäer, der Schrecken der Putinisten…

Zu den Waffen! Zu den Waffen! Zu den Waffen, wir sind Europäer, der Schrecken der Putinisten…

Auch wenn es eine Parodie des Textes (von Luigi Landi) des bekannten Liedes von 1923 ist (das wiederum von der Hymne der Radfahrer-Bersaglieri abstammt), würde ich sagen, dass diese Worte sehr gut die ganze Polemik zusammenfassen, die derzeit über den „Aufrüstungswettlauf“ des Alten Kontinents geführt wird.

Mittlerweile gibt es keine Fernseh- oder Radiosendung (egal in welchem Land) oder Website mehr, die nicht darüber berichtet: Wegen des bösen Trump, der beschlossen hat, den Kampf für den Sieg der Ukraine gegen Russland aufzugeben, und der damit droht, Europa der militärischen Verteidigung durch den „großen amerikanischen Bruder“ zu berauben, muss nun plötzlich Schadensbegrenzung betrieben werden. Also her mit den Milliarden in Hülle und Fülle, als ob es in Strömen regnete, wie es sie für soziale Dienste (Gesundheit, Bildung, Infrastruktur und was sonst noch in jedem europäischen Land nötig wäre) noch nie gegeben hat. Aber man weiß ja: Ubi maior, minor cessat!

Wie ich schon sagte, „scheint“ alles plötzlich ausgebrochen zu sein, nach den Gesprächen, die Ende Februar in den Staaten zwischen der blonden Tolle und den verschiedenen Regierungschefs der wichtigsten EU-Länder stattfanden, sowie jenem Großbritanniens und „Schniefnase“, alias Wolodymyr Oleksandrowytsch Selenskyj, dem ukrainischen Komiker.

Eine schöne Pantomime, das muss man schon sagen, würdig der besten Commedia dell’Arte, in der alle Masken vor laufender Kamera ein Spektakel für die ganze Welt inszeniert haben. Jeder hat seine Rolle gespielt: die Amerikaner die des „bösen Bullen“, alle anderen, angefangen beim britischen Premierminister Keir Starmer, die des „guten Bullen“.

Und so begannen Ursula und all die anderen kleinen Schoßhündchen zu kläffen, um die Massen aufzuwiegeln. Angesichts der Gefahr, dass Russland nicht bei der bloßen Eroberung der Ukraine stehen bleibt (obwohl sie, wie man seit langem weiß, mit Hacken und recycelten Waschmaschinenteilen kämpfen), sondern zu einem Raubzug über das gesamte europäische Territorium ansetzt und sogar die Kosakenpferde in den Brunnen des Petersplatzes in Rom tränkt, muss man die Reihen schließen und den Eindringling zurückschlagen. Aber…, Moment mal: Es gibt ein Problem! Wir haben all unser altes Alteisen der Ukraine gegeben, um sich vor dem Feind zu verteidigen. Und was machen wir nun? Ganz einfach: Wir drucken Geld in Hülle und Fülle, um uns mit Waffen einzudecken, und in etwa zehn Jahren werden wir bereit sein, dem schrecklichen Feind entgegenzutreten. Wir in Frankfurt drucken natürlich, und ihr zahlt.

Ich glaube, nicht einmal ein Grundschulkind würde eine solche Aneinanderreihung von Schwachsinn schlucken, aber man weiß ja, die Plandemie (Pandeminchia) docet: Der dümmlichen Leichtgläubigkeit des europäistischen Militrottels (militonto) sind keine Grenzen gesetzt. Und genau aus diesem Grund verzichte ich darauf, die diversen Idiotien zu zitieren, die man derzeit im Umlauf sieht, vorangetrieben von den Narrativen der verschiedenen Lakaien (wie etwa die Drei-Tages-Überlebenskits) und diversen Monologen über Ventotene…

So erklärten sich alle, mit Krautlandia (Krucklandia) an der Spitze (das für diesen Anlass eigens die in der Verfassung verankerte eiserne Regel der Schuldenbremse geändert hat), von vornherein bereit, schwindelerregende Summen lockerzumachen, um die Rüstungsindustrien in Europa und in Übersee reich zu machen. Man muss Opfer bringen, um das Vaterland zu verteidigen! Also bringt sie!

Ja, denn welche bessere Gelegenheit gäbe es, das Waffenarsenal zu erneuern, als die einer angeblichen Verteidigung gegen eine angebliche Gefahr, die wir einfachen Bürger in den kommenden Jahren bezahlen müssen? Offensichtlich keine.

Und so sichert der große Trump (Trumpone) der amerikanischen Militärindustrie einen wirtschaftlichen Aufschwung (sowohl durch die Aufträge, die er erhalten wird, als auch durch die Tatsache, dass die US-Waffen allesamt eingesetzt werden können, um dem wahren Konkurrenten der Staaten, nämlich China, die Stirn zu bieten), und die Europäische Union hat endlich einen Vorwand, die sogenannte „europäische Armee“ aufzustellen. Nun bleibt abzuwarten, wozu diese Armee tatsächlich dienen wird. Irgendetwas sagt mir, dass sie fast ausschließlich gegen zukünftige Rebellionsbewegungen der europäischen Bevölkerungen selbst eingesetzt werden wird, die von den Eliten schikaniert werden. Das Märchen vom Wettlauf um die Rekrutierung junger (und weniger junger) Sprösslinge zur Verteidigung der vaterländischen Grenzen taugt nicht einmal als Witz: Gesetzt den unwahrscheinlichen Fall, sie fänden genug von ihnen, um den gewaltigen „feindlichen Streitkräften“ entgegenzutreten, wären diese im besten Fall erst in einigen Jahren auf dem geforderten Mindestmaß einsatzfähig. In der Praxis hätten Bischöfe und Kardinäle genug Zeit, alte Kosakenlieder auf Russisch zu lernen (während der Tränkpausen der besagten Pferde). Wenn sie, wie ich glaube, hauptsächlich dazu dienen werden, interne Aufstände in der Union niederzuschlagen, könnten sie zudem „gefährliche“ Gewissensbisse bekommen, da viele derer, die es zu unterdrücken gälte, ihre Verwandten und Bekannten sein könnten.

Und was dann? Nun, neben konventionellen Waffen (Flugzeuge der 6. Generation, Panzer, Schiffe, U-Boote und was sonst noch als Aushängeschild der darauf spezialisierten Industrien produziert wird) denke ich sehr wohl, dass ein Ziel der Bau von Robotern sein wird, die durch Künstliche Intelligenz gesteuert werden. Es gibt bereits verschiedene Typen, die in allen Herstellerländern (allen voran China und die USA) ausgiebig getestet wurden. Sie haben keine Gewissensbisse und können in den schwierigsten Situationen höchst effektiv sein. Ich würde sagen: die ideale Lösung sowohl für „Polizei“- als auch für Kampfeinsätze.

Und Putin bei all dem? Russland schaut zu (da es nicht die geringste Absicht hat, irgendein europäisches Land zu „infiltrieren“) und macht sich Notizen. Die KI-Technologien hat es bereits und hat angefangen, sie an der eigenen Bevölkerung anzuwenden. Welche bessere Gelegenheit gäbe es, um zu beobachten, wie sich die Reaktion des euro-idiotischen Pöbels entwickelt? Ich stelle mir das Gelächter vor, das sie sich in den höchsten Etagen alle gönnen, allen voran die wahren Strippenzieher dieser Pantomime…

Es war einmal…

Es war einmal…

Es war einmal „Deutschland, Deutschland über alles. Über alles in der Welt“ (zu Deutsch: Es war einmal „Deutschland, Deutschland über alles. Über allem, was es auf der Welt gibt“). So beginnt das „Lied der Deutschen“, komponiert von August Heinrich Hoffmann von Fallersleben im fernen Jahr 1841 während des Streits mit Frankreich um die Rheinlande, in dem die Einheit der geteilten deutschen Staaten gegen den gemeinsamen Feind besungen wird, untermalt von einem wunderbaren Streichquartett des österreichischen Komponisten Franz Joseph Haydn (genauer gesagt der zweite Satz des Quartetts Nr. 3, Opus 76). Das Lied der Deutschen wurde später bei verschiedenen militärisch-propagandistischen Anlässen verwendet, bis die Nationalsozialisten es sich zu eigen machten und seinen Sinn dahingehend abänderten, dass es eine deutsche Überlegenheit gegenüber anderen Nationen implizierte. Aber man weiß ja: Interpretationen triumphieren oft über die Realität.

