Der allerallerheißeste Sommer aller Zeiten…

Der allerallerheißeste Sommer aller Zeiten…

Als ich klein war und noch in der Hauptstadt von Italialand lebte, war der Sommer eine Jahreszeit (ja, es gab noch Jahreszeiten und auch die Übergangszeiten, gute Frau!), die von meiner Wenigkeit sehr herbeigesehnt wurde. Zum einen, weil es die Zeit des Jahres war, in der die Schule endete und das Ferien bedeutete, zum anderen, weil in diese Zeit mein Geburtstag fiel, und auch ein bisschen, weil bei Hitze alles akzeptabler schien, sogar die Probleme.

Ich schicke voraus, dass ich eher ein Kälte- als ein Wärmetyp bin (so sehr, dass ich in ein Land gezogen bin, das ein gutes Stück weiter nördlich liegt als mein Geburtsland), und ich habe immer die Ansicht vertreten, dass man sich bei Kälte immer noch etwas anziehen kann, aber wenn es heiß ist und man bis auf die Haut entblößt ist, bleibt einem nichts anderes übrig als die Klimaanlage – für diejenigen, die eine haben und sie sich leisten können, versteht sich. Es versteht sich von selbst, dass diejenigen, die sie nutzen, keinen Frieden wollen, wie ein „lieber“ ehemaliger Regierungschef von uns vor nicht allzu langer Zeit sagte. Aber man weiß ja, die Kriegstreiber lauern überall, vor allem im Schatten glühend heißer Mauern.

Abgesehen davon und zurück zu den heißen Sommern vergangener Zeiten: Ich erinnere mich an einige, die wirklich kochend heiß waren. Der letzte, der in meinen Erinnerungen aus der Zeit vor meiner Auswanderung wirklich sensationell war, geht auf das Jahr 2003 zurück. Damals arbeitete ich für eine Nachrichtenagentur und da ich die täglichen Presseschauen machen musste, musste ich noch vor dem Morgengrauen aufstehen, um 4 Uhr, um genau zu sein. Aber in jenem Jahr schlief ich noch weniger als sonst, denn nachts hatte ich 30 Grad in der Wohnung, da ich nicht zu den glücklichen Besitzern einer Klimaanlage gehörte. Ich wälzte mich im Bett hin und her, ging duschen und legte mich klatschnass wieder hin, aber nichts half! Nach drei Minuten war ich wieder trocken und fing wieder an zu schwitzen. Da schwor ich mir selbst, dass dies das letzte Jahr ohne Klimaanlage sein würde, und tatsächlich konnte ich im darauffolgenden Jahr in der Kühle des Zimmers den Schlaf der Gerechten schlafen.

Früher, vor vielen Jahren, gab es zur „Erfrischung“ der heißen römischen Sommer (in Rom war der Sommer schon immer schrecklich und schwül, so sehr, dass alle Adelsfamilien im Sommer in die Villen flohen, die sie sich in den „Castelli“ hatten bauen lassen. In der Nähe der Stadt, aber in den Hügeln) für das einfache Volk den sogenannten „Ponentino“, ein laues Lüftchen, das nachmittags vom Meer wehte und den nach Luft schnappenden Menschen in der Stadt ein Minimum an Linderung verschaffte. Dann, nach und nach, im Laufe der Zeit, begünstigt durch die Zubetonierung und wer weiß was noch, ist dieses Manna vom Himmel am Nachmittag verschwunden, um nur noch der Hitze der Sonne von oben und der des Asphalts von unten Platz zu machen. Asphalt speichert etwa 30 Prozent mehr Wärme als normaler Boden und wird so nach stundenlanger Sonneneinstrahlung zu einem regelrechten Backofen. Wenn sie also im Fernsehen sagen, die Temperatur betrug so und so viel Grad, die gefühlte Temperatur aber so und so viel mehr, würde ich sagen, das ist ein Riesenblödsinn. Auch deshalb, weil sie nicht dazusagen, dass die Referenztemperaturen außerhalb der Stadt und in einer Höhe von etwa 100 Metern gemessen werden. Um dem Ganzen die Krone aufzusetzen, werden in ganz Italien scheinbar sinnlos Bäume gefällt (darüber müsste man einen eigenen Artikel schreiben).

