Das erste Opfer des Krieges

Das erste Opfer des Krieges

Wenn die Ereignisse sich überschlagen, halte ich es für wenig sinnvoll, über deren Ursachen und die Frage zu schreiben, wohin sie in Zukunft führen werden. Um das zu verstehen, muss man abwarten und die Fäden verschiedener Handlungsstränge zusammenführen, die sich zwar gleichzeitig abspielen, aber (zumindest scheinbar) nichts miteinander zu tun haben. Ich fürchte, es wird nicht mehr lange dauern, bis die – meiner Meinung nach tragischen – Entwicklungen all dessen, was die Menschheit nunmehr seit zwei Jahren durchlebt, an ihrem Endpunkt angelangt sind. Um es kurz zusammenzufassen: Wir haben die vorgetäuschte „Pandemie“ von Sars-Cov-2 erlitten. Heute wissen wir sehr wohl, wo sie ihren Ursprung hatte (Link 1, Link 2, Link 3) und wer sozusagen ihr „Erfinder“ war. In Wirklichkeit müsste man sagen „die Erfinder“, die im Grunde immer dieselben sind. Es sind etwas mehr als hundert mächtige Familien und Autokraten auf der Welt, die – und ich betone: in gegenseitigem Einvernehmen – beschlossen haben, in welche Richtung sich die Menschheit innerhalb kurzer Zeit verändern sollte. Zu dieser Gruppe gehören, neben den üblichen Familien Rothschild, Rockefeller & Co., die Nomenklatura der chinesischen Mandarine (mit denen, wie Nicoletta Forcheri treffend hervorgehoben hat, gerade die Rothschilds seit Jahren im Geschäft sind), der Vatikan, die Mafia und Wladimir Putins Russland (vielleicht der einzige, der in gewisser Hinsicht noch etwas mehr der „alten Schule“ verhaftet ist). Sie haben dies übrigens auf ihren verschiedenen, mittlerweile fast legendären Treffen der Bilderberg-Gruppe oder des Weltwirtschaftsforums von Klaus Schwab und seiner Agenda 2030 alles gut und öffentlich dargelegt. Ihr werdet nichts besitzen und ihr werdet glücklich sein (und von morgens bis abends kontrolliert werden). So lässt sich ihr Motto zusammenfassen. All dies mit Hilfe der Technologie. Die gesamte Operation wurde von langer Hand vorbereitet und die Methoden, mit denen sie eingeführt wurde, waren vielfältig. Auf internationaler Ebene wurde die Spannung durch diverse farbige Revolutionen hoch gehalten, sowie durch Anschläge in verschiedenen Ländern, an deren extremistische Täter (meist Araber) höchstens Grundschulkinder oder das dumme Wahlvolk (also 90 Prozent der Menschheit) glauben können. Um den Weg für eine Änderung der Lebensweise zu ebnen, sorgten hingegen politische Bewegungen wie die „5 Sterne“ in Italien oder die Grünen in Deutschland, neben der Heldin des Protests gegen den „Klimawandel“ Greta Thunberg und den lobotomisierten „Klima-Schwachköpfen“ (gretini) jeden Alters, die wie von Zauberhand auf dem ganzen Globus wie Pilze aus dem Boden schossen (die Mutter der Idioten ist eben immer schwanger, hätte man früher außerhalb der Political Correctness gesagt). Schließlich kam der Krieg in der Ukraine. Wie in allen Kriegen ist das erste Opfer, das den Preis zahlt, die Wahrheit. Die einzige Gewissheit ist, dass die ukrainische Bevölkerung keiner der beteiligten Parteien am Herzen liegt, Europa eingeschlossen. Ein „seltsamer“ Krieg, der nie offiziell erklärt wurde, zwischen Russland, dem Eindringling, und der Ukraine, der Angegriffenen. Die Geschichte beginnt, wie wir wissen, weit in der Vergangenheit. Zumindest was die eine Seite der Medaille betrifft. Und zwar bei der ständigen Verletzung der beim Fall der Berliner Mauer getroffenen Vereinbarungen zwischen der ehemaligen Sowjetunion und der NATO über die Achtung der Neutralität der ehemaligen sowjetischen Gebiete (einschließlich der Ukraine), und bei der Behandlung der russischsprachigen Bevölkerungen des Donbass, mit der Anerkennung der Unabhängigkeit der beiden Republiken Donezk und Lugansk durch Russland. Diesbezüglich sei auf die hervorragende Arbeit von Giorgio Bianchi verwiesen, einem der wenigen echten Journalisten, der vor Ort (zum Zeitpunkt der Verfassung dieses Artikels) darüber berichtet, wie sich die Dinge wirklich abspielen und wie sie sich in der Vergangenheit abgespielt haben. Dennoch bleibt die allgemeine Situation zu analysieren. Wie ich schon sagte, gehört auch Russland zu der Machtgruppe, die die zukünftige Welt unter sich aufteilen will. Ich glaube jedoch, dass es auf dem Weg zu diesem Ziel zu regelrechten Zusammenstößen zwischen den beteiligten Akteuren kommt. In diesem Fall zwischen den Vereinigten Staaten und Großbritannien, die die NATO als Deckmantel nutzen, auf der einen Seite, und Zar Wladimir auf der anderen. Die ersten beiden haben versucht, dem Rivalen einen schweren Schlag zu versetzen, ohne jedoch zu berechnen, dass dieser in Wahrheit ein viel zäherer Brocken ist, als sie dachten. Wenn wir dem die Tatsache hinzufügen, dass China (das eigentliche Ziel Washingtons) sich mit Russland zusammengetan hat, um eine gemeinsame Front zu bilden, erscheint das Bild zumindest problematisch.

 