Jedenfalls besteht kein Zweifel daran, dass Deutschland im Guten wie im Bösen zumindest in den letzten 150 Jahren eine entscheidende Rolle in Europa und in der ganzen Welt gespielt hat. Nach der Niederlage in zwei Weltkriegen hat es sich wieder „aufgerappelt“ und sich als unangefochtener Führer an die Spitze des Alten Kontinents gesetzt. Seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs hat es jedoch eine hegemoniale Rolle vorwiegend im wirtschaftlichen und nicht mehr im militärischen Bereich eingenommen. Dies entsprach dem ausdrücklichen Willen der neuen „Herren der Welt“, die von Übersee aus das europäische Territorium kolonisierten und damit machten, was ihnen am meisten zusagte. So wurde Deutschland an die „Spitze“ der Europäischen Union gesetzt, durfte zur „Lokomotive Europas“ aufsteigen und wurde zum reichsten Land der gesamten Union gemacht. Zumindest bis vor kurzem.

Seit der Herrscher entschieden hat, dass Europa für seine eigene Vision der Weltherrschaft nicht mehr so wichtig und daher in seiner Gesamtheit entbehrlich sei, wurde auch der Klassenprimus zur Zielscheibe politischer und wirtschaftlicher Breitseiten, die darauf abzielen, in erster Linie seine Produktionskapazitäten und in zweiter Linie seine soziale Struktur zu zerstören.

Ich werde mich hier nicht lange über die verschiedenen „Warnschüsse“ auslassen, die in den letzten Jahren in Deutschland abgegeben wurden und von Onkel Sam stammten. Es genügen das „Dieselgate“, das Ausspionieren von Kanzlerin Merkels Handy durch den amerikanischen „Verbündeten“ (und zwar ausgerechnet während der Friedensnobelpreisträger Barack „der Bomber“ Obama in Berlin zu Besuch war), die mysteriöse Explosion eines Waffendepots vor den Toren Berlins vor einigen Jahren, die verschiedenen Anschläge in ganz Deutschland (einschließlich der jüngsten vor den Wahlen) und, dulcis in fundo, die Sabotage an der Nord-Stream-Gaspipeline, die Russland mit der deutschen Küste verband und Deutschland in Hülle und Fülle mit billigster Energie versorgte. Dem wahren Motor der deutschen Industrie.

Ikonisch ist das Bild von Kanzler Scholz, der stumm blieb, während Joe „Sleepy“ Biden in einer Pressekonferenz auf eine gezielte Frage antwortete und behauptete, die Vereinigten Staaten hätten die Mittel, um zu verhindern, dass die Russen weiterhin Gas an Deutschland lieferten.

 

Ein ungebremster wirtschaftlicher Zusammenbruch

Dutzende und Aberdutzende von Unternehmen schließen jeden Tag in Deutschland ihre Pforten. Laut einer Studie des Leibniz-Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) in Mannheim in Zusammenarbeit mit Creditreform schließt in Deutschland alle drei Minuten ein Unternehmen. Die allgemeine Wirtschaftslage hat sich überall verschlechtert. Um nur ein Beispiel zu nennen: Selbst in der Stadt Berlin, die bis vor kurzem als „Mekka“ der Künstler und Freidenker galt, hat der bis dato großzügige Senat in allen Bereichen den Geldhahn zugedreht: von der Kulturförderung bis zur Sozialhilfe, von der medizinischen Versorgung bis hin zum Verkehr. Das allgemeine Gefühl ist, dass die Institutionen verzweifelt auf der Suche nach Geld sind.

Nach Angaben der deutschen Beratungsgesellschaft Falkenstag erreichte die Gesamtzahl der Insolvenzen von Großunternehmen im Jahr 2024 den Rekordwert von 202, den höchsten Stand seit zehn Jahren. Und das, ohne die Zölle mitzurechnen, die Trump Europa auferlegen will.

Verschärft wurde die durch den industriellen Zusammenbruch in allen Sektoren (von der Automobilindustrie über die Logistik bis hin zur Schwerindustrie und den Dienstleistungen) verursachte Situation durch die „ohne Wenn und Aber“-Politik aller Regierungsparteien (insbesondere der Grünen) zur militärischen und wirtschaftlichen Unterstützung der Ukraine und der Flüchtlinge (laut dem Bamf, dem Bundesamt für Migration und Flüchtlinge, sollen es etwa 1,3 Millionen sein, nach anderen Quellen über 1,6 Millionen). Letztere erhalten durchschnittlich 1.250 Euro monatliche finanzielle Unterstützung, ganz zu schweigen von Familien mit Kindern, die 250 Euro pro Kind zusätzlich bekommen.

Kurzum, wie man in anderen Zeiten gesagt hätte: „Die Deutschen von einst gibt es nicht mehr, gute Frau!“.

Ehrlich gesagt gibt es sie schon lange nicht mehr. Wir sind es gewohnt, seit dem Fall der Mauer (1989) von einem Deutschland zu sprechen. Aber ist die Realität wirklich diejenige, die uns bei so vielen Gelegenheiten erzählt wurde? Unmittelbar nach der Wiedervereinigung zwischen der damaligen Ostdeutschland (ex-DDR) und Westdeutschland (ex-BRD) hieß es, letzteres habe großzügigerweise und unter enormen Opfern die wirtschaftliche Eingliederung des praktisch bankrotten DDR-Staates übernommen. Aber die Dinge lagen nicht ganz so, wie Vladimiro Giacché in seinem Buch Anschluss gut erklärt hat. Der ostdeutsche Staat war keineswegs ein gescheiterter Staat, wie der damalige Kanzler Helmut Kohl und seine Minister andeuteten. Ganz im Gegenteil. Was in Wahrheit geschah, glich einer „Pferdekur“, wie der Bundesbankpräsident Karl Otto Pöhl einige Jahre später anmerkte, der kein Land standhalten könnte. Die Einführung eines Wechselkurses von 1 zu 1 (gegenüber dem damals zwischen den beiden deutschen Staaten geltenden Kurs von 1 zu 4,44) bedeutete, dass die ostdeutschen Bürger in nur einer Nacht, jener vom 30. Juni auf den 1. Juli 1990 (als die Währungsunion in Kraft trat), einen Anstieg der Warenpreise um 350 Prozent erlebten.

Zu diesem wirtschaftlichen Desaster kam noch die Gründung der „Treuhandanstalt“ hinzu, die von 1990 bis 1994 operierte und, nachdem sie alle Ost-Vertreter ausgeschlossen hatte, in eine Institution zur Privatisierung der Betriebe der ehemaligen DDR umgewandelt wurde. Firmen, Industrien (und die Grundstücke, auf denen sie standen) wurden an Leute aus dem Westen (zu rund 87 Prozent, im Gegensatz zu 7 Prozent, die in ausländische Hände fielen) zu Spottpreisen verkauft, teilweise sogar für nur eine einzige D-Mark.

Die Selbstmordrate in den Gebieten der ehemaligen DDR stieg exponentiell an, und die Migrationswelle, die in den ersten Jahren von Ost nach West stattfand, umfasste mehr als 4 Millionen Bürger von insgesamt rund 16 Millionen. Ein wahrer Exodus. Noch heute, mehr als 35 Jahre nach der „Wiedervereinigung“, wirken viele Kleinstädte der ehemaligen DDR auf den Besucher „seltsam“ leer.

Im modernen Deutschland des 21. Jahrhunderts sind die Lohn- und Rentenniveaus bei gleicher Funktion zwischen einem ehemaligen Ostbürger und einem Westbürger ungleich. Im Jahr 2023 lag die maximale Spanne zwischen diesen Gehältern laut dem Jobportal Stepstone bei über 26 Prozent.

 

AfD, oder die Sonne der Zukunft

Warum diese ganze wirtschaftlich-historische Analyse Deutschlands? Ganz einfach: Weil das Ergebnis der jüngsten Bundestagswahlen (vom 23. Februar), das den erwarteten Aufstieg der Partei AfD (Alternative für Deutschland) auf 20,80 Prozent der Wählerstimmen (zweitstärkste Kraft nach der CDU/CSU-Union) brachte, in Wirklichkeit gar nicht so sehr überraschen sollte. Wenn man sich die Deutschlandkarte nach den Wahlen ansieht, glaubt man die alten Grenzen der Nation klar zu erkennen, als es noch zwei deutsche Staaten gab.