Aber lassen wir die Polemik, denn heiß ist heiß. Überall, nicht nur in Italialand. Der einzige Unterschied ist, dass sich die Hitze andernorts mit deutlich kühleren Perioden abwechselt, wenn nicht sogar regelrechte, extrem heftige Stürme hereinbrechen (wie jener in Paris vor wenigen Tagen), mit Regen, Hagel (so groß wie Tennisbälle) und orkanartigem Wind.

Tja, gute Frau… es gibt keine Übergangszeiten mehr! Es ist der „Climate Change“! Tja, die Gletscher ziehen sich zurück, die Wüste breitet sich aus, die Flüsse trocknen aus… und auch ich bin alt geworden… Es gibt keine Gewissheiten mehr in diesen Zeiten!

Wie ich schon sagte, ich bin alt geworden, aber vielleicht nicht senil. Ich erinnere mich nämlich an einige Interviews und Konferenzen von vor etlichen Jahren, in denen General Fabio Mini ganz klar von der Veränderung des Klimas durch militärische Kreise zu Kriegszwecken sprach. Ein Projekt, das schon lange zurückliegt und Mitte der neunziger Jahre des letzten Jahrhunderts begann.

Ich höre schon die Gutmenschen krächzen: „Hast du Beweise? Bist du etwa ein Wissenschaffftleeeer?“. Die Antwort lautet offensichtlich: Nein! Aber ich habe noch ein Gehirn und im Gegensatz zu vielen anderen versuche ich immer noch, es zu benutzen. Ich muss kein Experte auf einem bestimmten wissenschaftlichen Gebiet sein, um die logischen Punkte der verschiedenen Informationen zu verbinden, die im Laufe der Jahre, wenn auch nur stückchenweise, durchgesickert sind, und zu verstehen, dass neben den natürlichen Umweltveränderungen auch Technologie zweifellos zu extremen atmosphärischen und tellurischen Phänomenen beitragen kann. Umso mehr jetzt, da die KI scheinbar in der zivilen Welt immer mehr das Sagen hat, ganz zu schweigen von der militärischen.

Von Notstand zu Notstand wird die Welt regiert, egal ob der Protagonist ein Virus, das Klima oder der Krieg ist. Hauptsache, man hält uns immer in Atem, um eine kontinuierliche, strenge Kontrolle über unser aller Leben zu rechtfertigen. Und die Schlinge zieht sich immer enger zu. Bis 2030 sind es nur noch viereinhalb Jahre. Einen Monat mehr oder weniger… Und nun? Nun, nichts. Frohes Schwitzen euch allen und genießt den allerallerheißesten Sommer aller Zeiten!