Leb wohl, Dollar, leb wohl

Abgesehen von der sicherlich stattfindenden Einkreisung des russischen Territoriums durch die NATO und dem in der Ukraine unternommenen Versuch, bei dem der Alte Kontinent (wie üblich) nach Belieben benutzt wurde, steht nun die monetäre Vormachtstellung und der (von allen konkurrierenden Akteuren gewollte) Übergang zur digitalen Währung auf dem Spiel. Der erste Schritt? Putins gewaltiger Stoß gegen den Dollar, indem er die Bezahlung des wertvollen russischen Gases (zumindest für Europa, den eigentlichen Verlierer dieser ganzen Kontroverse) in Rubel und nicht mehr in Euro oder Dollar verlangte, hat einen Punkt ohne Wiederkehr markiert. Der Goldpreis in Rubel ist niedriger als der in Dollar. Der Petrodollar, der 1971 die Bretton-Woods-Abkommen ablöste, ist an seiner Endstation angelangt. Russland und China haben entschieden, dass es an der Zeit sei, ihn in Rente zu schicken. Aber Vorsicht, all dies ist nicht das Spiel der Guten gegen die Bösen (in diesem Fall der Russen gegen die Amerikaner). Ich gehöre absolut nicht zu denjenigen im Netz, die sich bei dem bloßen Gedanken die Hände reiben, dass die Globalisierung am Ende sei. Die Globalisierung, wie wir sie bisher verstanden haben, ja. Aber die Eliten haben sie transformiert und eine Form der digitalisierten globalen Kontrolle erdacht. Es ist kein Zufall, dass Russland die Bezahlung für seine Rohstoffe auch in Bitcoin akzeptiert. Denn auch die Russen wissen sehr wohl, dass die digitale Währung (die leider die Zukunft des Handelsauslandsgeschäfts jeglicher Art ist) eine nahezu totale soziale Kontrolle ermöglicht. Abgesehen davon, dass man perfekt weiß, wo sich ein Individuum befindet und was es tut, könnte es, wenn es sich nicht an das Diktat der Herrschenden hielte oder die ihm auferlegten Regeln überträte, sofort durch die umgehende Sperrung des Kredits bestraft werden, was ihm de facto das Leben unmöglich machen würde. Genau so, wie es derzeit in China in mehreren Regionen geschieht, und deren Modell dasjenige ist, von dem sich die „liberalen Sozialisten“ à la Mario Draghi* inspirieren lassen. Deshalb gab es zuerst die „Pandemie“ und jetzt den Krieg. Alles war bereits geplant, so wie auch die Klimawandlungen geplant sind. Alles zielt auf ein einziges Ziel ab: Die Welt wird in drei Machtblöcke aufgeteilt. Der angloamerikanische Block auf der einen Seite, mit Kanada, Australien und diversen Kolonien; der chinesisch-russische Block auf der anderen Seite, mit Indien und anderen an ihre Volkswirtschaften gebundenen Ländern; und schließlich Europa, oder besser gesagt das, was davon übrig bleiben wird. Das schwächste Glied sind nämlich wir, zerquetscht zwischen den amerikanischen Interessen einerseits und dem Mangel an Rohstoffen andererseits. Wir waren, besser gesagt wir sind, der leckerste Bissen. Wir sind ein relativ reicher Kontinent und verfügen, insbesondere wir Italiener, über die weltweit größte Anzahl an Kunstwerken und eine hohe Quote an privatem, mobilem und immobilem Reichtum. Ich muss lachen über diejenigen, die im Netz behaupten: „Die Globalisierung bricht zusammen“, oder „alles stürzt ein. Wir haben gewonnen“, oder auch „Putin ist der letzte Paladin gegen die Globalisierung“. Putin ist zweifellos ein hervorragender Politiker der alten Schule, und er vertritt zuallererst die Interessen seiner Nation, aber er ist kein Heiliger, nicht mehr und nicht weniger als die anderen. Auch er hat ein klares Ziel: sich ein Stück vom globalen Kuchen abzuschneiden. Der einzige Unterschied ist, dass er es mit einer Art von Ethik tut, die seine Gegner/Komplizen schon lange nicht mehr anwenden. Oder die sie vielleicht nie angewandt haben. Wie man so schön sagt: Eine Krähe hackt der anderen kein Auge aus. Oder besser gesagt, ab und zu versuchen sie es, vielleicht in der Hoffnung, den Gegenspieler unvorbereitet zu erwischen, aber das Endziel haben alle immer fest im Blick. China, das inzwischen zu einem wirtschaftlichen und technologischen Giganten herangewachsen ist, ist der wahre Gegenspieler der Vereinigten Staaten (die es anfangs begünstigt hatten in dem Glauben, die industrielle Massenproduktion dorthin verbannen zu können, ohne jedoch zu erkennen, dass sie die westlichen Unternehmen bei der strategischen Industrieproduktion davon abhängig gemacht haben). Das chinesische Reich verfügt über eine große Macht in der Baulogistik, was Russland zugutekommen kann, das im Gegensatz dazu – mit Ausnahme von Moskau und Sankt Petersburg (also dem „europäischen“ Teil seines Territoriums) – über riesige Rohstoffmengen, aber nicht über die Infrastruktur verfügt. Daher haben sich die Chinesen und Russen für einen gegenseitigen Austausch in diesem Sinne verbündet. Wladiwostok stellt insbesondere die Speerspitze dieses Bündnisses dar, da es als Hafen am Japanischen Meer, also am Pazifik, an der Grenze zu China und Nordkorea liegt und durch die Beringstraße eine Alternative für den Warentransport über die Nordroute darstellt (die nun mit der Eisschmelze eine mehr als brauchbare Alternative zu den üblichen, meist vom gegnerischen Wirtschaftsblock kontrollierten Routen ist). Sowohl China als auch Russland haben in den letzten Jahren große Mengen Gold auf den Weltmärkten gekauft, und dies gerade in Voraussicht auf eine „Abkopplung“ vom Petrodollar. Nach den Vereinigten Staaten sind die größten Goldbesitzer der Welt Deutschland und eben wir, gefolgt von den Franzosen und den Schweizern. Wir Europäer sind also wie ein großer Kuchen, der aufgeteilt werden muss. Was daraus folgt, ist leicht vorherzusehen.

 

Woher unsere politische Klasse kommt

Wie gesagt, wer am Ende den Kürzeren zieht, wird in erster Linie der Alte Kontinent sein, der über keine eigenen Energieressourcen verfügt und mitansehen muss, wie seine Industrie und das verarbeitende Gewerbe in Rauch aufgehen. Die ersten Vorboten sind bereits in vielen Ländern deutlich zu erkennen, unser Land – das muss man wohl nicht extra erwähnen – gehört zu den ersten. Die Inflation hat fast überall zu galoppieren begonnen, und am Ende wird das Resultat eine echte Katastrophe sein. Die europäischen Regierenden, ohne Ausnahme, gehören zu jener Führungsschicht, die entweder unfähig (und deshalb zum Regieren ausgewählt) oder mitschuldig ist, da sie genau innerhalb der institutionellen, schulischen, universitären, politischen und sozialen Einrichtungen der Eliten, die die Welt beherrschen, herangewachsen ist. Diesbezüglich sei auf das ausgezeichnete Buch von Davide Rossi La Fabian Society e la pandemia verwiesen. Sie sind ein Haufen von Emporkömmlingen (Parvenüs), die uns nicht in unserem Interesse regieren, sondern im Interesse der Eliten, die sie ausgebildet und an die Macht gebracht haben. All das vor dem Hintergrund der schuldhaften Ablenkung der Massen, die über das neueste Handymodell, den Fußballverein der Woche oder die Ratschläge der (natürlich künstlich geschaffenen) Influencer eingenickt sind, welche Konsumgüter aller Art propagieren und ab und zu Perlen politischer oder sozialer Weisheit verteilen, denen man folgen sollte. Zwei Jahre „Pandemie“ haben deutlich gezeigt, wie es einigen wenigen, über jede Vorstellungskraft hinaus reichen Individuen gelungen ist, den ganzen Rest der Menschheit gegeneinander aufzuhetzen. Und all das, indem man sie durch die mächtigen Instrumente der völlig unterwürfigen Medien glauben ließ, dass man nicht gegen das kämpfen müsse, was man früher das „System“ genannt hätte, sondern vielmehr dafür. Natürlich im Namen des „Gemeinwohls“ und zur Bekämpfung von Notständen (die von ihnen selbst ad hoc geschaffen wurden). Nicht einmal die Nazi-Propaganda hat so viel erreicht. Die Diktatoren brauchten Gewalt, um die Bevölkerung dazu zu bringen, zähneknirschend (obtorto collo) zu gehorchen. Stattdessen haben sich die Opfer zum ersten Mal in der Geschichte der Menschheit freiwillig allen möglichen Schikanen ihrer Henker unterworfen. Ich wiederhole: aus Angst, aus Erschöpfung, aus Feigheit oder aus bloßer Nachgiebigkeit, die durch eine induzierte kollektive Hypnose verursacht wurde. Ich würde sagen, es bleibt nur wenig Hoffnung auf eine Rückeroberung der Positionen durch die Völker der Welt. Auch wenn sie sich in der absoluten Mehrheit befinden, ist die Position, an der sie angelangt sind, von einer solchen Schwäche, dass sie keinen Raum für die Hoffnung auf einen allgemeinen Aufstand lässt. Die Aufstände, wie wir in dieser Zeit leider mehrfach gesehen haben (Kanada, Australien, Frankreich… Italien selbst), wurden stets mit Gewalt zum Schweigen gebracht, auch dank der ruhigen Nachgiebigkeit der „Rebellen“, die sich immer noch der Illusion hingeben, man könne von den Institutionen Gerechtigkeit erwarten, da sie diese für super partes und dem „Wohl des Volkes“ verpflichtet halten. In Wirklichkeit wurde die schmale Grenze zwischen Legalität und Illegalität von denen, die uns vor der wirtschaftlichen Macht hätten schützen sollen, längst überschritten. Jetzt ist es diese selbst, die die Rolle der Legislative und Judikative übernommen hat. Und leider sehe ich keine Möglichkeit, sie aufzuhalten.