Das Hellblau der AfD dominiert alle Gebiete der ehemaligen DDR. Und das bedeutet nicht, dass die Mauer zurück ist, wie viele Kommentatoren geschrieben und gesagt haben. Die Mauer ist aus den oben genannten Gründen in Wirklichkeit nie gefallen.

Bis vor wenigen Jahren sahen diese Bürger „zweiter Klasse“ in der Linkspartei das natürliche politische Ventil, das versuchte, ihre Interessen auf nationaler und lokaler Ebene zu wahren. Aber die Linke spielt meiner Meinung nach schon lange keine „linke“ Rolle mehr. Im Gegenteil, sie hat sich allen anderen Parteien angepasst (die ich ideologisch als „Einheitspartei“ bezeichnen könnte), mit Ausnahme der „Überläuferin“ (so ihre ehemalige Partei) Sahra Wagenknecht, die ihre eigene Partei „BSW“ (Bündnis Sahra Wagenknecht) gegründet hat. In Wirklichkeit ist letztere die einzige bedeutende politische Figur, die im trostlosen deutschen Politikpanorama noch übrig geblieben ist, und die einzige, die noch jene Werte verteidigt, die man einst als „links“ bezeichnet hätte, nämlich den Schutz der Schwächsten. Da ihre Ideen neben sozialer Gerechtigkeit auch die Rückkehr zu normalen wirtschaftlichen und politischen Beziehungen zu Putins Russland und das sofortige Ende des Krieges in der Ukraine sowie das Ende einer unkontrollierten Einwanderung beinhalten, wurde sie während des gesamten Wahlkampfes boykottiert. Und zu guter Letzt erhielt sie (was für ein Zufall aber auch) landesweit nur 4,97 Prozent der Stimmen und verfehlte damit haarscharf (die Hürde liegt bei 5 Prozent) den Einzug ins Parlament. Die fehlenden 13.400 Stimmen führten dazu, dass die Anzahl der Parlamentarier, die ihr zugestanden hätten (33), zwischen der Union und der SPD aufgeteilt werden konnten, was es ihnen ermöglichte, die zum Regieren nötige Mehrheit zu erreichen. Andernfalls hätten sich die Dinge bei der Bildung der zukünftigen deutschen Regierung noch weiter verkompliziert. Ich lasse die Polemik über offene und ausgetauschte Stimmzettel (im Netz kursieren Videos dazu) beiseite, aber die Tatsache, dass gut 230.000 im Ausland lebende Deutsche (zu denen die besagten 13.400 gehören könnten) ihre Wahlunterlagen nicht rechtzeitig erhielten (obwohl für den Versand genügend Zeit gewesen wäre), um ihre Stimme abgeben zu können, könnte dazu führen, dass das BSW rechtliche Schritte einleitet. Leider prüfen die Anwälte diese Hypothese noch, da es in Deutschland sehr schwierig ist, dass einer solchen Klage stattgegeben wird.

 

Parole? „Normalisierung“

Einen letzten Gedanken möchte ich eben zur AfD äußern, jener Partei, die 2013 in Hessen, genauer gesagt in Oberursel im Taunus, von einer Gruppe von Menschen gegründet wurde – darunter einige Universitätsprofessoren –, die den Austritt Deutschlands aus dem Euro forderten. Die ersten Bundessprecher waren damals Bernd Lucke, Frauke Petry und Konrad Adam. Im Herbst 2013 verpasste die Partei mit 4,7 Prozent den Einzug in den Bundestag. In den darauffolgenden Jahren zog die AfD in das Europäische Parlament, in alle deutschen Landtage und 2017 in den Bundestag ein. Nach und nach entfernte sie sich immer weiter von ihren ursprünglichen Kernthemen. Von den 18 Gründungsmitgliedern verblieben nur wenige in der Partei, darunter der Ehrenvorsitzende Alexander Gauland.

Die aktuellen Parteivorsitzenden sind Tino Chrupalla und Alice Weidel. Parteiintern tragen sie die Bezeichnung „Bundessprecher“. Chrupalla teilte sich das Amt bis Januar 2022 mit Jörg Meuthen. Letzterer verließ die Partei jedoch, weil sie seiner Meinung nach zu weit nach rechts gerückt war und nicht mehr auf dem Boden der freiheitlich-demokratischen Grundordnung stand. Stephan Brandner, Peter Boehringer und Kay Gottschalk sind stellvertretende Vorstandsmitglieder.

Sehr umstritten sind Persönlichkeiten wie der Thüringer Landesvorsitzende Björn Höcke, der sich tatsächlich durch eine Sprache und die Äußerung von Ideen auszeichnet, die, wenn sie nicht nazistisch sind, zumindest nicht weit davon entfernt sind. Und das gilt auch für andere Parteimitglieder, so sehr, dass die Partei bis heute unter der ständigen Lupe des deutschen Inlandsgeheimdienstes steht und 2014 im Parlament ein Antrag auf Ausschluss der AfD gestellt wurde.

Jenseits dieser Erwägungen ist mir in den letzten zwei Jahren ein allmähliches Abrücken der Parteiführung hin zu „institutionellen“ Positionen immer deutlicher geworden, auch wenn sie einige Eigenschaften und Themen beibehalten, die der Basis so teuer sind. Zuletzt erhielt die Partei im Wahlkampf für die Wahlen am 23. Februar mehrfach den Beifall und die Unterstützung (nur moralisch? Oder vielleicht noch mehr?) von diesem Bürschchen Elon Musk. Meiner Meinung nach nicht zufällig, ganz im Gegenteil. Aber das nicht aus den Gründen, die viele deutsche und internationale Kommentatoren vermutet haben, indem erstere auf eine direkte Einmischung in die deutsche Politik verwiesen und letztere mit Nazismus-Argumenten aufwarteten (wegen Musks berüchtigtem gehobenem Arm während einer seiner kürzlichen Reden vor dem republikanischen Publikum, das kurz zuvor den großen Trump wiedergewählt hatte).

Nun, meiner Ansicht nach gibt es in Wahrheit einen Versuch – vielleicht orchestriert von Infiltratoren der Geheimdienste selbst –, die Partei zu „normalisieren“, um den Massenprotest, ob extremistischen Ursprungs oder nicht, morgen in ihre Bahnen zu lenken. Um es deutlicher zu sagen: Es ist ein Prozess im Gange, analog zu dem, was auf die 5-Ställe-Bewegung (Movimento 5 stalle), äh, Verzeihung, die 5-Sterne-Bewegung in Italialand angewandt wurde (Hinweis für die Leser: In der Illusion, sie seien eine echte Möglichkeit, mit den alten Parteien zu brechen, habe ich sie 2014 gewählt. Leider). Daher die Wahl einer Exponentin als Parteisekretärin und Kanzlerkandidatin wie Alice Weidel: homosexuell, verheiratet mit einer Filmproduzentin sri-lankischer Herkunft, Sarah Bossard, mit der sie zwei Kinder großzieht, die von zwei verschiedenen Vätern stammen.

Es könnte nicht „unterschiedlicher“ von den Ideen der extremistischen Basis der Partei sein und gleichzeitig nicht „inklusiver“, ganz so, wie es dem „System“ heutzutage gefällt. In der Praxis die perfekte Figur, um eine Partei, die sonst als rechtsextrem angesehen wird, in eine Sammelpartei für populäre Unzufriedenheit ohne bestimmte „Farbe“ zu verwandeln. Ja, denn auch der reiche Westen Deutschlands beginnt angesichts dessen, was für den Alten Kontinent beschlossen wurde (dessen Speerspitze Deutschland darstellt), unter der Krise zu leiden. Eine Krise, die im Übrigen direkt oder indirekt (indem man die Ereignisse einfach ohne Gegenwehr „laufen ließ“, wie im Fall von Nord Stream) von der deutschen politischen und wirtschaftlichen Klasse selbst herbeigeführt wurde. Die Geheimdienste haben dann durch Anschläge und Unterwanderungen den Rest erledigt. Und so haben auch einige „Wessis“ (wie die Ostdeutschen die Westdeutschen nennen) begonnen, ihre Stimme den „Blauen“ zu geben.