Das erste Opfer des Krieges

Das erste Opfer des Krieges

Wenn die Ereignisse sich überschlagen, halte ich es für wenig sinnvoll, über deren Ursachen und die Frage zu schreiben, wohin sie in Zukunft führen werden. Um das zu verstehen, muss man abwarten und die Fäden verschiedener Handlungsstränge zusammenführen, die sich zwar gleichzeitig abspielen, aber (zumindest scheinbar) nichts miteinander zu tun haben. Ich fürchte, es wird nicht mehr lange dauern, bis die – meiner Meinung nach tragischen – Entwicklungen all dessen, was die Menschheit nunmehr seit zwei Jahren durchlebt, an ihrem Endpunkt angelangt sind. Um es kurz zusammenzufassen: Wir haben die vorgetäuschte „Pandemie“ von Sars-Cov-2 erlitten. Heute wissen wir sehr wohl, wo sie ihren Ursprung hatte (Link 1, Link 2, Link 3) und wer sozusagen ihr „Erfinder“ war. In Wirklichkeit müsste man sagen „die Erfinder“, die im Grunde immer dieselben sind. Es sind etwas mehr als hundert mächtige Familien und Autokraten auf der Welt, die – und ich betone: in gegenseitigem Einvernehmen – beschlossen haben, in welche Richtung sich die Menschheit innerhalb kurzer Zeit verändern sollte. Zu dieser Gruppe gehören, neben den üblichen Familien Rothschild, Rockefeller & Co., die Nomenklatura der chinesischen Mandarine (mit denen, wie Nicoletta Forcheri treffend hervorgehoben hat, gerade die Rothschilds seit Jahren im Geschäft sind), der Vatikan, die Mafia und Wladimir Putins Russland (vielleicht der einzige, der in gewisser Hinsicht noch etwas mehr der „alten Schule“ verhaftet ist). Sie haben dies übrigens auf ihren verschiedenen, mittlerweile fast legendären Treffen der Bilderberg-Gruppe oder des Weltwirtschaftsforums von Klaus Schwab und seiner Agenda 2030 alles gut und öffentlich dargelegt. Ihr werdet nichts besitzen und ihr werdet glücklich sein (und von morgens bis abends kontrolliert werden). So lässt sich ihr Motto zusammenfassen. All dies mit Hilfe der Technologie. Die gesamte Operation wurde von langer Hand vorbereitet und die Methoden, mit denen sie eingeführt wurde, waren vielfältig. Auf internationaler Ebene wurde die Spannung durch diverse farbige Revolutionen hoch gehalten, sowie durch Anschläge in verschiedenen Ländern, an deren extremistische Täter (meist Araber) höchstens Grundschulkinder oder das dumme Wahlvolk (also 90 Prozent der Menschheit) glauben können. Um den Weg für eine Änderung der Lebensweise zu ebnen, sorgten hingegen politische Bewegungen wie die „5 Sterne“ in Italien oder die Grünen in Deutschland, neben der Heldin des Protests gegen den „Klimawandel“ Greta Thunberg und den lobotomisierten „Klima-Schwachköpfen“ (gretini) jeden Alters, die wie von Zauberhand auf dem ganzen Globus wie Pilze aus dem Boden schossen (die Mutter der Idioten ist eben immer schwanger, hätte man früher außerhalb der Political Correctness gesagt). Schließlich kam der Krieg in der Ukraine. Wie in allen Kriegen ist das erste Opfer, das den Preis zahlt, die Wahrheit. Die einzige Gewissheit ist, dass die ukrainische Bevölkerung keiner der beteiligten Parteien am Herzen liegt, Europa eingeschlossen. Ein „seltsamer“ Krieg, der nie offiziell erklärt wurde, zwischen Russland, dem Eindringling, und der Ukraine, der Angegriffenen. Die Geschichte beginnt, wie wir wissen, weit in der Vergangenheit. Zumindest was die eine Seite der Medaille betrifft. Und zwar bei der ständigen Verletzung der beim Fall der Berliner Mauer getroffenen Vereinbarungen zwischen der ehemaligen Sowjetunion und der NATO über die Achtung der Neutralität der ehemaligen sowjetischen Gebiete (einschließlich der Ukraine), und bei der Behandlung der russischsprachigen Bevölkerungen des Donbass, mit der Anerkennung der Unabhängigkeit der beiden Republiken Donezk und Lugansk durch Russland. Diesbezüglich sei auf die hervorragende Arbeit von Giorgio Bianchi verwiesen, einem der wenigen echten Journalisten, der vor Ort (zum Zeitpunkt der Verfassung dieses Artikels) darüber berichtet, wie sich die Dinge wirklich abspielen und wie sie sich in der Vergangenheit abgespielt haben. Dennoch bleibt die allgemeine Situation zu analysieren. Wie ich schon sagte, gehört auch Russland zu der Machtgruppe, die die zukünftige Welt unter sich aufteilen will. Ich glaube jedoch, dass es auf dem Weg zu diesem Ziel zu regelrechten Zusammenstößen zwischen den beteiligten Akteuren kommt. In diesem Fall zwischen den Vereinigten Staaten und Großbritannien, die die NATO als Deckmantel nutzen, auf der einen Seite, und Zar Wladimir auf der anderen. Die ersten beiden haben versucht, dem Rivalen einen schweren Schlag zu versetzen, ohne jedoch zu berechnen, dass dieser in Wahrheit ein viel zäherer Brocken ist, als sie dachten. Wenn wir dem die Tatsache hinzufügen, dass China (das eigentliche Ziel Washingtons) sich mit Russland zusammengetan hat, um eine gemeinsame Front zu bilden, erscheint das Bild zumindest problematisch.