 

Die Eurogendfor

Was mir außerdem unvermeidlich erscheint, ist der Bürgerkrieg in verschiedenen Ländern, denn wenn es hart auf hart kommt (und meiner Meinung nach wird das viel früher der Fall sein, als man denken mag), wird der soziale Konflikt zwischen diesen Eliten und der unteren Mittelklasse unvermeidlich sein. Wie Cato der Zensor sagte: „Der Magen hat keine Ohren“. Und es wird sehr bald viele leere Mägen geben. Ich denke, die Versuche, sie mit einer Art universellem Grundeinkommen (das in verschiedenen Varianten in verschiedenen Teilen der Welt, einschließlich Italien, bereits erprobt wurde) zu besänftigen, werden vergeblich sein, und das Eingreifen repressiver Gewalt wird der einzige Weg sein, um die Wut des Volkes einzudämmen. Erinnern Sie sich an die Eurogendfor? Wahrscheinlich nicht. Es handelt sich um jene militärische Truppe, die auf dem Europäischen Rat in Nizza im Dezember 2000 gegründet und mit dem Vertrag von Velsen 2007, der von Frankreich, Spanien, Portugal, den Niederlanden und natürlich Italien unterzeichnet wurde, endgültig offiziell gemacht wurde. Ihr Hauptsitz befindet sich in Vicenza (wo sich, welch Zufall, einer der wichtigsten amerikanischen Stützpunkte in Europa befindet). Der Vertrag besteht aus 47 Artikeln, und darunter liest man interessante Dinge. Ihre Aufgaben sind: „Einsätze zur Aufrechterhaltung von Sicherheit und öffentlicher Ordnung durchzuführen; lokale Polizeikräfte bei der Erfüllung ihrer üblichen Aufgaben, einschließlich strafrechtlicher Ermittlungen, zu überwachen, zu beraten, anzuleiten und zu kontrollieren; Aufgaben der öffentlichen Überwachung, Verkehrsregelung, Grenzkontrolle und allgemeinen Aufklärung wahrzunehmen; strafrechtliche Ermittlungen durchzuführen, Straftaten aufzudecken, die Täter aufzuspüren und sie den zuständigen Justizbehörden zuzuführen; Personen und Eigentum zu schützen und die Ordnung bei öffentlichen Unruhen aufrechtzuerhalten“ (Art. 4). Der Aktionsradius: „EUROGENDFOR kann der Europäischen Union (EU), den Vereinten Nationen (UN), der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE), der Nordatlantikvertrags-Organisation (NATO) sowie anderen internationalen Organisationen oder Ad-hoc-Koalitionen zur Verfügung gestellt werden“ (Art. 5). Der Hauptsitz und die Kommandozentrale: „die multinationale Polizeitruppe mit militärischem Status, bestehend aus dem permanenten multinationalen, modularen und verlegefähigen Hauptquartier mit Sitz in Vicenza (Italien). Die Rolle und Struktur des permanenten Hauptquartiers sowie sein Einsatz bei Operationen werden vom CIMIN – das heißt – dem Hohen Interministeriellen Ausschuss gebilligt. Er bildet das Entscheidungsorgan, das EUROGENDFOR leitet“ (Art. 3). Die EGF genießt völlige Immunität: Räumlichkeiten, Eigentum und Archive sind unverletzlich (Art. 21 und 22); die Kommunikation darf nicht überwacht werden (Art. 23); Schäden an Eigentum oder Personen können nicht entschädigt werden (Art. 28); die Gendarmen können von der Justiz der Gastländer nicht strafrechtlich verfolgt werden (Art. 29). Wie man deutlich sieht, eine Reihe von Privilegien, die in einem Rechtsstaat unvorstellbar sind. Am 14. Mai 2010 hat die Abgeordnetenkammer der Italienischen Republik das Abkommen ratifiziert. Anwesend 443, Abstimmende 442, Enthaltungen 1. 442 haben mit Ja gestimmt: alle, ausnahmslos. Wenn sich ein Teil der „regulären“ Ordnungskräfte, wie ich glaube, auf die Seite der Unterdrückten stellt – wen, glauben Sie, werden die Unterdrücker dann einsetzen, um die Revolte einzudämmen und die Rebellen in die Knie zu zwingen? Der Nachwelt das schwere Urteil (Ai posteri l’ardua sentenza).

  • Apropos Letzterer: All denjenigen, die behaupten, es handele sich um eine Regierung von Inkompetenten, die Italien seit zwei Jahren führt, antworte ich, dass dem nicht so ist: Sie wissen ganz genau, was sie tun (es wird ihnen gesagt, was sie tun sollen), und sie tun es gut. Zumindest aus ihrer Perspektive.