Also die AfD als systemkonforme und nicht als nazistisch geprägte Anti-System-Partei. Aber für den allgemeinen Diskurs ist das Schreckgespenst des Nazismus (das, wie ich wiederhole, in einem bestimmten Teil der Partei durchaus präsent ist) praktisch und lenkt von dem Weg ab, der für diese Partei vorgesehen wurde.

Nur die Zeit wird zeigen, ob ich mich geirrt habe oder ob, wie ich fürchte, das Projekt der „Normalisierung“ im Dienste der einen Weltregierung auf vollen Touren läuft.

Wir werden es bald sehen: 2030 steht vor der Tür!

Alles verläuft nach Plan

Alles verläuft nach Plan

Ich bekenne meine jugendliche Leidenschaft für Science-Fiction-Sagas. Insbesondere erinnere ich mich an einen Satz, der vom „Bösewicht“ par excellence der Star-Wars-Saga, Imperator Sheev Palpatine (alias Darth Sidious oder Lord Sidious), in einer Szene der sechsten Episode (dem dritten Film der Serie, unter der Regie von Richard Marquand), Die Rückkehr der Jedi-Ritter, gesprochen wurde, während er sich „liebenswürdig“ mit einer anderen ikonischen Figur der Geschichte, Darth Vader, unterhielt: „Everything is proceeding as I have foreseen“, also „Alles verläuft, wie ich es vorhergesehen habe“ (oder „Alles verläuft nach Plan“). Diesen Satz könnte ich nun auf der Grundlage dessen aussprechen, was ich bereits vor langer Zeit in mehreren meiner Artikel geschrieben hatte, oder – noch treffender – es ist das, wovon ich mir vorstelle, dass es sich die wahren Urheber des epochalen Wandels, den wir gerade erleben (oder besser gesagt: erleiden), untereinander sagen. In der Tat könnten die Dinge für sie nicht besser laufen. Zwischen gefälschten (oder absichtlich provozierten) „Klimawandeln“, „falschen“ Kriegen, die keinem anderen Zweck dienen, als zur Zerstörung der europäischen Wirtschaft beizutragen, Massendeportationen von „Flüchtlingen“, die nur dazu dienen (oder dienen werden), die europäischen Länder (Italialand an vorderster Front), die bereits durch (echte oder falsche) Sanktionen schwer geschwächt sind, vor allem in sozialer Hinsicht weiter zu destabilisieren, schikanösen Maßnahmen verschiedenster Art, die vom bürokratischen Marionettenapparat in Brüssel und Frankfurt verhängt werden, und der Rückkehr von vorgetäuschten „Plandemien“ (pandeminchie), die mit neuen Krankheitsvarianten angepasst werden – ich würde sagen, wenn ich an ihrer Stelle wäre, könnte ich mir nur selbst gratulieren. Bis hierhin haben sie, natürlich aus ihrer Sicht, hervorragende Arbeit geleitet. Ganz zu schweigen davon, was sie in Sachen sozialer Kontrolle auf den Weg bringen, durch die Digitalisierung des Geldes und der Daten all der Schafe (wir), die durch Technologie gesteuert werden, deren Hauptinstrument, wie ich schon mehrfach geschrieben habe, unser mittlerweile untrennbares Smartphone ist.

 

Tja, aber die BRICS…

Also eine Tragödie? „Ach was!“, behaupten die Optimisten. „Es gibt doch die BRICS, es gibt Donald Trump, es gibt Putin…“. Kurzum, es gibt die „Retter des Vaterlandes“, die auf unserer Seite kämpfen. Zumindest ist das das Narrativ, das von vielen Leuten aus der sogenannten „Gegenöffentlichkeit“ (Gegeninformation) verbreitet wird, wie zum Beispiel von Cesare Sacchetti mit seinem Blog La cruna dell’ago (Das Nadelöhr). Ich enthalte mich eines Urteils über den Autor, auch wenn ich mir im Laufe der Zeit mehr oder weniger eine Meinung über ihn gebildet habe. Was ich jedoch für wenig glaubwürdig halte, ist seine Erzählung über die Entstehung der BRICS und die Figur von Persönlichkeiten wie Trump und Putin. Im Gegenteil, um die bestehenden Verflechtungen zwischen den verschiedenen globalen Machtgruppen zu verstehen, halte ich den ausgezeichneten Blog The mirror truth für unverzichtbar, der mit detaillierten Analysen die tiefen Verbindungen zwischen der Hochfinanz der üblichen Verdächtigen und den wirtschaftlichen Machthabern der Welt – einschließlich der chinesischen Mandarine – aufzeigt. Figuren wie Donald Trump oder Elon Musk werden, wie gesagt, von Teilen der sogenannten Gegenöffentlichkeit als Paladine betrachtet, auf die man sich berufen kann, wenn man von einer Welt „alter Schule“ träumt, wie damals, als uns allen die Dinge noch „normal“ erschienen. In Wirklichkeit gehören sie, genau wie Putin selbst (egal ob es der echte ist oder ein Doppelgänger), ebenso zur Freimaurerei wie die diversen Bidens, Trudeaus, Sunaks, Von der Leyens & Co., nur eben in Logen, die mit denen der Letztgenannten im Konflikt stehen. Ich klammere die Figur Putins aus, weil es zu lange dauern würde, sie hier zu umreißen. Trump, der neben der berühmten Geschichte seiner vor dem Bankrott geretteten Hotelkette dank der Intervention einer kleinen Bank im Besitz der üblichen Rothschilds (eine Geschichte, die Pietro Ratto in seinen Büchern I Rothschild e gli altri und Rockefeller e Warburg, le famiglie più potenti della terra sehr gut erzählt hat) enge Verbindungen zur chassidisch-jüdischen Gemeinde durch seinen Schwiegersohn Jared Kushner unterhält, ist eben durch diesen und seinen Sohn Donald Jr. mit dem Giganten Blackrock und somit wieder mit den Rothschilds verbunden. Ich möchte mich ein wenig mehr mit Musk befassen, der von allen als ein etwas verrückter und genialer Visionär angesehen wird.

 