 

Leb wohl, Dollar, leb wohl

Abgesehen von der sicherlich stattfindenden Einkreisung des russischen Territoriums durch die NATO und dem in der Ukraine unternommenen Versuch, bei dem der Alte Kontinent (wie üblich) nach Belieben benutzt wurde, steht nun die monetäre Vormachtstellung und der (von allen konkurrierenden Akteuren gewollte) Übergang zur digitalen Währung auf dem Spiel. Der erste Schritt? Putins gewaltiger Stoß gegen den Dollar, indem er die Bezahlung des wertvollen russischen Gases (zumindest für Europa, den eigentlichen Verlierer dieser ganzen Kontroverse) in Rubel und nicht mehr in Euro oder Dollar verlangte, hat einen Punkt ohne Wiederkehr markiert. Der Goldpreis in Rubel ist niedriger als der in Dollar. Der Petrodollar, der 1971 die Bretton-Woods-Abkommen ablöste, ist an seiner Endstation angelangt. Russland und China haben entschieden, dass es an der Zeit sei, ihn in Rente zu schicken. Aber Vorsicht, all dies ist nicht das Spiel der Guten gegen die Bösen (in diesem Fall der Russen gegen die Amerikaner). Ich gehöre absolut nicht zu denjenigen im Netz, die sich bei dem bloßen Gedanken die Hände reiben, dass die Globalisierung am Ende sei. Die Globalisierung, wie wir sie bisher verstanden haben, ja. Aber die Eliten haben sie transformiert und eine Form der digitalisierten globalen Kontrolle erdacht. Es ist kein Zufall, dass Russland die Bezahlung für seine Rohstoffe auch in Bitcoin akzeptiert. Denn auch die Russen wissen sehr wohl, dass die digitale Währung (die leider die Zukunft des Handelsauslandsgeschäfts jeglicher Art ist) eine nahezu totale soziale Kontrolle ermöglicht. Abgesehen davon, dass man perfekt weiß, wo sich ein Individuum befindet und was es tut, könnte es, wenn es sich nicht an das Diktat der Herrschenden hielte oder die ihm auferlegten Regeln überträte, sofort durch die umgehende Sperrung des Kredits bestraft werden, was ihm de facto das Leben unmöglich machen würde. Genau so, wie es derzeit in China in mehreren Regionen geschieht, und deren Modell dasjenige ist, von dem sich die „liberalen Sozialisten“ à la Mario Draghi* inspirieren lassen. Deshalb gab es zuerst die „Pandemie“ und jetzt den Krieg. Alles war bereits geplant, so wie auch die Klimawandlungen geplant sind. Alles zielt auf ein einziges Ziel ab: Die Welt wird in drei Machtblöcke aufgeteilt. Der angloamerikanische Block auf der einen Seite, mit Kanada, Australien und diversen Kolonien; der chinesisch-russische Block auf der anderen Seite, mit Indien und anderen an ihre Volkswirtschaften gebundenen Ländern; und schließlich Europa, oder besser gesagt das, was davon übrig bleiben wird. Das schwächste Glied sind nämlich wir, zerquetscht zwischen den amerikanischen Interessen einerseits und dem Mangel an Rohstoffen andererseits. Wir waren, besser