Die beste aller möglichen Welten

Die beste aller möglichen Welten

Die „Pandemie“, die Impfstoffe, die Masken… die Hauptthemen, von denen man von morgens bis abends überall hört, im Fernsehen, in den sozialen Medien, auf der Straße. Mittlerweile hat man sich an diese Themen gewöhnt und nimmt sie praktisch als selbstverständlich hin. Ein bisschen so, als spräche man über das Wetter, wenn man nicht so recht weiß, worüber man sonst reden soll. Mittlerweile wird als selbstverständlich vorausgesetzt, dass Freiheit darin besteht, sich mit der für sich selbst am geeignetsten erachteten Methode und so schnell wie möglich impfen (oder markieren, wie das Vieh, je nach Sichtweise) zu lassen, und nicht in der Möglichkeit, sich nicht impfen lassen zu wollen – was im Gegenteil als die schändlichste aller sozialen und sogar moralischen Verfehlungen angesehen und an den Pranger gestellt wird (darüber habe ich in diesem Artikel geschrieben). Wer auch nur Zweifel hegt, sich die rettende Flüssigkeit injizieren zu lassen, wird auf den Index gesetzt und als Ausgestoßener und Seuchenverbreiter betrachtet. Dieses Werk der „Markierung“ wird durch die diversen Hilfstruppen der „Information“ ins Werk gesetzt. Zu jeder Tages- und Nachtzeit wiederholen die üblichen Gesichter von „Experten“, Meinungsführern und Politikern endlos die Litanei, die sie propagieren sollen, ungeachtet ihrer eigenen Kompetenz und Fähigkeit zu begreifen, was sie da bis zum Erbrechen wiederholen. Und das geschieht überall, in jedem Land, mal mehr, mal weniger und mit Methoden, die sich je nach der Kultur des jeweiligen Landes ändern. Bei uns, in Italialand, gesellen sich zu diesem ununterbrochenen Dauerfeuer noch andere begleitende Ablenkungsmanöver hinzu – teils, weil sie typisch für unsere Kultur sind, teils, weil wir, wie ich schon bei anderen Gelegenheiten betont habe, ein perfektes Volk für soziale Experimente im großen Stil sind. Der zeitlich jüngste ist die Diskussion über das sogenannte „Zan“-Gesetz (genauer gesagt ein Gesetzentwurf), das in der Abgeordnetenkammer verabschiedet wurde und nun im Senat diskutiert wird. Bei diesem Gesetzesvorhaben wäre insbesondere Artikel 4 genauer zu prüfen und zu vertiefen, da er (sollte das Gesetz in seiner jetzigen Form durchgehen) die Möglichkeit bietet, jeden wegen Meinungsdelikten anzuklagen, der Gedanken äußert, die nicht der Political Correctness entsprechen und die irgendjemanden bei Themen sexueller oder „inklusiver“ Natur (ein Begriff, der einer bestimmten politischen Seite so teuer ist und der absichtlich für sich genommen nichts Konkretes bedeutet) „beleidigen“ könnten. Aber ich werde mich jetzt hier nicht damit aufhalten. Es wird noch andere Gelegenheiten geben. Es gibt jedoch einen Aspekt dieser ganzen „surrealen“ Situation, der meiner Meinung nach noch nicht ausreichend beleuchtet wurde. Es handelt sich um die enge Verbindung, die in Wirklichkeit zwischen der „Pandemie“, den zu ihrer „Kontrolle“ erlassenen Einschränkungen, den Impfstoffen und… der „ökologischen Wende“ sowie der sogenannten „Digitalisierung“ besteht. Scheinbar hängen diese Themen nicht zusammen, aber bei näherer Betrachtung lassen sich die Fäden zusammenführen. Fangen wir mit den letzten beiden an.

 

Klima, Ökologie und Bits in Hülle und Fülle

Im April hat die Europäische Union (Rat und Parlament) eine politische Einigung erzielt (die vor wenigen Tagen bestätigt wurde), welche das Ziel der Klimaneutralität (d. h. die Fähigkeit der Erde, die produzierten Treibhausgasemissionen zu absorbieren) der EU bis 2050 sowie ein kollektives Ziel zur Senkung der Netto-Treibhausgasemissionen um mindestens 55 Prozent bis 2030 gegenüber dem Niveau von 1990 gesetzlich verankert. Im Anschluss an diese Entscheidung, oder besser gesagt danach, fällte das Bundesverfassungsgericht in Deutschland ein von allen Medien als „historisch“ bezeichnetes Urteil: „…Die Vorschriften des Klimaschutzgesetzes vom 12. Dezember 2019… sind insoweit mit den Grundrechten unvereinbar, als hinreichende Maßgaben für die weitere Emissionsminderung ab dem Jahr 2031 fehlen. Das Klimaschutzgesetz verpflichtet die Bundesregierung, die Treibhausgasemissionen bis zum Jahr 2030 um 55 Prozent gegenüber 1990 zu mindern… die Beschwerdeführer, von denen einige noch sehr jung sind, seien durch die angegriffenen Vorschriften in ihren Freiheitsrechten verletzt.“ Tja, „die jungen Leute“, denn viele der Beschwerdeführer gehörten genau jenen Jugendbewegungen an, die sich auf Greta Thunbergs „Fridays for Future“ berufen. Welch ein Zufall. Und die deutsche Regierung, so sensibel für die Anliegen der Jugend (oder vielleicht ihrer eigenen Unternehmerklasse?), hat sofort nachgelegt und das Emissionsminderungsziel Deutschlands für 2030 von 55 auf 65 Prozent angehoben. Das Bundeskabinett beabsichtigt, in naher Zukunft eine entsprechende Änderung des Klimaschutzgesetzes zu verabschieden. Die Ersatzenergie für Kohle und Braunkohle, die die deutsche Industrie in Zukunft am Laufen halten soll, wird höchstwahrscheinlich Wasserstoff und die Kernenergie mit Dual-Fluid-Reaktoren (um es klar zu sagen: die Reaktoren, die auf U-Booten installiert sind) sein, aber vorerst bleibt Gas die praktikabelste Energiequelle als Kohleersatz. Daher auch das Abkommen mit dem „bösen“ Putin über den Bau der Erweiterung der Gaspipeline durch die Ostsee, die sogenannte „Nord Stream 2“, die zuerst vom anderen Bösewicht Trump und jetzt vom guten Biden so vehement bekämpft wurde. Bekämpft natürlich nicht, weil jemand an das Märchen von der Bosheit des russischen „Feindes“ glaubt, sondern weil die Vereinigten Staaten ihr Schiefergas nach Europa exportieren müssen. Die deutsche Regierung versucht also, es allen recht zu machen, um niemanden zu verärgern. Ein Meisterwerk der Wirtschaftsdiplomatie, um das zu bekommen, was sie braucht: Exportieren, was das Zeug hält, ist das Ziel, von dem nicht abgewichen werden darf, also… Also rüstet sich die deutsche Industrie, der wahre Panzer der „Lokomotive Europas“, in jeder Hinsicht. Sie muss ihre Produktionsmittel umrüsten, auch durch Digitalisierung (die, wie wir sehen werden, nicht nur diesem Zweck dient), aber um das zu tun, muss sie beträchtliches Kapital investieren. Was läge also näher, als diese „Wende“ alle „Kunden“ selbst bezahlen zu lassen, d. h. die europäischen Bürger, über die (vorgetäuschten) Finanzierungen des Recovery Fund (der eigentlich, so die Worte, für die Schäden der „Pandemie“ dienen sollte)? Aber wie stellt man das an? Ganz einfach! Zuerst muss man einen Verbündeten finden, der denselben Bedarf an industrieller Umrüstung hat (lies: Frankreich), dann übt man politischen Druck aus, damit die Entscheidung, sie anzunehmen, von allen anderen Ländern getroffen wird (es muss eine absolute Mehrheit geben). Danach weist man die Aufsässigen zurecht, damit sie dieses „Zäpfchen“ schlucken, das größtenteils aus Krediten besteht, die mit Zinsen zurückgezahlt werden müssen (für Italien sind rund 191,5 Milliarden vorgesehen, davon 68,9 als Zuschüsse und 122,6 als Kredite. Außerdem sind weitere 31 Milliarden aus dem sogenannten Ergänzungsfonds und 13,5 Milliarden aus dem Programm „React EU“ vorgesehen), begleitet von (falschen) Drohungen, die Hilfen nicht zu gewähren. Dies für einen Teil der Mittel, die für diese Wende erforderlich sind. Dann gibt es da noch den politischen Aspekt. Man muss auf jene Parteien und Bewegungen setzen, die in der allgemeinen Vorstellung am stärksten mit „grün“, „Ökologie“ und „Umweltschutz“ in Verbindung gebracht werden. Nämlich die Grünen. Und wie garniert man diese Entscheidung auf der internationalen Welle der Political Correctness? Ist doch logisch! Mit einer weiblichen Kanzlerkandidatin für die kommenden Wahlen im September: Annalena Baerbock, 40 Jahre reine Unerfahrenheit und Substanzlosigkeit. Die ideale Kandidatin, um genau jene junge oder jung gebliebene Wählerschaft mitzureißen, die bei den Leuten so gut ankommt. Alles „green“, spirituell, innovativ und, warum nicht?, digital. Ja, denn die Zukunft verläuft über die Bytes, oder besser gesagt über die Yobibytes (2^80) an Daten, die im Netz zirkulieren und immer mehr zirkulieren werden. Ein Berg an Daten, der so viel Gold wert ist, wie seine immense Masse groß ist. Und um das zu erreichen, will Deutschland durch den Bau von Quanten-Supercomputern (die in der Lage sind, Berechnungen, für die die schnellsten Computer der Welt 10.000 Jahre bräuchten, in etwa 3 Minuten und 20 Sekunden zu lösen) mit der Zeit gehen und zu seinen amerikanischen und chinesischen wirtschaftlichen Konkurrenten aufschließen. Eine solche Rechenleistung lässt sich auf unzählige Bereiche anwenden, vom rein kommerziellen bis zum militärischen, vom Finanzsektor bis zur reinen Forschung. Insbesondere der medizinische Bereich wird davon profitieren.

