L'estate più caldissimissima di sempre © Nemulisse.com

Als ich klein war und noch in der Hauptstadt von Italialand lebte, war der Sommer eine Jahreszeit (ja, es gab noch Jahreszeiten und auch die Übergangszeiten, gute Frau!), die von meiner Wenigkeit sehr herbeigesehnt wurde. Zum einen, weil es die Zeit des Jahres war, in der die Schule endete und das Ferien bedeutete, zum anderen, weil in diese Zeit mein Geburtstag fiel, und auch ein bisschen, weil bei Hitze alles akzeptabler schien, sogar die Probleme.

Ich schicke voraus, dass ich eher ein Kälte- als ein Wärmetyp bin (so sehr, dass ich in ein Land gezogen bin, das ein gutes Stück weiter nördlich liegt als mein Geburtsland), und ich habe immer die Ansicht vertreten, dass man sich bei Kälte immer noch etwas anziehen kann, aber wenn es heiß ist und man bis auf die Haut entblößt ist, bleibt einem nichts anderes übrig als die Klimaanlage – für diejenigen, die eine haben und sie sich leisten können, versteht sich. Es versteht sich von selbst, dass diejenigen, die sie nutzen, keinen Frieden wollen, wie ein „lieber“ ehemaliger Regierungschef von uns vor nicht allzu langer Zeit sagte. Aber man weiß ja, die Kriegstreiber lauern überall, vor allem im Schatten glühend heißer Mauern.

Abgesehen davon und zurück zu den heißen Sommern vergangener Zeiten: Ich erinnere mich an einige, die wirklich kochend heiß waren. Der letzte, der in meinen Erinnerungen aus der Zeit vor meiner Auswanderung wirklich sensationell war, geht auf das Jahr 2003 zurück. Damals arbeitete ich für eine Nachrichtenagentur und da ich die täglichen Presseschauen machen musste, musste ich noch vor dem Morgengrauen aufstehen, um 4 Uhr, um genau zu sein. Aber in jenem Jahr schlief ich noch weniger als sonst, denn nachts hatte ich 30 Grad in der Wohnung, da ich nicht zu den glücklichen Besitzern einer Klimaanlage gehörte. Ich wälzte mich im Bett hin und her, ging duschen und legte mich klatschnass wieder hin, aber nichts half! Nach drei Minuten war ich wieder trocken und fing wieder an zu schwitzen. Da schwor ich mir selbst, dass dies das letzte Jahr ohne Klimaanlage sein würde, und tatsächlich konnte ich im darauffolgenden Jahr in der Kühle des Zimmers den Schlaf der Gerechten schlafen.

Früher, vor vielen Jahren, gab es zur „Erfrischung“ der heißen römischen Sommer (in Rom war der Sommer schon immer schrecklich und schwül, so sehr, dass alle Adelsfamilien im Sommer in die Villen flohen, die sie sich in den „Castelli“ hatten bauen lassen. In der Nähe der Stadt, aber in den Hügeln) für das einfache Volk den sogenannten „Ponentino“, ein laues Lüftchen, das nachmittags vom Meer wehte und den nach Luft schnappenden Menschen in der Stadt ein Minimum an Linderung verschaffte. Dann, nach und nach, im Laufe der Zeit, begünstigt durch die Zubetonierung und wer weiß was noch, ist dieses Manna vom Himmel am Nachmittag verschwunden, um nur noch der Hitze der Sonne von oben und der des Asphalts von unten Platz zu machen. Asphalt speichert etwa 30 Prozent mehr Wärme als normaler Boden und wird so nach stundenlanger Sonneneinstrahlung zu einem regelrechten Backofen. Wenn sie also im Fernsehen sagen, die Temperatur betrug so und so viel Grad, die gefühlte Temperatur aber so und so viel mehr, würde ich sagen, das ist ein Riesenblödsinn. Auch deshalb, weil sie nicht dazusagen, dass die Referenztemperaturen außerhalb der Stadt und in einer Höhe von etwa 100 Metern gemessen werden. Um dem Ganzen die Krone aufzusetzen, werden in ganz Italien scheinbar sinnlos Bäume gefällt (darüber müsste man einen eigenen Artikel schreiben).

Aber lassen wir die Polemik, denn heiß ist heiß. Überall, nicht nur in Italialand. Der einzige Unterschied ist, dass sich die Hitze andernorts mit deutlich kühleren Perioden abwechselt, wenn nicht sogar regelrechte, extrem heftige Stürme hereinbrechen (wie jener in Paris vor wenigen Tagen), mit Regen, Hagel (so groß wie Tennisbälle) und orkanartigem Wind.

Tja, gute Frau… es gibt keine Übergangszeiten mehr! Es ist der „Climate Change“! Tja, die Gletscher ziehen sich zurück, die Wüste breitet sich aus, die Flüsse trocknen aus… und auch ich bin alt geworden… Es gibt keine Gewissheiten mehr in diesen Zeiten!

Wie ich schon sagte, ich bin alt geworden, aber vielleicht nicht senil. Ich erinnere mich nämlich an einige Interviews und Konferenzen von vor etlichen Jahren, in denen General Fabio Mini ganz klar von der Veränderung des Klimas durch militärische Kreise zu Kriegszwecken sprach. Ein Projekt, das schon lange zurückliegt und Mitte der neunziger Jahre des letzten Jahrhunderts begann.

Ich höre schon die Gutmenschen krächzen: „Hast du Beweise? Bist du etwa ein Wissenschaffftleeeer?“. Die Antwort lautet offensichtlich: Nein! Aber ich habe noch ein Gehirn und im Gegensatz zu vielen anderen versuche ich immer noch, es zu benutzen. Ich muss kein Experte auf einem bestimmten wissenschaftlichen Gebiet sein, um die logischen Punkte der verschiedenen Informationen zu verbinden, die im Laufe der Jahre, wenn auch nur stückchenweise, durchgesickert sind, und zu verstehen, dass neben den natürlichen Umweltveränderungen auch Technologie zweifellos zu extremen atmosphärischen und tellurischen Phänomenen beitragen kann. Umso mehr jetzt, da die KI scheinbar in der zivilen Welt immer mehr das Sagen hat, ganz zu schweigen von der militärischen.

Von Notstand zu Notstand wird die Welt regiert, egal ob der Protagonist ein Virus, das Klima oder der Krieg ist. Hauptsache, man hält uns immer in Atem, um eine kontinuierliche, strenge Kontrolle über unser aller Leben zu rechtfertigen. Und die Schlinge zieht sich immer enger zu. Bis 2030 sind es nur noch viereinhalb Jahre. Einen Monat mehr oder weniger… Und nun? Nun, nichts. Frohes Schwitzen euch allen und genießt den allerallerheißesten Sommer aller Zeiten!

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