gesagt wir sind, der leckerste Bissen. Wir sind ein relativ reicher Kontinent und verfügen, insbesondere wir Italiener, über die weltweit größte Anzahl an Kunstwerken und eine hohe Quote an privatem, mobilem und immobilem Reichtum. Ich muss lachen über diejenigen, die im Netz behaupten: „Die Globalisierung bricht zusammen“, oder „alles stürzt ein. Wir haben gewonnen“, oder auch „Putin ist der letzte Paladin gegen die Globalisierung“. Putin ist zweifellos ein hervorragender Politiker der alten Schule, und er vertritt zuallererst die Interessen seiner Nation, aber er ist kein Heiliger, nicht mehr und nicht weniger als die anderen. Auch er hat ein klares Ziel: sich ein Stück vom globalen Kuchen abzuschneiden. Der einzige Unterschied ist, dass er es mit einer Art von Ethik tut, die seine Gegner/Komplizen schon lange nicht mehr anwenden. Oder die sie vielleicht nie angewandt haben. Wie man so schön sagt: Eine Krähe hackt der anderen kein Auge aus. Oder besser gesagt, ab und zu versuchen sie es, vielleicht in der Hoffnung, den Gegenspieler unvorbereitet zu erwischen, aber das Endziel haben alle immer fest im Blick. China, das inzwischen zu einem wirtschaftlichen und technologischen Giganten herangewachsen ist, ist der wahre Gegenspieler der Vereinigten Staaten (die es anfangs begünstigt hatten in dem Glauben, die industrielle Massenproduktion dorthin verbannen zu können, ohne jedoch zu erkennen, dass sie die westlichen Unternehmen bei der strategischen Industrieproduktion davon abhängig gemacht haben). Das chinesische Reich verfügt über eine große Macht in der Baulogistik, was Russland zugutekommen kann, das im Gegensatz dazu – mit Ausnahme von Moskau und Sankt Petersburg (also dem „europäischen“ Teil seines Territoriums) – über riesige Rohstoffmengen, aber nicht über die Infrastruktur verfügt. Daher haben sich die Chinesen und Russen für einen gegenseitigen Austausch in diesem Sinne verbündet. Wladiwostok stellt insbesondere die Speerspitze dieses Bündnisses dar, da es als Hafen am Japanischen Meer, also am Pazifik, an der Grenze zu China und Nordkorea liegt und durch die Beringstraße eine Alternative für den Warentransport über die Nordroute darstellt (die nun mit der Eisschmelze eine mehr als brauchbare Alternative zu den üblichen, meist vom gegnerischen Wirtschaftsblock kontrollierten Routen ist). Sowohl China als auch Russland haben in den letzten Jahren große Mengen Gold auf den Weltmärkten gekauft, und dies gerade in Voraussicht auf eine „Abkopplung“ vom Petrodollar. Nach den Vereinigten Staaten sind die größten Goldbesitzer der Welt Deutschland und eben wir, gefolgt von den Franzosen und den Schweizern. Wir Europäer sind also wie ein großer Kuchen, der aufgeteilt werden muss. Was daraus folgt, ist leicht vorherzusehen.