 

Widerstehen, oder doch nicht! Resilieren!

Beim Nationalen Aufbau- und Resilienzplan (ein Begriff, der in letzter Zeit nicht zufällig so oft verwendet wird), der in sechs „Missionen“, also Bereiche auf Italienisch, unterteilt ist, ist das Kapitel „Gesundheitswesen“ oder „Gesundheit“ (auch hier ist die Änderung nicht zufällig) dasjenige, dem das kleinste Stück vom Kuchen der Mittel zugeteilt wurde, die aus Europa „eintreffen“ werden (nur 15,6 Milliarden aus dem PNRR + 1,71 aus React EU + 2,89 Mrd. aus dem Ergänzungsfonds). Wie bitte? Befinden wir uns nicht in einem weltweiten pandemischen Notstand? Da wir uns doch (zu Recht) so sehr über den Mangel an Intensivbetten in unseren Krankenhäusern beschwert haben, warum hat man in über einem Jahr nicht dafür gesorgt, sie aufzustocken? Ah, richtig! Man hat ja Rollschreibtische gekauft, die waren wirklich notwendig! Außerdem haben unsere Regierungen (zuerst Conte und jetzt Draghi), falls Sie es nicht wussten, bis heute keinen einzigen Euro für die Erforschung von Covid-19 in unserem Land bereitgestellt, der „größten Pandemie, an die sich die Menschheitsgeschichte erinnert“… Und doch werden wir, wie gesagt, von morgens bis abends mit ständigen Botschaften bombardiert, die uns daran erinnern, wie gefährlich das „Virus“ ist, wie wichtig es ist, dass wir weiterhin „sozialen“ Abstand halten, und dass wir „verantwortungsvoll“ sein müssen, um nicht diese zwei Krümel an Freiheit zu ruinieren, die uns gewährt wurden. Ein kleiner Einschub: Falls Sie es nicht wussten, die WHO hat den Ländern, die die Impfkampagne massiv vorantreiben, empfohlen, die Anzahl der Zyklen (so nennt man das), die durchgeführt werden, um zu überprüfen, ob ein Abstrich positiv oder negativ ist, zu senken (unter zwanzig, denn darüber hinaus findet man alles Mögliche). Das Resultat des Rückgangs der Infektionen ist also nicht auf die geringere Ausbreitung des Virus durch die Wirksamkeit der Impfstoffe zurückzuführen, sondern einfach darauf, dass die Analysen (die ohnehin nicht geeignet sind, eine solche Art von Positivität zu diagnostizieren) nun korrekter durchgeführt werden. Um auf den PNRR zurückzukommen, die umfangreichsten Finanzierungskapitel sind – raten Sie mal – folgenden Bereichen zugewiesen: Digitalisierung, Innovation, Wettbewerbsfähigkeit und Kultur (40,32 Milliarden aus dem PNRR + 0,8 Milliarden aus React-EU + 8,74 aus dem Ergänzungsfonds); grüne Revolution und ökologische Wende (59,47 Milliarden aus dem PNRR + 1,31 aus React-EU + 9,16 aus dem Ergänzungsfonds); Infrastruktur für eine nachhaltige Mobilität (25,4 Mrd. aus dem PNRR + 6,06 aus dem Ergänzungsfonds); Bildung und Forschung (30,88 Milliarden aus dem PNRR + 1,93 Mrd. aus React-EU + 1 Milliarde aus dem Ergänzungsfonds); Inklusion und Soziales (19,81 Mrd. aus dem PNRR + 7,25 aus React-EU + 2,77 aus dem Ergänzungsfonds). Somit stehen, wie in Deutschland, „Digitalisierung“, „grüne Revolution“ und „ökologische Wende“ an erster Stelle. Ein Zufall? Das glaube ich kaum. Was ich im Gegenteil glaube, ist, dass es exakt das ist, was die wirtschaftlich hegemoniale Klasse, die sogenannten „starken Mächte“, seit Beginn dieser immensen Pantomime im Sinn hatte. Das Virus ist offensichtlich ein Mittel, um Wirtschaft und Gesellschaft radikal zu verändern. Ist das eine Covid vorbei, macht man ein neues – um ein altes römisches Sprichwort über Päpste abzuwandeln. Die „Pandemie“ ist eine Methode, um den gewünschten Wandel herbeizuführen, und kann daher nach Belieben eingesetzt werden. Zumindest solange die Leute dem aktuellen Narrativ weiterhin Glauben schenken, auch wenn dieses offensichtlich an allen Ecken und Enden leckt. Die Angst, sein Leben zu verlieren, ist der Motor dieses ganzen Narrativs, und aus lauter Angst, es zu verlieren, merkt man gar nicht, dass man de facto gar nicht mehr lebt.

 

Ihr medizinischer Roboter

Ich schließe diesen langen Artikel mit einer letzten Überlegung. Eine der Hauptkomponenten der „Digitalisierung“ ist genau diejenige, die mit der Gesundheit verknüpft ist. Letztere, oder besser gesagt das Gesundheitswesen (ein viel weiter gefasster Begriff als der, der in den letzten Jahren verwendet wurde – ich wiederhole: nicht zufällig), ist ein überaus mächtiges Mittel zur Kontrolle der Massen. Und das nicht nur, weil Krankheit der Natur des Menschen innewohnt, sondern auch, weil man durch die Medizin das Schicksal eines Individuums sowohl im positiven als auch im negativen Sinne bestimmen kann. Zudem kann man die Massen in Richtung bestimmter Verhaltensweisen lenken, sei es durch Reflexreaktionen oder durch Methoden der physischen Interaktion mit dem Menschen. In diesem Zusammenhang wird die sogenannte „Telemedizin“ in der nunmehr nahen Zukunft immer mehr an Boden gewinnen. Es werden telematische Zentralen geschaffen, die die Patienten ständig zu Hause überwachen, und die Interaktion mit Smartphones wird immer offensichtlicher werden. In der Praxis wird es eine totale Informatisierung unseres Gesundheitszustands und unseres Lebens im Allgemeinen geben, bei der Ihr Arzt ein Computerprogramm oder ein Roboterarzt sein wird. Millionen von Daten, wie ich zuvor erwähnte, die echtes Gold sein werden – sowohl für die Eliten, die über die technologischen und finanziellen Mittel verfügen, um all dies zu tun, als auch für ihre Unternehmen, von denen mittlerweile die gesamte Menschheit abhängig ist. Neben der Kontrolle also auch der Profit. Das „Internet der Dinge“, für das 5G erforderlich ist (man spricht bereits von 6G und mehr), ist keine „coole Sache“, es ist das Ende der Selbstbestimmung. Sie werden 24 Stunden am Tag mit dem Netz verbunden sein, und diese Milliarden von Daten werden eben durch Quantencomputer kontrolliert werden. Mit der Digitalisierung können Sie die Privatsphäre vergessen, die Entscheidungs- und Bewegungsfreiheit vergessen, das Leben, wie Sie es bis heute gekannt haben, vergessen. Willkommen in der neuen, ökologischen, nachhaltigen und digitalen Welt. Der besten aller möglichen Welten.