Die „grüne“ Mobilität

Zu den vielen Tätigkeiten des vulkanischen Charakters gehört bekanntlich die des Unternehmers, insbesondere die des Herstellers von Elektroautos unter der Marke Tesla. Aber die Produktion von Elektroautos hat an sich etwas, das überhaupt nicht stimmig ist. Ich persönlich habe einen Arbeiter im Berliner Werk dieses Automobilherstellers interviewt, neugierig auf die Methoden, Mengen und Produktionszeiten (in Berlin wird speziell das Modell Y der Baureihe produziert). Nun, zu meinem großen Erstaunen stellte ich fest, dass Musks Fabrik jeden Tag etwa 1.000 bis 1.200 Autos ausspuckt (eines alle 45 Sekunden, bei einem 24/7-Produktionszyklus, der in drei 8-Stunden-Schichten unterteilt ist). Natürlich hängt die Anzahl der produzierten Fahrzeuge, die man auf eines alle 40 Sekunden steigern möchte, von Pannen ab, die am Fließband passieren können. Übersetzt bedeutet all dies, dass das Werk beim aktuellen Produktionstempo jeden Monat etwa 36.000 Fahrzeuge ausstößt, also 432.000 pro Jahr. Würde man die Produktionszeit auf ein Auto alle 40 Sekunden senken (in Asien produziert man bereits im Rhythmus von einem alle 35 Sekunden), hieße das eine durchschnittliche Produktion von 720.000 Fahrzeugen pro Jahr. Und das nur für das Modell Y. Wenn man nun berechnet, dass laut Il Sole 24 Ore die Produktion der im vergangenen Jahr in Europa verkauften reinen Elektroautos (BEV – Battery Electric Vehicle, also keine Hybride) sich auf 1,56 Millionen Einheiten belief (wovon Tesla mit seinem Modell Y mit 137.000 verkauften Fahrzeugen die unangefochtene Spitze bildet, gefolgt von seinem anderen Modell 3 mit 91.500 verkauften Einheiten), und bei einem stetig wachsenden Produktionstempo (zumindest den Prognosen zufolge), stellt sich unweigerlich die Frage, wie Catalano gesagt hätte: Aber was gedenken sie eigentlich mit all diesen produzierten Elektroautos anzufangen? Diese Frage ergibt sich auch aus der Überlegung, dass das drittmeistverkaufte Modell der VW ID.4 war, aber mit nur 67.500 Zulassungen, und alle anderen Modelle rückläufig sind. Ganz zu schweigen davon, dass der Durchschnittspreis für ein Tesla Model Y bei etwa 50.000 bis 60.000 Euro liegt. Wie viele Europäer werden sich den Luxus leisten können, ihre „alten“ Verbrenner, die vielleicht erst vor ein paar Jahren gekauft wurden, zugunsten eines Elektrofahrzeugs aufzugeben? All dies, ohne auf die „vermeintliche“ Rentabilität des Elektroantriebs einzugehen, sowohl hinsichtlich der Produktionskosten und der Energieeffizienz als auch der tatsächlichen Möglichkeiten zur Erzeugung „sauberer Energie“. Diesbezüglich sind die Überlegungen des Ingenieurs Fabio Castellucci sehr interessant (man findet sie in diversen Online-Interviews: zum Beispiel hier oder hier). Meiner Meinung nach werden sie also irgendeine Form von „Anreizen“ finden, um den Übergang zur Elektromobilität zwangsweise durchzusetzen, vielleicht indem sie es de facto unmöglich machen, die Kosten eines „traditionellen“ Autos wirtschaftlich zu tragen, während sie gleichzeitig die wunderbare Möglichkeit bieten, ein BEV zu nutzen (und sich somit mit einem „eigenen“ Fahrzeug fortbewegen zu können) im Austausch für die x-te Impfdosis oder die endgültige Aufgabe der Privatsphäre. Das alles im Hinblick auf den maximal erlaubten Bewegungsradius in den „15-Minuten-Städten“, die somit perfekt für die geringe Reichweite der Elektromobilität sind. In der Praxis müssen Sie in städtischen Gehegen bleiben, wo Sie leicht kontrolliert werden können. Und das alles immer unter dem Vorwand des „Umweltschutzes“. In der Praxis werden wir eine Masse von Menschen haben, die davon überzeugt sind, dass die Welt an der menschlichen Ruchlosigkeit zugrunde geht. Zu diesem Zweck haben sie eine Masse an jüngeren Generationen von „Klima-Schwachköpfen“ herangezogen, die zwischen einem Eimer Farbe auf ein Kunstwerk oder Denkmal und dem Festkleben ihrer Gliedmaßen auf dem städtischen Asphalt glauben, den Planeten zu retten. Und all das, während sie euch, ihr schmutzigen, umweltverschmutzenden Panda-Fahrer, rügen! Wobei die Tatsache außer Acht gelassen wird, dass sich gleichzeitig die Mächtigen der Erde regelmäßig an fabelhaften Orten des Planeten treffen, um uns allen zu sagen, wie wir uns verhalten müssen, um nicht zu verschmutzen, indem wir Grillen und synthetisches Fleisch essen, während sie sich ausschließlich mit Privatjets fortbewegen und sündhaft teure Delikatessen verzehren, die auf die „alte Art“ produziert und zubereitet wurden.

 

Die wunderbare Welt von Italialand

Während also die Geschicke der Welt von dem „falschen“ Ukraine-Krieg, dem x-ten Wiederkäuen der Plandemie, den Klima-„Wandeln“, dem erzwungenen und gewaltsamen Import von Afrikanern auf den Alten Kontinent und dem immer offensichtlicheren wirtschaftlichen Ruin desselben geprägt sind, haben in der wunderbaren Welt von Italialand unter den vielen Schwachsinnsmeldungen (für die Sprachpuristen siehe den eingefügten Link), mit denen die Italioten gefüttert werden, zwei insbesondere wochenlang alle Massenmedien und die feinen (und weniger feinen) Salons der Halbinsel beschäftigt: der Generalissimus Roberto Vannacci, (von mir) „Plattfuß in Afrika“ genannt, und der Pfirsich der Begierde von Esselunga. Den Ersteren wollte ich so nennen, weil er mich auf einem im italiotischen Wochenmagazin Chi veröffentlichten Bild sehr an eine Figur erinnerte, die Bud Spencer (Carlo Pedersoli) in einer in den Siebzigerjahren erschienenen Tetralogie unter der Regie von Steno spielte. Der Generalissimus, eine eigens geschaffene Figur, um die Aufmerksamkeit des durchschnittlichen Italioten abzulenken, ist offensichtlich ein Gatekeeper, um eine „moderne“ Sprache zu verwenden, oder ein Infiltrator des Systems, wie man früher gesagt hätte. Vielleicht wird er auch eine eigene politische Bewegung gründen, um die ohnehin gespaltene heimische öffentliche Meinung noch ein wenig mehr zu spalten (als ob das nötig wäre). Andererseits hat der starke Mann, der dazu neigt, ein Vollidiot… uups, ich wollte schreiben, ein Angeber zu sein, in unseren Breitengraden schon immer Anklang gefunden. Aber man weiß ja, die Italioten sind auch sehr wankelmütig, also muss man ihnen auch „leichtere“ Geschichten mit „guten Gefühlen“ liefern, auf die sie ihre Aufmerksamkeit richten können. Was also tun? Ganz einfach: Man bauscht einen Fall auf, über den sie wochenlang hitzig diskutieren können, ausgehend von einem „durchtriebenen“ Werbespot, wie man in der Hauptstadt sagen würde. Einer jener tränenreichen Spots, wie sie in Deutschland jedes Jahr pünktlich vor Weihnachten von einer sehr bekannten Supermarktkette produziert werden. Letztere zielen auf die guten Gefühle gegenüber der jeweiligen Oma oder dem Opa ab, der Erstere auf die guten Gefühle gegenüber dem kleinen Mädchen geschiedener Eltern. Andererseits: Warum sollten sich die Mitbürger der netten kleinen Familie von Esselunga auch auf eine gelinde gesagt desaströse wirtschaftliche und soziale Lage konzentrieren? Gott bewahre, dass dann noch jemand (mittlerweile eine vom Aussterben bedrohte Spezies) auf die Idee käme zu protestieren, oder was weiß ich, gegen die jeweilige Marionettenregierung zu rebellieren. In der Tat lohnt es sich nicht einmal mehr zu schauen, wer gerade der Beauftragte ist, der im Palazzo Chigi die Papiere hin und her schiebt. In diesem Zusammenhang hatte der Retter des Vaterlandes, Mario Draghi, das Konzept sehr gut klargestellt, als er noch die Rolle des EZB-Chefs innehatte: „Die Märkte fürchten keine Wahlen, die Reformen laufen auf Autopilot“. Und nur das zählt. Die Entscheidungen werden woanders getroffen. Das Volk bildet sich praktisch ein, durch die Wahl von Marionettenkandidaten dieser oder jener Partei etwas zu zählen. Exemplarisch hierfür ist der Satz des anderen starken Mannes von Goldman Sachs, des ehrwürdigen Professors Mario Monti, als er 2015 in einem Interview sagte: „Kann man hoffen, dass sich die öffentliche Meinung des Führungsverlustes seitens der Regierenden bewusst wird? Ist es möglich, dass die Schafe beginnen, den Hirten in die richtige Richtung zu lenken und dabei sogar die Kontrolle über den Schäferhund zu übernehmen? Ein bisschen schwierig.“ Also Schafe, grast und seid still!

 

Israel, schöner Boden der Liebe

Während ich diesen meinen langen Artikel abschließe (wie üblich, werden Sie sagen! Aber andererseits kann man nicht so viele Themen und Überlegungen in einen Tweet packen), trifft die Nachricht vom Hamas-Angriff in mehreren Teilen Israels ein. Die Situation ist noch in der Entwicklung, und meiner Meinung nach ist es etwas zu früh, um zu sagen, was wirklich passiert: ein echter Angriff nach Meinung der einen (nämlich der Unterstützer Israels), unter falscher Flagge („False Flag“) nach Meinung der anderen (der palästinensischen Unterstützer). Es ist sehr wahrscheinlich, dass es sich um den tatsächlichen Beginn der Eskalation des Dritten Weltkriegs handeln könnte (der bereits in mehreren Teilen der Welt im Gange ist: Europa, Afrika, Asien und nun im Nahen Osten unter verschiedenen Formen). Auf jeden Fall ist es das x-te Symptom des Kampfes, der an der Spitze der freimaurerischen Machtgruppen tobt, die sich wie nie zuvor uneins darüber sind, wer die unmittelbar bevorstehende Welt anführen soll – jene der digitalen Kontrolle, auf die alle, ohne Ausnahme der Großmächte, mit vollen Segeln zusteuern.