 

Woher unsere politische Klasse kommt

Wie gesagt, wer am Ende den Kürzeren zieht, wird in erster Linie der Alte Kontinent sein, der über keine eigenen Energieressourcen verfügt und mitansehen muss, wie seine Industrie und das verarbeitende Gewerbe in Rauch aufgehen. Die ersten Vorboten sind bereits in vielen Ländern deutlich zu erkennen, unser Land – das muss man wohl nicht extra erwähnen – gehört zu den ersten. Die Inflation hat fast überall zu galoppieren begonnen, und am Ende wird das Resultat eine echte Katastrophe sein. Die europäischen Regierenden, ohne Ausnahme, gehören zu jener Führungsschicht, die entweder unfähig (und deshalb zum Regieren ausgewählt) oder mitschuldig ist, da sie genau innerhalb der institutionellen, schulischen, universitären, politischen und sozialen Einrichtungen der Eliten, die die Welt beherrschen, herangewachsen ist. Diesbezüglich sei auf das ausgezeichnete Buch von Davide Rossi La Fabian Society e la pandemia verwiesen. Sie sind ein Haufen von Emporkömmlingen (Parvenüs), die uns nicht in unserem Interesse regieren, sondern im Interesse der Eliten, die sie ausgebildet und an die Macht gebracht haben. All das vor dem Hintergrund der schuldhaften Ablenkung der Massen, die über das neueste Handymodell, den Fußballverein der Woche oder die Ratschläge der (natürlich künstlich geschaffenen) Influencer eingenickt sind, welche Konsumgüter aller Art propagieren und ab und zu Perlen politischer oder sozialer Weisheit verteilen, denen man folgen sollte. Zwei Jahre „Pandemie“ haben deutlich gezeigt, wie es einigen wenigen, über jede Vorstellungskraft hinaus reichen Individuen gelungen ist, den ganzen Rest der Menschheit gegeneinander aufzuhetzen. Und all das, indem man sie durch die mächtigen Instrumente der völlig unterwürfigen Medien glauben ließ, dass man nicht gegen das kämpfen müsse, was man früher das „System“ genannt hätte, sondern vielmehr dafür. Natürlich im Namen des „Gemeinwohls“ und zur Bekämpfung von Notständen (die von ihnen selbst ad hoc geschaffen wurden). Nicht einmal die Nazi-Propaganda hat so viel erreicht. Die Diktatoren brauchten Gewalt, um die Bevölkerung dazu zu bringen, zähneknirschend (obtorto collo) zu gehorchen. Stattdessen haben sich die Opfer zum ersten Mal in der Geschichte der Menschheit freiwillig allen möglichen Schikanen ihrer Henker unterworfen. Ich wiederhole: aus Angst, aus Erschöpfung, aus Feigheit oder aus bloßer Nachgiebigkeit, die durch eine induzierte kollektive Hypnose verursacht wurde. Ich würde sagen, es bleibt nur wenig Hoffnung auf eine Rückeroberung der Positionen durch die Völker der Welt. Auch wenn sie sich in der absoluten Mehrheit befinden, ist die Position, an der sie angelangt sind, von einer solchen Schwäche, dass sie keinen Raum für die Hoffnung auf einen allgemeinen Aufstand lässt. Die Aufstände, wie wir in dieser Zeit leider mehrfach gesehen haben (Kanada, Australien, Frankreich… Italien selbst), wurden stets mit Gewalt zum Schweigen gebracht, auch dank der ruhigen Nachgiebigkeit der „Rebellen“, die sich immer noch der Illusion hingeben, man könne von den Institutionen Gerechtigkeit erwarten, da sie diese für super partes und dem „Wohl des Volkes“ verpflichtet halten. In Wirklichkeit wurde die schmale Grenze zwischen Legalität und Illegalität von denen, die uns vor der wirtschaftlichen Macht hätten schützen sollen, längst überschritten. Jetzt ist es diese selbst, die die Rolle der Legislative und Judikative übernommen hat. Und leider sehe ich keine Möglichkeit, sie aufzuhalten.

 