Zur Verteidigung der Deutschen

Zur Verteidigung der Deutschen

Der Titel mag irreführend sein. In einer Zeit diverser Spannungen, die durch die Coronavirus-Krise noch offensichtlicher wurden, mag es für viele Italiener wie ein Paradoxon klingen, von einer „Verteidigung“ der Deutschen zu sprechen. Meine „Verteidigung“ des deutschen Volkes bezieht sich jedoch nicht direkt auf die rein internationalen politischen oder wirtschaftlichen Aspekte, bei denen diejenigen, die mir folgen, sehr wohl wissen, wie kritisch ich bin (mindestens genauso sehr, wie ich es gegenüber denselben Themen bin, die aus anderen Gründen in unserem eigenen Land behandelt werden). Vielmehr geht es um die Art und Weise, wie die gesamte Angelegenheit rund um die „Pandemie“ des Covid-19 bewältigt wurde, und zwar sowohl auf Regierungsebene als auch seitens der deutschen Bevölkerung. Es ist gewiss kein Zufall, dass der „Kritizismus“ als philosophische Strömung in diesem Land entstanden ist, dem die Menschheit in den letzten drei Jahrhunderten auf diesem Gebiet ebenso viel zu verdanken hat wie im wissenschaftlichen, literarischen und musikalischen Bereich. Natürlich haben die Deutschen eine „Verteidigung“ durch mich nicht nötig: Sie wissen sich sehr wohl selbst zu behaupten. Dennoch verspüre ich aus Gemeinsinn und aus Liebe zur Wahrheit (eine seltene Ware in verwirrenden Zeiten wie diesen, vor allem bei uns in Italien) das Bedürfnis darzulegen, wie Deutschland den durch das Coronavirus ausgelösten Notstand bewältigt hat. Die Chronik der verschiedenen Schritte, die in diesen Monaten des „Pandemie-Notstands“ aufeinanderfolgten – so wichtig sie auch ist –, überlasse ich dem Kasten am Ende des Artikels und möchte mich lieber auf einen anderen Aspekt der Angelegenheit konzentrieren: Welches waren die methodischen und substanziellen Unterschiede, die in den beiden Ländern bei der Bewältigung all der verschiedenen durch Covid-19 verursachten Problematiken angewandt wurden?

 

Die Politik

Der erste offizielle Infektionsfall mit dem Virus wurde am 27. Januar im bayerischen Landkreis Starnberg registriert. Darüber sprachen auch wir Ende Februar, als man in Italien bereits von den Aperitifs der sogenannten Mailänder Movida (ausgerechnet am 27. Januar) und den brüderlichen Umarmungen chinesischer Bürger auf italienischem Boden zum Ausbruch des Falles von „Patient Null“ in Codogno (genauer gesagt am 20. Februar) übergegangen war. Die Linie des deutschen Gesundheitsministers, des Christdemokraten Jens Spahn, war die der Besonnenheit. „Wenn man mir in zwei Wochen vorwirft, übertrieben vorsichtig gewesen zu sein, bin ich zufrieden – denn dann hat sich alles gut entwickelt.“ Der Unterschied spricht für sich. Am 13. Februar debattierte der Bundestag zum ersten Mal in der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland in einer einzigen Sitzung über ein Gesetz in erster, zweiter und dritter Lesung und verabschiedete es am selben Tag einstimmig und ohne Enthaltungen. Es handelte sich um das Gesetz, das die Bundesregierung ermächtigte, per Rechtsverordnung bestimmte Sofortmaßnahmen zu ergreifen (Kurzarbeitergeld, in der Praxis unsere Cassa integrazione). Am 26. Februar erklärte der Gesundheitsminister offiziell den „Beginn einer Epidemie in Deutschland“, und ab dem folgenden Tag begann man, Maßnahmen wie die Einrichtung eines Krisenstabs zwischen dem Innenministerium und dem Gesundheitsministerium zu ergreifen. Die wichtigsten wissenschaftlichen Bezugspunkte für die Regierung waren das Robert Koch-Institut und die Nationale Akademie der Wissenschaften Leopoldina. Am 17. März kündigte Außenminister Heiko Maas (SPD) eine gewaltige Rückholaktion (in Höhe von 50 Millionen Euro) für deutsche Bürger (und andere) an, die sich im Ausland befanden.

Am 18. März erklärte Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) in einer Fernsehansprache an die Nation: „Es ist ernst. Seit der Deutschen Einheit, nein, seit dem Zweiten Weltkrieg gab es keine Herausforderung an unser Land mehr, bei der es so sehr auf unser gemeinsames solidarisches Handeln ankommt.“ Damit wurden die ersten „restriktiven“ Maßnahmen zur Eindämmung der Ansteckung angekündigt, und die Kanzlerin appellierte an die Verantwortung jedes Einzelnen, die Ausbreitung zu begrenzen. Sehr wichtig war jedoch ihre Präzisierung: „Es geht darum, das Virus auf seinem Weg durch Deutschland zu verlangsamen. Und dabei müssen wir, das ist existenziell, auf eines setzen: das öffentliche Leben soweit es geht herunterzufahren. Natürlich mit Vernunft und Augenmaß, denn der Staat wird weiter funktionieren, die Versorgung wird selbstverständlich weiter gesichert sein und wir wollen so viel wirtschaftliche Tätigkeit wie möglich bewahren. Aber alles, was Menschen gefährden könnte, alles, was dem Einzelnen, aber auch der Gemeinschaft schaden könnte, das müssen wir jetzt reduzieren.“ Sie fuhr dann fort: „Lassen Sie mich versichern: Für jemanden wie mich, für die Reise- und Bewegungsfreiheit ein schwer erkämpftes Recht waren, sind solche Einschränkungen nur in der absoluten Notwendigkeit zu rechtfertigen. Sie sollten in einer Demokratie nie leichtfertig und nur temporär beschlossen werden – aber sie sind im Moment unverzichtbar, um Leben zu retten.“ Ich beschränke mich in diesem Fall darauf, das von der deutschen Regierungschefin – unabhängig von der politischen Zugehörigkeit – zum Ausdruck gebrachte Staatsverständnis hervorzuheben, die niemals die Rolle des Parlaments und der Opposition bei so wichtigen Entscheidungen für ihr Land in Abrede gestellt hat.