Wer Böses denkt, sündigt…

Wer Böses denkt, sündigt…

Ein kurzer Artikel, um zwei – meiner Meinung nach – ad hoc geschaffene „Unwahrheiten“ aufzuklären.

 

Die NATO-Erweiterung

Die erste betrifft den Verlauf der Erweiterung des Atlantischen Bündnisses. All jene, die glauben, dass die NATO die Abkommen der Zeit nach dem Berliner Mauerfall gebrochen hat (nämlich dass der Westen im Austausch für deren Fall nicht versuchen durfte, die ehemaligen Staaten der Sowjetunion einzugliedern, was jedoch pünktlich geschah), schreien nun Zeter und Mordio. Meiner Meinung nach hat sich jedoch im Laufe der Zeit das, was einst eine unumstößliche Wahrheit war, angesichts der rasanten Entwicklung, die alle beteiligten Akteure der (sehr nahen) Zukunft der Welt verpassen wollten, verändert. Was gerade stattfindet, ist eine Aufteilung vorher festgelegter geopolitischer Sphären (darüber habe ich hier geschrieben). Kurz gesagt: Die USA und Großbritannien auf der einen Seite (mit ihren Vasallen Kanada und Australien) sowie Russland und China auf der anderen (ebenfalls mit diversen Vasallen) schließen diese Aufteilung gerade zügig ab, wobei die Ukraine die europäische Grenze der jeweiligen Einflusssphären darstellt. Daher ist der NATO-Beitritt Schwedens und Finnlands nichts anderes als ein weiterer Schritt zur geplanten Konsolidierung dieser Einflusssphären. Das Ganze wird als Fortsetzung des anfänglichen Vertragsbruchs seitens der NATO verkauft. Welche bessere Ausrede gäbe es als den Krieg in der Ukraine, um diesen Prozess zu beschleunigen?

 

Berühmte „Geimpfte“, die krank werden

Die zweite „Unwahrheit“ betrifft die Covid-Krankheitsfälle, die bei den berühmtesten Befürwortern der Impfkampagne aufgetreten sind, angefangen bei jenem Anthony Stephen Fauci, der in dieser ganzen Angelegenheit eine führende Rolle gespielt hat. Der umstrittene Dr. Fauci soll an der Omikron-Variante erkrankt sein, obwohl er (so lautet das gängige Narrativ) bereits viermal geimpft war. Sofort erhob sich ein Chor von „Seht ihr!“-Rufen aus den Reihen derer, die sich (zu Recht) immer gegen die Massenimpfung für Sars-Cov-2 ausgesprochen haben. In Wirklichkeit glaube ich, dass das alles nur eine Inszenierung ist – genau wie die angebliche Tatsache, dass er sich überhaupt geimpft hat (er und andere aktive Darsteller dieser Pantomime) –, um der Masse der Schafe zu zeigen, die sich wirklich impfen ließen und dann trotzdem krank wurden, vielleicht sogar im Krankenhaus landeten, dass ja, man auch nach sage und schreibe 4 Impfdosen noch krank wird, aber eben in einer milderen Form als ein Ungeimpfter. Offensichtlich ist Letzteres eine glatte Lüge, was durch neuere Studien in den renommiertesten medizinischen Fachzeitschriften hinlänglich bewiesen wurde und aus einer kürzlich in Großbritannien durchgeführten Studie hervorgeht. Aber für die dumme Herde zählt nur das Beispiel und die mantraartige Wiederholung der falschen Nachricht, die von den Systemmedien verbreitet wird. In der Praxis denke ich, dass all diese Leute die klassische Augenwischerei sind, das Kaninchen, das aus dem Zylinder gezaubert wird, um diejenigen zu beruhigen, die zu diesem Zeitpunkt beginnen (ein Wunder!), einen kleinen Zweifel zu hegen. Wozu lässt man sich überhaupt impfen, wenn man sich trotzdem infiziert und in vielen Fällen riskiert, im Krankenhaus zu landen? Natürlich kann ich diese Thesen nicht konkret beweisen, auch wenn es zahlreiche Indizien gibt, die dafür sprechen, dass sie richtig sind. Sagen wir einfach, ich neige dazu, Böses zu denken, aber wie Kardinal Giulio Mazzarino (und später Giulio Andreotti) sagte: „Böses von anderen zu denken ist eine Sünde, aber oft trifft man damit ins Schwarze.“

Das erste Opfer des Krieges

Das erste Opfer des Krieges

Wenn die Ereignisse sich überschlagen, halte ich es für wenig sinnvoll, über deren Ursachen und die Frage zu schreiben, wohin sie in Zukunft führen werden. Um das zu verstehen, muss man abwarten und die Fäden verschiedener Handlungsstränge zusammenführen, die sich zwar gleichzeitig abspielen, aber (zumindest scheinbar) nichts miteinander zu tun haben. Ich fürchte, es wird nicht mehr lange dauern, bis die – meiner Meinung nach tragischen – Entwicklungen all dessen, was die Menschheit nunmehr seit zwei Jahren durchlebt, an ihrem Endpunkt angelangt sind. Um es kurz zusammenzufassen: Wir haben die vorgetäuschte „Pandemie“ von Sars-Cov-2 erlitten. Heute wissen wir sehr wohl, wo sie ihren Ursprung hatte (Link 1, Link 2, Link 3) und wer sozusagen ihr „Erfinder“ war. In Wirklichkeit müsste man sagen „die Erfinder“, die im Grunde immer dieselben sind. Es sind etwas mehr als hundert mächtige Familien und Autokraten auf der Welt, die – und ich betone: in gegenseitigem Einvernehmen – beschlossen haben, in welche Richtung sich die Menschheit innerhalb kurzer Zeit verändern sollte. Zu dieser Gruppe gehören, neben den üblichen Familien Rothschild, Rockefeller & Co., die Nomenklatura der chinesischen Mandarine (mit denen, wie Nicoletta Forcheri treffend hervorgehoben hat, gerade die Rothschilds seit Jahren im Geschäft sind), der Vatikan, die Mafia und Wladimir Putins Russland (vielleicht der einzige, der in gewisser Hinsicht noch etwas mehr der „alten Schule“ verhaftet ist). Sie haben dies übrigens auf ihren verschiedenen, mittlerweile fast legendären Treffen der Bilderberg-Gruppe oder des Weltwirtschaftsforums von Klaus Schwab und seiner Agenda 2030 alles gut und öffentlich dargelegt. Ihr werdet nichts besitzen und ihr werdet glücklich sein (und von morgens bis abends kontrolliert werden). So lässt sich ihr Motto zusammenfassen. All dies mit Hilfe der Technologie. Die gesamte Operation wurde von langer Hand vorbereitet und die Methoden, mit denen sie eingeführt wurde, waren vielfältig. Auf internationaler Ebene wurde die Spannung durch diverse farbige Revolutionen hoch gehalten, sowie durch Anschläge in verschiedenen Ländern, an deren extremistische Täter (meist Araber) höchstens Grundschulkinder oder das dumme Wahlvolk (also 90 Prozent der Menschheit) glauben können. Um den Weg für eine Änderung der Lebensweise zu ebnen, sorgten hingegen politische Bewegungen wie die „5 Sterne“ in Italien oder die Grünen in Deutschland, neben der Heldin des Protests gegen den „Klimawandel“ Greta Thunberg und den lobotomisierten „Klima-Schwachköpfen“ (gretini) jeden Alters, die wie von Zauberhand auf dem ganzen Globus wie Pilze aus dem Boden schossen (die Mutter der Idioten ist eben immer schwanger, hätte man früher außerhalb der Political Correctness gesagt). Schließlich kam der Krieg in der Ukraine. Wie in allen Kriegen ist das erste Opfer, das den Preis zahlt, die Wahrheit. Die einzige Gewissheit ist, dass die ukrainische Bevölkerung keiner der beteiligten Parteien am Herzen liegt, Europa eingeschlossen. Ein „seltsamer“ Krieg, der nie offiziell erklärt wurde, zwischen Russland, dem Eindringling, und der Ukraine, der Angegriffenen. Die Geschichte beginnt, wie wir wissen, weit in der Vergangenheit. Zumindest was die eine Seite der Medaille betrifft. Und zwar bei der ständigen Verletzung der beim Fall der Berliner Mauer getroffenen Vereinbarungen zwischen der ehemaligen Sowjetunion und der NATO über die Achtung der Neutralität der ehemaligen sowjetischen Gebiete (einschließlich der Ukraine), und bei der Behandlung der russischsprachigen Bevölkerungen des Donbass, mit der Anerkennung der Unabhängigkeit der beiden Republiken Donezk und Lugansk durch Russland. Diesbezüglich sei auf die hervorragende Arbeit von Giorgio Bianchi verwiesen, einem der wenigen echten Journalisten, der vor Ort (zum Zeitpunkt der Verfassung dieses Artikels) darüber berichtet, wie sich die Dinge wirklich abspielen und wie sie sich in der Vergangenheit abgespielt haben. Dennoch bleibt die allgemeine Situation zu analysieren. Wie ich schon sagte, gehört auch Russland zu der Machtgruppe, die die zukünftige Welt unter sich aufteilen will. Ich glaube jedoch, dass es auf dem Weg zu diesem Ziel zu regelrechten Zusammenstößen zwischen den beteiligten Akteuren kommt. In diesem Fall zwischen den Vereinigten Staaten und Großbritannien, die die NATO als Deckmantel nutzen, auf der einen Seite, und Zar Wladimir auf der anderen. Die ersten beiden haben versucht, dem Rivalen einen schweren Schlag zu versetzen, ohne jedoch zu berechnen, dass dieser in Wahrheit ein viel zäherer Brocken ist, als sie dachten. Wenn wir dem die Tatsache hinzufügen, dass China (das eigentliche Ziel Washingtons) sich mit Russland zusammengetan hat, um eine gemeinsame Front zu bilden, erscheint das Bild zumindest problematisch.