Die Eurogendfor

Was mir außerdem unvermeidlich erscheint, ist der Bürgerkrieg in verschiedenen Ländern, denn wenn es hart auf hart kommt (und meiner Meinung nach wird das viel früher der Fall sein, als man denken mag), wird der soziale Konflikt zwischen diesen Eliten und der unteren Mittelklasse unvermeidlich sein. Wie Cato der Zensor sagte: „Der Magen hat keine Ohren“. Und es wird sehr bald viele leere Mägen geben. Ich denke, die Versuche, sie mit einer Art universellem Grundeinkommen (das in verschiedenen Varianten in verschiedenen Teilen der Welt, einschließlich Italien, bereits erprobt wurde) zu besänftigen, werden vergeblich sein, und das Eingreifen repressiver Gewalt wird der einzige Weg sein, um die Wut des Volkes einzudämmen. Erinnern Sie sich an die Eurogendfor? Wahrscheinlich nicht. Es handelt sich um jene militärische Truppe, die auf dem Europäischen Rat in Nizza im Dezember 2000 gegründet und mit dem Vertrag von Velsen 2007, der von Frankreich, Spanien, Portugal, den Niederlanden und natürlich Italien unterzeichnet wurde, endgültig offiziell gemacht wurde. Ihr Hauptsitz befindet sich in Vicenza (wo sich, welch Zufall, einer der wichtigsten amerikanischen Stützpunkte in Europa befindet). Der Vertrag besteht aus 47 Artikeln, und darunter liest man interessante Dinge. Ihre Aufgaben sind: „Einsätze zur Aufrechterhaltung von Sicherheit und öffentlicher Ordnung durchzuführen; lokale Polizeikräfte bei der Erfüllung ihrer üblichen Aufgaben, einschließlich strafrechtlicher Ermittlungen, zu überwachen, zu beraten, anzuleiten und zu kontrollieren; Aufgaben der öffentlichen Überwachung, Verkehrsregelung, Grenzkontrolle und allgemeinen Aufklärung wahrzunehmen; strafrechtliche Ermittlungen durchzuführen, Straftaten aufzudecken, die Täter aufzuspüren und sie den zuständigen Justizbehörden zuzuführen; Personen und Eigentum zu schützen und die Ordnung bei öffentlichen Unruhen aufrechtzuerhalten“ (Art. 4). Der Aktionsradius: „EUROGENDFOR kann der Europäischen Union (EU), den Vereinten Nationen (UN), der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE), der Nordatlantikvertrags-Organisation (NATO) sowie anderen internationalen Organisationen oder Ad-hoc-Koalitionen zur Verfügung gestellt werden“ (Art. 5). Der Hauptsitz und die Kommandozentrale: „die multinationale Polizeitruppe mit militärischem Status, bestehend aus dem permanenten multinationalen, modularen und verlegefähigen Hauptquartier mit Sitz in Vicenza (Italien). Die Rolle und Struktur des permanenten Hauptquartiers sowie sein Einsatz bei Operationen werden vom CIMIN – das heißt – dem Hohen Interministeriellen Ausschuss gebilligt. Er bildet das Entscheidungsorgan, das EUROGENDFOR leitet“ (Art. 3). Die EGF genießt völlige Immunität: Räumlichkeiten, Eigentum und Archive sind unverletzlich (Art. 21 und 22); die Kommunikation darf nicht überwacht werden (Art. 23); Schäden an Eigentum oder Personen können nicht entschädigt werden (Art. 28); die Gendarmen können von der Justiz der Gastländer nicht strafrechtlich verfolgt werden (Art. 29). Wie man deutlich sieht, eine Reihe von Privilegien, die in einem Rechtsstaat unvorstellbar sind. Am 14. Mai 2010 hat die Abgeordnetenkammer der Italienischen Republik das Abkommen ratifiziert. Anwesend 443, Abstimmende 442, Enthaltungen 1. 442 haben mit Ja gestimmt: alle, ausnahmslos. Wenn sich ein Teil der „regulären“ Ordnungskräfte, wie ich glaube, auf die Seite der Unterdrückten stellt – wen, glauben Sie, werden die Unterdrücker dann einsetzen, um die Revolte einzudämmen und die Rebellen in die Knie zu zwingen? Der Nachwelt das schwere Urteil (Ai posteri l’ardua sentenza).

  • Apropos Letzterer: All denjenigen, die behaupten, es handele sich um eine Regierung von Inkompetenten, die Italien seit zwei Jahren führt, antworte ich, dass dem nicht so ist: Sie wissen ganz genau, was sie tun (es wird ihnen gesagt, was sie tun sollen), und sie tun es gut. Zumindest aus ihrer Perspektive.

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