In diesem Zusammenhang möchte ich vor allem die herausragende Rolle der Politik in Deutschland in dieser enormen Angelegenheit, die die ganze Welt erfasst hat, unterstreichen. Die Wissenschaft und die „Experten“ wurden zwar konsultiert, wie es in solchen Fällen richtig ist, aber die Letztentscheidungen waren rein politischer Natur. Keine medialen Ankündigungen, sondern konkrete Entscheidungen und klare Kommunikation an die Bürger, verbunden mit dem Versuch, diese durch den Appell an die Verantwortung des Einzelnen aktiv einzubinden. Mit anderen Worten: Die deutsche Politik hat den deutschen Bürger als aktiven und nicht als passiven Teil betrachtet, der nicht gezwungen war, von oben herab getroffene Entscheidungen über sich ergehen zu lassen, als wäre er ein Kind, dem man restriktive Regeln auferlegen muss, weil es von Natur aus „unverantwortlich“ ist. Und dies trotz der Tatsache, dass in Deutschland zahlreiche Protestkundgebungen und Dissens gegen die zwar vernünftigen und keineswegs überzogenen Einschränkungen stattfanden, die umgesetzt wurden, um die negativen Auswirkungen der potenziellen Ansteckung so weit wie möglich einzudämmen. Die Freiheit zum Dissens bleibt ein wesentlicher Pfeiler in jeder Demokratie. Andernfalls wäre sie keine solche, sondern nähme die düsteren Züge einer Diktatur an.

 

Die Presse

Im Allgemeinen fühle ich mich nicht in der Lage, die deutsche Presse fortwährend zu loben, aber ich muss sagen, dass es ihr in diesem Fall gelungen ist, eine im Wesentlichen dienliche Haltung zu bewahren. Die nationalen Nachrichtensendungen haben den Nachrichten im Zusammenhang mit Covid-19 – im Gegensatz zu den unsrigen – den „richtigen“ Raum gewidmet, wobei ich mit „richtig“ die Zeit meine, die notwendig und ausreichend ist, um die Bürger über die vielfältigen Aspekte der Epidemie zu informieren, ohne jedoch ganze Nachrichtensendungen einer täglichen morbiden Zählung von Todesfällen, Infizierten und „menschlichen Schicksalen“ zu widmen, wie man sie leider auf unseren Fernsehsendern gesehen hat. Es gab zwar vertiefende Berichte, auch in der Printmedien, aber immer in einem wenig reißerischen Ton, der nicht darauf abzielte, den Lesern und Zuhörern die nackte Panik vor einer Ansteckung einzuflößen. Die Aufgabe unserer Berufsgruppe sollte es sein, als Vehikel für nützliche und vielfältige Nachrichten zu fungieren und der Bevölkerung das breiteste Spektrum an Informationen ohne präventive Zensur zur Verfügung zu stellen. Wie im Falle des politischen Handelns kann es auch nicht die Aufgabe der Information sein, den Bürger wie ein Kind zu behandeln, das präventiv vor möglichen Falschmeldungen – oder Fake News, wie man sie heute gerne nennt – geschützt werden muss. Der Leser (oder Zuhörer) muss frei sein, sich selbst ein Bild von der Lage und eine eigene Meinung zu bilden, da er „erwachsen“ genug ist, um die ihm vermittelten Botschaften verstehen und differenzieren zu können.

 

Die Bevölkerung

Ein weiteres Lob, das ich aussprechen möchte, gilt dem deutschen Volk. Ehrlich gesagt habe ich nie echte Szenen hysterischer Panik gesehen (mit Ausnahme der Hamsterkäufe von Lebensmitteln und Toilettenpapier in der ersten Zeit) oder Kommentare in deutschen Zeitungen oder Blogs gelesen, die Alarm und Schmähreden gegen potenziell „riskantes“ Verhalten verbreiteten. Im Gegenteil: Es ist mir passiert, auf Blogs und in Facebook-Gruppen von in Deutschland lebenden Italienern Kommentare zu lesen, in denen die „Rücksichtslosigkeit“ des „freizügigen“ Verhaltens der Deutschen kritisiert wurde, die in ihren Augen schuldig waren, ein fast normales soziales Leben weiterzuführen, zumindest bis sie von den Politikern ausdrücklich aufgefordert wurden, zwischenmenschliche Kontakte einzuschränken. Offensichtlich änderten sich diese Kommentare unserer Landsleute radikal und wurden sozusagen „nachsichtiger“, als der Frühling Einzug hielt und die Menschen, unter Einhaltung der gebotenen Vorsichtsmaßnahmen, in die Parks und ins Freie strömten, um die frische Luft und die angenehme Wärme der Sonne zu genießen. In diesem Fall zeigten die „unverantwortlichen“ Deutschen im Gegenteil die unübertrefflichen teutonischen Qualitäten der Regeleinhaltung, ohne das Bedürfnis zu haben, wie idiotische Kinder behandelt zu werden. Aber man weiß ja: Die Meinung zu ändern ist ein Synonym für Reife und Intelligenz, wenn auch phasenweise, und die warme Jahreszeit bringt eine optimistischere Sicht der Dinge mit sich. Dies trägt offensichtlich dazu bei, den Mythos zu entkräften, dass das deutsche Volk ein pessimistisches sei.

Jeder kann natürlich seine eigene Meinung zu den geeignetsten Methoden zur Bekämpfung einer Bedrohung wie der des Coronavirus haben. Es bleibt jedoch eine unbestreitbare Tatsache, dass Deutschland – abgesehen von den zweifellos besseren Bedingungen seines Gesundheitssystems (es sei angemerkt, dass die zahlreichen Intensivstationen nie überlastet waren) – die Kernphase der Epidemie deutlich besser überstanden hat als unser Land, und zwar sowohl aus gesundheitlicher als auch aus sozialer und wirtschaftlicher Sicht. Wenn man den Tatsachen ins Auge blickt und nur die ersten beiden dieser Aspekte berücksichtigt (der dritte würde einen eigenen Artikel erfordern), so liegt in einem Land mit rund 83 Millionen Einwohnern (23 Millionen mehr als Italien) die Gesamtzahl der Infizierten und Toten zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Artikels bei 184.193 bzw. 8.674. In Italien, leider, bei 234.119 und 32.354. Und das trotz einer mehr als zweimonatigen fast vollständigen Abriegelung des Landes, in der das Leben der Italiener durch eine Reihe von Entscheidungen reguliert wurde, die von Gruppen von „Experten“ (Task-Forces) getroffen wurden, denen die Politik die Aufgabe delegiert hatte, die gesamte Nation zu „lenken“.

Nun gibt es zwei Möglichkeiten: Entweder waren die getroffenen Entscheidungen nicht die angemessensten, oder man muss zwangsläufig davon ausgehen, dass die Deutschen ein Volk sind, das über ein überlegenes Immunsystem verfügt (was ich übrigens auch im Netz gelesen habe) – praktisch Übermenschen in nietzscheanischer Tradition –, oder sie haben einfach extremes Glück gehabt. All dies natürlich unbeschadet der Tatsache, dass das Virus bei uns in virulenterer Form aufgetreten sein könnte als anderswo. Oder vielleicht war die Methode, die das „System Land“ anwandte, einfach effektiver, indem man der Panik nicht die Oberhand überließ, mit einer politischen Klasse, die es verstand, die Nation zu führen, ohne Entscheidungen an andere abzutreten, während sie sich dennoch der Vorgaben der Wissenschaft bediente. Ja, die Vernunft (Die Vernunft), die jenem Kritizismus zu eigen ist, den ich zu Beginn erwähnte, hat Deutschland trotz des Coronavirus nicht verlassen.