 

Leb wohl, Dollar, leb wohl

Abgesehen von der sicherlich stattfindenden Einkreisung des russischen Territoriums durch die NATO und dem in der Ukraine unternommenen Versuch, bei dem der Alte Kontinent (wie üblich) nach Belieben benutzt wurde, steht nun die monetäre Vormachtstellung und der (von allen konkurrierenden Akteuren gewollte) Übergang zur digitalen Währung auf dem Spiel. Der erste Schritt? Putins gewaltiger Stoß gegen den Dollar, indem er die Bezahlung des wertvollen russischen Gases (zumindest für Europa, den eigentlichen Verlierer dieser ganzen Kontroverse) in Rubel und nicht mehr in Euro oder Dollar verlangte, hat einen Punkt ohne Wiederkehr markiert. Der Goldpreis in Rubel ist niedriger als der in Dollar. Der Petrodollar, der 1971 die Bretton-Woods-Abkommen ablöste, ist an seiner Endstation angelangt. Russland und China haben entschieden, dass es an der Zeit sei, ihn in Rente zu schicken. Aber Vorsicht, all dies ist nicht das Spiel der Guten gegen die Bösen (in diesem Fall der Russen gegen die Amerikaner). Ich gehöre absolut nicht zu denjenigen im Netz, die sich bei dem bloßen Gedanken die Hände reiben, dass die Globalisierung am Ende sei. Die Globalisierung, wie wir sie bisher verstanden haben, ja. Aber die Eliten haben sie transformiert und eine Form der digitalisierten globalen Kontrolle erdacht. Es ist kein Zufall, dass Russland die Bezahlung für seine Rohstoffe auch in Bitcoin akzeptiert. Denn auch die Russen wissen sehr wohl, dass die digitale Währung (die leider die Zukunft des Handelsauslandsgeschäfts jeglicher Art ist) eine nahezu totale soziale Kontrolle ermöglicht. Abgesehen davon, dass man perfekt weiß, wo sich ein Individuum befindet und was es tut, könnte es, wenn es sich nicht an das Diktat der Herrschenden hielte oder die ihm auferlegten Regeln überträte, sofort durch die umgehende Sperrung des Kredits bestraft werden, was ihm de facto das Leben unmöglich machen würde. Genau so, wie es derzeit in China in mehreren Regionen geschieht, und deren Modell dasjenige ist, von dem sich die „liberalen Sozialisten“ à la Mario Draghi* inspirieren lassen. Deshalb gab es zuerst die „Pandemie“ und jetzt den Krieg. Alles war bereits geplant, so wie auch die Klimawandlungen geplant sind. Alles zielt auf ein einziges Ziel ab: Die Welt wird in drei Machtblöcke aufgeteilt. Der angloamerikanische Block auf der einen Seite, mit Kanada, Australien und diversen Kolonien; der chinesisch-russische Block auf der anderen Seite, mit Indien und anderen an ihre Volkswirtschaften gebundenen Ländern; und schließlich Europa, oder besser gesagt das, was davon übrig bleiben wird. Das schwächste Glied sind nämlich wir, zerquetscht zwischen den amerikanischen Interessen einerseits und dem Mangel an Rohstoffen andererseits. Wir waren, besser gesagt wir sind, der leckerste Bissen. Wir sind ein relativ reicher Kontinent und verfügen, insbesondere wir Italiener, über die weltweit größte Anzahl an Kunstwerken und eine hohe Quote an privatem, mobilem und immobilem Reichtum. Ich muss lachen über diejenigen, die im Netz behaupten: „Die Globalisierung bricht zusammen“, oder „alles stürzt ein. Wir haben gewonnen“, oder auch „Putin ist der letzte Paladin gegen die Globalisierung“. Putin ist zweifellos ein hervorragender Politiker der alten Schule, und er vertritt zuallererst die Interessen seiner Nation, aber er ist kein Heiliger, nicht mehr und nicht weniger als die anderen. Auch er hat ein klares Ziel: sich ein Stück vom globalen Kuchen abzuschneiden. Der einzige Unterschied ist, dass er es mit einer Art von Ethik tut, die seine Gegner/Komplizen schon lange nicht mehr anwenden. Oder die sie vielleicht nie angewandt haben. Wie man so schön sagt: Eine Krähe hackt der anderen kein Auge aus. Oder besser gesagt, ab und zu versuchen sie es, vielleicht in der Hoffnung, den Gegenspieler unvorbereitet zu erwischen, aber das Endziel haben alle immer fest im Blick. China, das inzwischen zu einem wirtschaftlichen und technologischen Giganten herangewachsen ist, ist der wahre Gegenspieler der Vereinigten Staaten (die es anfangs begünstigt hatten in dem Glauben, die industrielle Massenproduktion dorthin verbannen zu können, ohne jedoch zu erkennen, dass sie die westlichen Unternehmen bei der strategischen Industrieproduktion davon abhängig gemacht haben). Das chinesische Reich verfügt über eine große Macht in der Baulogistik, was Russland zugutekommen kann, das im Gegensatz dazu – mit Ausnahme von Moskau und Sankt Petersburg (also dem „europäischen“ Teil seines Territoriums) – über riesige Rohstoffmengen, aber nicht über die Infrastruktur verfügt. Daher haben sich die Chinesen und Russen für einen gegenseitigen Austausch in diesem Sinne verbündet. Wladiwostok stellt insbesondere die Speerspitze dieses Bündnisses dar, da es als Hafen am Japanischen Meer, also am Pazifik, an der Grenze zu China und Nordkorea liegt und durch die Beringstraße eine Alternative für den Warentransport über die Nordroute darstellt (die nun mit der Eisschmelze eine mehr als brauchbare Alternative zu den üblichen, meist vom gegnerischen Wirtschaftsblock kontrollierten Routen ist). Sowohl China als auch Russland haben in den letzten Jahren große Mengen Gold auf den Weltmärkten gekauft, und dies gerade in Voraussicht auf eine „Abkopplung“ vom Petrodollar. Nach den Vereinigten Staaten sind die größten Goldbesitzer der Welt Deutschland und eben wir, gefolgt von den Franzosen und den Schweizern. Wir Europäer sind also wie ein großer Kuchen, der aufgeteilt werden muss. Was daraus folgt, ist leicht vorherzusehen.