 

Die wichtigsten Maßnahmen in Deutschland während der Covid-19-Epidemie

Der erste offiziell bestätigte Infektionsfall mit dem Virus wurde am 27. Januar im bayerischen Landkreis Starnberg registriert. Darüber sprachen auch wir Ende Februar, als man in Italien bereits von den Aperitifs der sogenannten Mailänder Movida (ausgerechnet am 27. Januar) und den brüderlichen Umarmungen chinesischer Bürger zum Ausbruch des Falles von „Patient Null“ in Codogno (genauer gesagt am 20. Februar) übergegangen war. Die Linie des deutschen Gesundheitsministers, des Christdemokraten Jens Spahn, war die der Besonnenheit. „Wenn man mir in zwei Wochen vorwirft, übertrieben vorsichtig gewesen zu sein, bin ich zufrieden – denn dann hat sich alles gut entwickelt.“ Ende Februar infizierten sich während der Karnevalsfeiern zahlreiche Menschen im nordrhein-westfälischen Landkreis Heinsberg, was für Alarm sorgte und dazu führte, dass die ersten Großveranstaltungen abgesagt wurden, beginnend mit der weltgrößten Tourismusmesse, der ITB in Berlin (am 29. Februar). Ebenfalls Ende Februar wurden Coronavirus-Infektionen in Baden-Württemberg bestätigt. Beide Bundesländer richteten einen Krisenstab ein, der vom Robert Koch-Institut und dem Bundesgesundheitsministerium unterstützt wurde. Weitere Fälle traten in Rheinland-Pfalz, Hamburg und Hessen auf. All dies führte dazu, dass Minister Spahn erklärte: „…die Epidemie hat jetzt Deutschland erreicht.“ Am 10. März wurde beschlossen, Versammlungen mit mehr als tausend Teilnehmern zu verbieten, und kurz darauf wurden deutsche und ausländische Bürger, die sich im Inland befanden und aus Italien, Österreich oder der Schweiz zurückgekehrt waren, aufgefordert, sich freiwillig für zwei Wochen in Quarantäne zu begeben, bevor sie sich wieder frei bewegten. Am 18. März folgte die Fernsehansprache von Bundeskanzlerin Angela Merkel an die Nation. Am 20. März waren Bayern und das Saarland die ersten beiden Bundesländer, die Ausgangsbeschränkungen verhängten, denen später andere folgten. Am 22. März begab sich die Kanzlerin selbst in Quarantäne, da sie Kontakt zu einem infizierten Arzt gehabt hatte. Zwischen dem 23. und 27. März wurden umfangreiche Finanzhilfen für die deutsche Wirtschaft beschlossen (insgesamt über eine Billion Euro), und am folgenden Tag dankte die Kanzlerin über ihren wöchentlichen Podcast den Bürgern für die Einhaltung der Regeln, bat um weitere Geduld, und am 3. April endete ihre Quarantänezeit. In der Zwischenzeit hatte das Parlament beschlossen, die Beschränkungen des öffentlichen Lebens und die Begrenzung persönlicher Kontakte bis nach Ostern zu verlängern. Am 11. April hielt der Bundespräsident, Frank-Walter Steinmaier, eine Fernsehansprache an seine Landsleute, in der er betonte: „Ich bin tief beeindruckt von dem Kraftakt, den unser Land in den vergangenen Wochen vollbracht hat.“ Zwei Tage später legte die Nationale Akademie der Wissenschaften Leopoldina (die älteste naturwissenschaftlich-medizinische Gelehrtengesellschaft im deutschsprachigen Raum und die älteste ununterbrochen existierende naturwissenschaftliche Akademie der Welt) eine Stellungnahme vor, in der die Bedingungen für eine schrittweise Normalisierung des öffentlichen Lebens formuliert wurden. Die Stellungnahme floss in die Beratungen zwischen der Bundesregierung und den Ländern am folgenden 15. April ein. Zwischen dem 17. und 29. April wurde die Wiedereröffnung (wenn auch mit Maskenpflicht) des öffentlichen Lebens beschlossen, und am 30. April beschlossen die Kanzlerin und die Regierungschefs der Länder, Spielplätze und kulturelle Einrichtungen wie Museen, Zoos und Gedenkstätten unter bestimmten Auflagen wieder zu öffnen. Es verlief jedoch nicht alles ohne Widerspruch. Und hier zeigte sich der deutsche kritische Geist – unabhängig davon, wie man zum Virus oder zu den Maßnahmen zur Eindämmung dachte – deutlich im Vergleich zu anderen Ländern, unser eigenes eingeschlossen. Am 1. Mai kam es in Berlin, mehr als in anderen Jahren, zu Protesten und Ausschreitungen, vor allem im historischen Viertel Kreuzberg, denen bereits am folgenden Tag zum ersten Mal Hunderte von Menschen folgten, die in Mitteldeutschland an mehreren Orten gleichzeitig gegen die Beschränkungen und Vorschriften zur Eindämmung des Virus demonstrierten. In Sachsen wurde der Protest laut Polizeiangaben von verschiedenen rechten Gruppierungen organisiert. Es kam zu zahlreichen Verstößen gegen die Abstandsregeln und andere Vorschriften. Zwischen dem 4. und 6. Mai kam es zu weiteren Lockerungen im Vergleich zu den anfänglichen Verboten (die eher Empfehlungen waren), aber bereits am 9. Mai demonstrierten in mehreren deutschen Städten Tausende von Menschen gegen die Kontaktbeschränkungen und die geltenden Hygienevorschriften. Dies alarmierte die Kriminalpolizei und weckte die Besorgnis der Innenminister der einzelnen Länder. Am 16. Mai demonstrierten erneut Tausende in verschiedenen Städten gegen die Restriktionen. Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) sorgte bundesweit für Aufsehen, weil er in Dresden ohne Maske versuchte, mit Demonstranten zu sprechen, die ihn beschimpften. Ab dem 18. Mai durften Restaurants wieder öffnen, wenn auch mit strengen Abstandsregeln zwischen den Tischen und strengen Hygienevorschriften. Am 24. Mai löste Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow (Linke) bundesweite Kritik aus mit seinem Plan, die allgemeinen Beschränkungen gegen das Coronavirus ab dem 6. Juni aufzuheben, ohne jedoch den Mindestabstand und die Maskenpflicht in öffentlichen Innenräumen abzuschaffen. Am 3. Juni beschloss die Regierung ein weiteres Konjunkturpaket in Höhe von weiteren 130 Milliarden Euro (insgesamt weit über eine Billion Euro), sowie eine Senkung der Mehrwertsteuer von 19 auf 16 Prozent. Fünfundzwanzig Milliarden flossen in den Tourismus- und Unterhaltungssektor für den Zeitraum zwischen Juni und August. Darüber hinaus erhielt jede Familie mit unterhaltsberechtigten Kindern 300 Euro pro Kind. „Deutschland muss so schnell wie möglich und gestärkt aus der Krise hervorgehen. Dafür sorgen wir mit dem umfassendsten Konjunkturprogramm für die Bürger und die Wirtschaft in der Geschichte Deutschlands“, erklärte Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU). Soweit die Chronik.

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