 

Woher unsere politische Klasse kommt

Wie gesagt, wer am Ende den Kürzeren zieht, wird in erster Linie der Alte Kontinent sein, der über keine eigenen Energieressourcen verfügt und mitansehen muss, wie seine Industrie und das verarbeitende Gewerbe in Rauch aufgehen. Die ersten Vorboten sind bereits in vielen Ländern deutlich zu erkennen, unser Land – das muss man wohl nicht extra erwähnen – gehört zu den ersten. Die Inflation hat fast überall zu galoppieren begonnen, und am Ende wird das Resultat eine echte Katastrophe sein. Die europäischen Regierenden, ohne Ausnahme, gehören zu jener Führungsschicht, die entweder unfähig (und deshalb zum Regieren ausgewählt) oder mitschuldig ist, da sie genau innerhalb der institutionellen, schulischen, universitären, politischen und sozialen Einrichtungen der Eliten, die die Welt beherrschen, herangewachsen ist. Diesbezüglich sei auf das ausgezeichnete Buch von Davide Rossi La Fabian Society e la pandemia verwiesen. Sie sind ein Haufen von Emporkömmlingen (Parvenüs), die uns nicht in unserem Interesse regieren, sondern im Interesse der Eliten, die sie ausgebildet und an die Macht gebracht haben. All das vor dem Hintergrund der schuldhaften Ablenkung der Massen, die über das neueste Handymodell, den Fußballverein der Woche oder die Ratschläge der (natürlich künstlich geschaffenen) Influencer eingenickt sind, welche Konsumgüter aller Art propagieren und ab und zu Perlen politischer oder sozialer Weisheit verteilen, denen man folgen sollte. Zwei Jahre „Pandemie“ haben deutlich gezeigt, wie es einigen wenigen, über jede Vorstellungskraft hinaus reichen Individuen gelungen ist, den ganzen Rest der Menschheit gegeneinander aufzuhetzen. Und all das, indem man sie durch die mächtigen Instrumente der völlig unterwürfigen Medien glauben ließ, dass man nicht gegen das kämpfen müsse, was man früher das „System“ genannt hätte, sondern vielmehr dafür. Natürlich im Namen des „Gemeinwohls“ und zur Bekämpfung von Notständen (die von ihnen selbst ad hoc geschaffen wurden). Nicht einmal die Nazi-Propaganda hat so viel erreicht. Die Diktatoren brauchten Gewalt, um die Bevölkerung dazu zu bringen, zähneknirschend (obtorto collo) zu gehorchen. Stattdessen haben sich die Opfer zum ersten Mal in der Geschichte der Menschheit freiwillig allen möglichen Schikanen ihrer Henker unterworfen. Ich wiederhole: aus Angst, aus Erschöpfung, aus Feigheit oder aus bloßer Nachgiebigkeit, die durch eine induzierte kollektive Hypnose verursacht wurde. Ich würde sagen, es bleibt nur wenig Hoffnung auf eine Rückeroberung der Positionen durch die Völker der Welt. Auch wenn sie sich in der absoluten Mehrheit befinden, ist die Position, an der sie angelangt sind, von einer solchen Schwäche, dass sie keinen Raum für die Hoffnung auf einen allgemeinen Aufstand lässt. Die Aufstände, wie wir in dieser Zeit leider mehrfach gesehen haben (Kanada, Australien, Frankreich… Italien selbst), wurden stets mit Gewalt zum Schweigen gebracht, auch dank der ruhigen Nachgiebigkeit der „Rebellen“, die sich immer noch der Illusion hingeben, man könne von den Institutionen Gerechtigkeit erwarten, da sie diese für super partes und dem „Wohl des Volkes“ verpflichtet halten. In Wirklichkeit wurde die schmale Grenze zwischen Legalität und Illegalität von denen, die uns vor der wirtschaftlichen Macht hätten schützen sollen, längst überschritten. Jetzt ist es diese selbst, die die Rolle der Legislative und Judikative übernommen hat. Und leider sehe ich keine Möglichkeit, sie aufzuhalten.

 

Die Eurogendfor

Was mir außerdem unvermeidlich erscheint, ist der Bürgerkrieg in verschiedenen Ländern, denn wenn es hart auf hart kommt (und meiner Meinung nach wird das viel früher der Fall sein, als man denken mag), wird der soziale Konflikt zwischen diesen Eliten und der unteren Mittelklasse unvermeidlich sein. Wie Cato der Zensor sagte: „Der Magen hat keine Ohren“. Und es wird sehr bald viele leere Mägen geben. Ich denke, die Versuche, sie mit einer Art universellem Grundeinkommen (das in verschiedenen Varianten in verschiedenen Teilen der Welt, einschließlich Italien, bereits erprobt wurde) zu besänftigen, werden vergeblich sein, und das Eingreifen repressiver Gewalt wird der einzige Weg sein, um die Wut des Volkes einzudämmen. Erinnern Sie sich an die Eurogendfor? Wahrscheinlich nicht. Es handelt sich um jene militärische Truppe, die auf dem Europäischen Rat in Nizza im Dezember 2000 gegründet und mit dem Vertrag von Velsen 2007, der von Frankreich, Spanien, Portugal, den Niederlanden und natürlich Italien unterzeichnet wurde, endgültig offiziell gemacht wurde. Ihr Hauptsitz befindet sich in Vicenza (wo sich, welch Zufall, einer der wichtigsten amerikanischen Stützpunkte in Europa befindet). Der Vertrag besteht aus 47 Artikeln, und darunter liest man interessante Dinge. Ihre Aufgaben sind: „Einsätze zur Aufrechterhaltung von Sicherheit und öffentlicher Ordnung durchzuführen; lokale Polizeikräfte bei der Erfüllung ihrer üblichen Aufgaben, einschließlich strafrechtlicher Ermittlungen, zu überwachen, zu beraten, anzuleiten und zu kontrollieren; Aufgaben der öffentlichen Überwachung, Verkehrsregelung, Grenzkontrolle und allgemeinen Aufklärung wahrzunehmen; strafrechtliche Ermittlungen durchzuführen, Straftaten aufzudecken, die Täter aufzuspüren und sie den zuständigen Justizbehörden zuzuführen; Personen und Eigentum zu schützen und die Ordnung bei öffentlichen Unruhen aufrechtzuerhalten“ (Art. 4). Der Aktionsradius: „EUROGENDFOR kann der Europäischen Union (EU), den Vereinten Nationen (UN), der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE), der Nordatlantikvertrags-Organisation (NATO) sowie anderen internationalen Organisationen oder Ad-hoc-Koalitionen zur Verfügung gestellt werden“ (Art. 5). Der Hauptsitz und die Kommandozentrale: „die multinationale Polizeitruppe mit militärischem Status, bestehend aus dem permanenten multinationalen, modularen und verlegefähigen Hauptquartier mit Sitz in Vicenza (Italien). Die Rolle und Struktur des permanenten Hauptquartiers sowie sein Einsatz bei Operationen werden vom CIMIN – das heißt – dem Hohen Interministeriellen Ausschuss gebilligt. Er bildet das Entscheidungsorgan, das EUROGENDFOR leitet“ (Art. 3). Die EGF genießt völlige Immunität: Räumlichkeiten, Eigentum und Archive sind unverletzlich (Art. 21 und 22); die Kommunikation darf nicht überwacht werden (Art. 23); Schäden an Eigentum oder Personen können nicht entschädigt werden (Art. 28); die Gendarmen können von der Justiz der Gastländer nicht strafrechtlich verfolgt werden (Art. 29). Wie man deutlich sieht, eine Reihe von Privilegien, die in einem Rechtsstaat unvorstellbar sind. Am 14. Mai 2010 hat die Abgeordnetenkammer der Italienischen Republik das Abkommen ratifiziert. Anwesend 443, Abstimmende 442, Enthaltungen 1. 442 haben mit Ja gestimmt: alle, ausnahmslos. Wenn sich ein Teil der „regulären“ Ordnungskräfte, wie ich glaube, auf die Seite der Unterdrückten stellt – wen, glauben Sie, werden die Unterdrücker dann einsetzen, um die Revolte einzudämmen und die Rebellen in die Knie zu zwingen? Der Nachwelt das schwere Urteil (Ai posteri l’ardua sentenza).

  • Apropos Letzterer: All denjenigen, die behaupten, es handele sich um eine Regierung von Inkompetenten, die Italien seit zwei Jahren führt, antworte ich, dass dem nicht so ist: Sie wissen ganz genau, was sie tun (es wird ihnen gesagt, was sie tun sollen), und sie tun es gut. Zumindest aus ihrer Perspektive.

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